Russische Spionage-Raumer fliegen europäische Satelliten an
Europäische Sicherheitsbehörden schlagen Alarm: Zwei russische Raumfahrzeuge sollen über dem Kontinent die Kommunikation von mindestens einem Dutzend wichtiger Satelliten abgefangen haben.
Besonders seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sollen die beiden Raumfahrzeuge europäischen Kommunikationssatelliten auffällig häufig und über längere Zeiträume hinweg gefolgt sein. Orbitaldaten und Teleskopaufnahmen zeigen, dass sie sich wiederholt in unmittelbarer Nähe geostationärer Satelliten positionierten, die Europa sowie Teile Afrikas und des Nahen Ostens versorgen.
Experten vermuten, dass die russischen Systeme gezielt Signale aus den schmalen Datenstrahlen zwischen Bodenstationen und Satelliten abfangen. Problematisch sei dabei, dass ältere europäische Satelliten teils unverschlüsselte Steuerdaten übertragen. Angreifer könnten solche Informationen aufzeichnen und später missbrauchen, beispielsweise um falsche Befehle zu senden und die Steuerdüsen der Satelliten zu manipulieren.
Die meisten betroffenen europäischen Satelliten erfüllen zivile Aufgaben wie die Fernsehübertragung, transportieren jedoch auch sensible Regierungs- und Militärdaten. Zwar verfügen Luch-1 und Luch-2 nach Einschätzung von Geheimdiensten vermutlich nicht über direkte Fähigkeiten zur Zerstörung anderer Satelliten. Dennoch könnten sie wertvolle Informationen liefern, die künftige Störungen oder Cyberangriffe erleichtern.
Beobachter berichten zudem von neuen russischen Aufklärungssatelliten mit ähnlichen Manövrierfähigkeiten. Derweil könnte Luch-1 nach einer mutmaßlichen technischen Störung Ende Januar beschädigt sein. Fachleute sahen eine Gaswolke und Hinweise auf eine Fragmentierung, was möglicherweise Zeichen für Probleme im Antriebssystem sind.
Siehe auch:
Manipulationen möglich
Nach Einschätzung von Geheimdienstvertretern könnten dadurch nicht nur vertrauliche Daten kompromittiert worden sein, theoretisch wäre auch eine Manipulation von Umlaufbahnen oder sogar ein Absturz einzelner Satelliten denkbar. Im Fokus stehen die russischen Objekte Luch-1 und Luch-2. Westliche Militär- und Raumfahrtstellen beobachten ihre Aktivitäten seit Jahren, zuletzt mit wachsender Sorge, berichtete die Financial Times.Besonders seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sollen die beiden Raumfahrzeuge europäischen Kommunikationssatelliten auffällig häufig und über längere Zeiträume hinweg gefolgt sein. Orbitaldaten und Teleskopaufnahmen zeigen, dass sie sich wiederholt in unmittelbarer Nähe geostationärer Satelliten positionierten, die Europa sowie Teile Afrikas und des Nahen Ostens versorgen.
Experten vermuten, dass die russischen Systeme gezielt Signale aus den schmalen Datenstrahlen zwischen Bodenstationen und Satelliten abfangen. Problematisch sei dabei, dass ältere europäische Satelliten teils unverschlüsselte Steuerdaten übertragen. Angreifer könnten solche Informationen aufzeichnen und später missbrauchen, beispielsweise um falsche Befehle zu senden und die Steuerdüsen der Satelliten zu manipulieren.
Neue Systeme am Start
Die beobachteten Manöver passen laut Sicherheitskreisen zu Russlands verstärkten hybriden Aktivitäten in Europa, zu denen auch Sabotageakte gegen Infrastruktur zählen. Militärs warnen, dass der Weltraum zunehmend zum Schauplatz geopolitischer Spannungen werde. Satellitennetzwerke seien ein empfindlicher Schwachpunkt moderner Gesellschaften, da sie essenzielle Dienste wie Kommunikation, Navigation oder Regierungsverbindungen ermöglichen.Die meisten betroffenen europäischen Satelliten erfüllen zivile Aufgaben wie die Fernsehübertragung, transportieren jedoch auch sensible Regierungs- und Militärdaten. Zwar verfügen Luch-1 und Luch-2 nach Einschätzung von Geheimdiensten vermutlich nicht über direkte Fähigkeiten zur Zerstörung anderer Satelliten. Dennoch könnten sie wertvolle Informationen liefern, die künftige Störungen oder Cyberangriffe erleichtern.
Beobachter berichten zudem von neuen russischen Aufklärungssatelliten mit ähnlichen Manövrierfähigkeiten. Derweil könnte Luch-1 nach einer mutmaßlichen technischen Störung Ende Januar beschädigt sein. Fachleute sahen eine Gaswolke und Hinweise auf eine Fragmentierung, was möglicherweise Zeichen für Probleme im Antriebssystem sind.
Zusammenfassung
- Russische Raumfahrzeuge Luch-1 und Luch-2 spionieren europäische Satelliten aus
- Die Spionageaktivitäten umfassen das Abfangen vertraulicher Kommunikationsdaten
- Seit dem Ukraine-Krieg werden europäische Satelliten verstärkt angeflogen
- Unverschlüsselte Steuerdaten älterer Satelliten stellen ein Sicherheitsrisiko dar
- Experten sehen darin Teil russischer hybrider Kriegsführung gegen Europa
- Betroffene Satelliten übertragen neben zivilen auch militärische Inhalte
- Nach einer technischen Störung könnte Luch-1 seit Ende Januar beschädigt sein
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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