Russische Streamerin muss Jahre in Haft, weil sie den Krieg kritisierte
Russlands Angriff auf die Ukraine wird auch in Russland nicht von allen gutgeheißen, allerdings arbeitet nicht nur Putins Propagandamaschine auf Hochtouren, sondern auch jene, die für Einschüchterung zuständig ist. Darum wurde eine Streamerin zu fünfeinhalb Jahre Haft verurteilt.
Im Juni 2023 (es gibt jedoch abweichende Berichte, wann genau die Übertragung stattgefunden hat) nutzte sie ihren Kanal auf Twitch allerdings dazu, um auf das russische Massaker in der ukrainischen Stadt Butscha aufmerksam zu machen. Wie die russische Menschenrechtsorganisation Political Prisoners Memorial schreibt, las sie auf Twitch Geschichten von Einwohnern der Stadt vor, berichtete, dass russische Soldaten mehr als 300 Menschen in Butscha getötet hatten und sprach über "russische Besatzer".
Das bemerkten regierungstreue Zuschauer bzw. Blogger und zeigten Baschutowa an. Sie wurde verhaftet und wegen der Verbreitung falscher Informationen über das russische Militär angeklagt. Nun hat der Prozess gegen die Streamerin stattgefunden und laut der Moscow Times wurde Baschutowa zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt (via PC Gamer). Der Anwalt der Streamerin, Andrej Newrew, sagte dazu: "Das ist eine harte Strafe. Wir werden Berufung einlegen." Man darf allerdings bezweifeln, ob das von Erfolg gekrönt sein wird.
Der Twitch-Kanal Baschutowas ist jedenfalls gesperrt, die Gründe dafür sind nicht bekannt. Der Umstand, dass die Sperre offenbar seit März 2023 besteht, lässt darauf schließen, dass der Stream zuvor stattgefunden hat. Das Massaker von Butscha ereignete sich jedenfalls im Frühjahr 2022.
Siehe auch:
Ein Twitch-Stream über das Massaker von Butscha
Anna Baschutowa (in der englischen Schreibweise Bazhutova) ist oder besser gesagt war bei Twitch als Yokobovich bekannt. Da ihr Profil dort mittlerweile gesperrt ist, können wir nicht mehr sagen, welche Inhalte sie üblicherweise auf der Streaming-Plattform angeboten hat, es dürfte sich aber um Gaming, etwas nackte Haut und auch diversen Unsinn gehandelt haben - das Übliche also.Im Juni 2023 (es gibt jedoch abweichende Berichte, wann genau die Übertragung stattgefunden hat) nutzte sie ihren Kanal auf Twitch allerdings dazu, um auf das russische Massaker in der ukrainischen Stadt Butscha aufmerksam zu machen. Wie die russische Menschenrechtsorganisation Political Prisoners Memorial schreibt, las sie auf Twitch Geschichten von Einwohnern der Stadt vor, berichtete, dass russische Soldaten mehr als 300 Menschen in Butscha getötet hatten und sprach über "russische Besatzer".
Das bemerkten regierungstreue Zuschauer bzw. Blogger und zeigten Baschutowa an. Sie wurde verhaftet und wegen der Verbreitung falscher Informationen über das russische Militär angeklagt. Nun hat der Prozess gegen die Streamerin stattgefunden und laut der Moscow Times wurde Baschutowa zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt (via PC Gamer). Der Anwalt der Streamerin, Andrej Newrew, sagte dazu: "Das ist eine harte Strafe. Wir werden Berufung einlegen." Man darf allerdings bezweifeln, ob das von Erfolg gekrönt sein wird.
Der Twitch-Kanal Baschutowas ist jedenfalls gesperrt, die Gründe dafür sind nicht bekannt. Der Umstand, dass die Sperre offenbar seit März 2023 besteht, lässt darauf schließen, dass der Stream zuvor stattgefunden hat. Das Massaker von Butscha ereignete sich jedenfalls im Frühjahr 2022.
Zusammenfassung
- Russlands Angriff auf die Ukraine wird nicht von allen gutgeheißen
- Putins Propagandamaschine und Einschüchterung arbeiten auf Hochtouren
- Streamerin Anna Baschutowa zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt
- Baschutowa war bei Twitch als Yokobovich bekannt, Profil mittlerweile gesperrt
- Sie nutzte ihren Twitch-Kanal, um auf das Massaker in Butscha aufmerksam zu machen
- Regierungstreue Zuschauer zeigten Baschutowa wegen falscher Informationen an
- Anwalt der Streamerin kündigte Berufung gegen das harte Urteil an
Siehe auch:
- ChatGPT von China und Russland für Propaganda missbraucht
- Russland: Sondersteuer für Nutzung ausländischer Software kommt
- Killer-Satellit: Russland soll "Weltraumwaffe" in Orbit gebracht haben
- GCHQ: Russland lenkt Hacker regelrecht gegen den Westen
- Bundesregierung reagiert auf Hack der SPD durch Russland
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