UN-Behörde: Russland soll endlich die Störung von Satelliten beenden

Das für die Telekommunikation zuständige Gremium der Vereinten Nationen hat Russland aufgefordert, die ständigen Störungen der Satelliten anderer Länder zu unterlassen. Zuvor wurden entsprechende Beschwerden mehrerer Staaten untersucht.
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Beschwerden aus mehreren Staaten

Die Internationale Fernmeldeunion ITU befasste sich zuletzt mit entsprechenden Meldungen aus den vier EU-Staaten Frankreich, Niederlande, Schweden und Luxemburg sowie der Ukraine. Demnach soll es in den letzten Monaten immer wieder Störungen verschiedener Satellitendienste gegeben haben, die von Russland ausgingen.

Grundlage der Beschwerden waren diverse Vorfälle, die in den letzten Monaten zusammenkamen. Das reicht von immer wieder vorkommenden Störungen der GPS-Satellitennavigation, was unter anderem zu Problemen in der Flugsicherheit führte, bis hin zum Überlagern der Signale von TV-Satelliten, wodurch sogar auf einem Kindersender gewalthaltiges Bildmaterial aus dem Ukraine-Krieg zu sehen war.


"Der Vorstand äußerte seine große Besorgnis über die absichtliche Störung von Signalen", teilte die in Genf ansässige ITU-Funkregulierungsbehörde mit. Es hieß, dass die Störungen der französischen und schwedischen Satellitennetzwerke "von einer oder mehreren Bodenstationen in den Gebieten Moskau, Kaliningrad und Pawlowa" auszugehen schienen und als "äußerst besorgniserregend und inakzeptabel" bezeichnet wurden.

Schlichtungstreffen in Genf

Die ITU forderte Russland auf, diese Handlungen sofort einzustellen und die Vorfälle zu untersuchen. Das Gremium berief außerdem ein Treffen zwischen den betroffenen Ländern und Russland ein, um die Fälle zu lösen und eine Wieder­holung zu verhindern.

Moskau bestreitet bisher, gegen die ITU-Regeln verstoßen zu haben. Im Gegenzug beschwerte man sich auch über angebliche Satellitenstörungen durch NATO-Länder. Diese Vorwürfe wurden von der ITU während des Treffens in der vergangenen Woche allerdings nicht behandelt.

Zusammenfassung
  • UN-Gremium fordert Russland auf, Satellitenstörungen zu unterlassen
  • Beschwerden von Frankreich, Niederlande, Schweden, Luxemburg und Ukraine
  • Störungen betreffen GPS-Navigation und TV-Satelliten, verursachen Sicherheitsprobleme
  • ITU äußert große Besorgnis über absichtliche Signalstörungen durch Russland
  • Störungen kommen aus Moskau, Kaliningrad und Pawlowa, als inakzeptabel bezeichnet
  • ITU fordert Russland auf, Handlungen einzustellen und Vorfälle zu untersuchen
  • Russland bestreitet Verstöße, beschwert sich über angebliche Störungen durch NATO-Länder

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