Tesla stoppt den Ausbau von Grünheide
Für Tesla sieht es derzeit nicht mehr so rosig aus: Die Nachfrage nach Elektroautos sinkt, Bürgerinitiativen und Umweltschützer protestieren vor den Werken des Automobilriesen. Tesla hat daher beschlossen, den Ausbau seines Werks in Grünheide vorerst zu pausieren.
Die derzeitig schwierige Marktlage sorgt zwar für Verzögerungen, aber Tesla beruhigt: "Wir gehen fest davon aus, dass der Markt wieder anziehen wird. Es ist sicherlich eine Frage, wie schnell und wann", erklärte der Werksleiter André Thierig auf Nachfrage der dpa. Er betonte, dass Tesla erst in den Ausbau investieren wird, wenn die Marktsignale wieder eindeutig positiv sind. Der Ausbau dürfte mehrere Milliarden Euro kosten.
Der Absatz geht zurück, was auch dazu führte, dass Tesla im zweiten Quartal in Folge einen Gewinnrückgang vermelden musste. Die geplanten Stellenstreichungen betrafen auch das Werk in Grünheide, wo rund 400 Arbeitsplätze abgebaut wurden. Zudem mussten mehrere hundert Leiharbeiter gehen.
Positiv für Tesla ist jedoch die Produktion für die britischen Inseln und aktuell auch noch die Entwicklung dort. "Dadurch, dass wir jetzt auch den Rechtslenker-Markt in Großbritannien und Irland aus Berlin heraus bedienen, haben wir einen größeren Absatzmarkt", so Thierig. In Grünheide produziert Tesla seit nun mehr zwei Jahren Elektroautos.
Knapp 12.000 Mitarbeiter sind aktuell dort beschäftigt. Tesla hatte bisher Pläne diskutiert, die Produktion von derzeit über 250.000 Autos pro Jahr auf eine Million Fahrzeuge zu steigern, dazu müsste der Konzern aber deutlich investieren - und dazu ist man derzeit nicht mehr sofort bereit.
Zunächst geht es um Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, wofür das Landesumweltamt eine vorläufige Genehmigung erteilte. Thierig rechnet damit, dass die erste Teilgenehmigung im September oder Oktober kommt. Weitere Anträge, darunter auch für eine neue Fabrik, sind geplant - Tesla nennt aber keinen Zeitplan mehr.
Seit Februar campieren Umweltaktivisten im Wald nahe der Fabrik, um gegen eine Erweiterung mit Waldrodung und neuem Güterbahnhof sowie gegen den Wasserverbrauch zu protestieren. Eine Bürgerbefragung in Grünheide sprach sich mehrheitlich gegen die Erweiterung aus, weshalb weniger Wald gerodet werden soll.
Derzeit laufen Planungen für einen neuen Güterbahnhof, wofür Wald gerodet werden muss, der im Besitz des Landes ist. "Für den Kauf sind wir im Gespräch mit dem Forst", sagte Thierig. Der Finanzausschuss des Brandenburger Landtags muss jedoch noch grünes Licht geben.
Siehe auch:
Vorerst kein Ausbau des Tesla-Werks in Grünheide
Alle diesbezüglichen Pläne sollen gestoppt worden sein, meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Das Unternehmen beabsichtigt abzuwarten und die bisherigen Ausbaupläne erst einmal nicht oder nur in sehr geringem Ausmaß vorantreiben (via rbb24).Die derzeitig schwierige Marktlage sorgt zwar für Verzögerungen, aber Tesla beruhigt: "Wir gehen fest davon aus, dass der Markt wieder anziehen wird. Es ist sicherlich eine Frage, wie schnell und wann", erklärte der Werksleiter André Thierig auf Nachfrage der dpa. Er betonte, dass Tesla erst in den Ausbau investieren wird, wenn die Marktsignale wieder eindeutig positiv sind. Der Ausbau dürfte mehrere Milliarden Euro kosten.
Der Absatz geht zurück, was auch dazu führte, dass Tesla im zweiten Quartal in Folge einen Gewinnrückgang vermelden musste. Die geplanten Stellenstreichungen betrafen auch das Werk in Grünheide, wo rund 400 Arbeitsplätze abgebaut wurden. Zudem mussten mehrere hundert Leiharbeiter gehen.
Positiv für Tesla ist jedoch die Produktion für die britischen Inseln und aktuell auch noch die Entwicklung dort. "Dadurch, dass wir jetzt auch den Rechtslenker-Markt in Großbritannien und Irland aus Berlin heraus bedienen, haben wir einen größeren Absatzmarkt", so Thierig. In Grünheide produziert Tesla seit nun mehr zwei Jahren Elektroautos.
Knapp 12.000 Mitarbeiter sind aktuell dort beschäftigt. Tesla hatte bisher Pläne diskutiert, die Produktion von derzeit über 250.000 Autos pro Jahr auf eine Million Fahrzeuge zu steigern, dazu müsste der Konzern aber deutlich investieren - und dazu ist man derzeit nicht mehr sofort bereit.
Zunächst geht es um Baumaßnahmen an bestehenden Gebäuden, wofür das Landesumweltamt eine vorläufige Genehmigung erteilte. Thierig rechnet damit, dass die erste Teilgenehmigung im September oder Oktober kommt. Weitere Anträge, darunter auch für eine neue Fabrik, sind geplant - Tesla nennt aber keinen Zeitplan mehr.
Seit Februar campieren Umweltaktivisten im Wald nahe der Fabrik, um gegen eine Erweiterung mit Waldrodung und neuem Güterbahnhof sowie gegen den Wasserverbrauch zu protestieren. Eine Bürgerbefragung in Grünheide sprach sich mehrheitlich gegen die Erweiterung aus, weshalb weniger Wald gerodet werden soll.
Derzeit laufen Planungen für einen neuen Güterbahnhof, wofür Wald gerodet werden muss, der im Besitz des Landes ist. "Für den Kauf sind wir im Gespräch mit dem Forst", sagte Thierig. Der Finanzausschuss des Brandenburger Landtags muss jedoch noch grünes Licht geben.
Zusammenfassung
- Tesla pausiert Ausbau des Werks in Grünheide
- Nachfrage nach Elektroautos sinkt; Gewinnrückgang bei Tesla
- Tesla plant Stellenabbau und Entlassung von Leiharbeitern
- Produktion für britische Inseln bleibt positiver Faktor
- Über 250000 Autos/Jahr produziert, Ziel von einer Million
- Umweltaktivisten protestieren gegen Erweiterungspläne
- Neue Pläne für Güterbahnhof benötigen Waldrodung
Siehe auch:
- Tesla Grünheide eröffnet seine Rave-Höhle: Techno nur für Mitarbeiter
- Absatzflaute, Lager voll: Teslas parken notdürftig an Flughäfen und Malls
- KI-Chips für Tesla wurden von Elon Musk an X und xAI umgeleitet
- Neuer Ärger für Elon Musk: Klage wirft Tesla-Chef Insider-Trading vor
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Thema:
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