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Wie einst FCKW: Satelliten von Starlink & Co. zerstören die Ozonschicht
Satelliten sind die neuen Kühlschränke. Die Erfolge, die seit dem Montrealer Protokoll von 1987 beim Schutz der Ozonschicht erreicht wurden, könnten in den kommenden Jahren durch den massiven Anstieg von Satelliten-Starts wieder zunichtegemacht werden.
Dieser Erfolg kann aber unter anderem durch die immer zahlreicher werdenden Satelliten im Orbit zunichtegemacht werden. Denn wenn diese wieder in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen, hinterlassen sie winzige Partikel aus Aluminiumoxid. Und diese greifen die Ozonschicht erneut an.
In den kommenden Jahren ist mit einem noch stärkeren Anstieg zu rechnen. Das ist vor allem auf die neuen Mega-Konstellationen zurückzuführen, die inzwischen hinzugekommen sind. Den größten Anteil hat hier SpaceX mit seinem Starlink-Programm. Von den aktuell rund 8100 Objekten in den erdnahen Umlaufbahnen sind allein schon 6000 Starlink-Satelliten.
Das Unternehmen hat bereits die Genehmigung, 12.000 weitere Systeme zu starten. Planungen sehen sogar vor, dass bis zu 42.000 Satelliten in den Orbit transportiert werden, um weltweit Internetverbindungen bereitstellen zu können. Hinzu kommen verschiedene andere Anbieter, die ähnliche Vorhaben verfolgen.
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Alles umsonst?
Mit dem Montrealer Protokoll reagierte die Weltgemeinschaft einst auf die wissenschaftliche Erkenntnis, dass die in zahlreichen Anwendungen eingesetzten Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) dafür sorgen, dass die Ozonschicht der Atmosphäre immer dünner wird und dieser wichtige Schutz vor dem ultravioletten Licht der Sonne verloren geht. 198 Länder verpflichteten sich damals, den Einsatz von FCKW zu unterbinden - in der Folge erholte sich die Ozonschicht zusehends.Dieser Erfolg kann aber unter anderem durch die immer zahlreicher werdenden Satelliten im Orbit zunichtegemacht werden. Denn wenn diese wieder in die Erdatmosphäre eintreten und verglühen, hinterlassen sie winzige Partikel aus Aluminiumoxid. Und diese greifen die Ozonschicht erneut an.
Kritische Massen entstehen
Der Effekt war lange relativ vernachlässigbar, da es nur eine überschaubare Menge an Objekten im Orbit gab, die irgendwann ans Ende ihrer Lebensspanne kamen und zur Erde zurückfielen. Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Starts aber weltweit massiv zu. Eine neue Untersuchung kam jetzt zu der Erkenntnis, dass die Menge der ozonschädlichen Metalloxide in den oberen Atmosphäre-Schichten von 2016 bis 2022 bereits um das Achtfache zugenommen haben. Die entsprechende Arbeit wurde im Journal Geophysical Research Letters veröffentlicht.In den kommenden Jahren ist mit einem noch stärkeren Anstieg zu rechnen. Das ist vor allem auf die neuen Mega-Konstellationen zurückzuführen, die inzwischen hinzugekommen sind. Den größten Anteil hat hier SpaceX mit seinem Starlink-Programm. Von den aktuell rund 8100 Objekten in den erdnahen Umlaufbahnen sind allein schon 6000 Starlink-Satelliten.
Das Unternehmen hat bereits die Genehmigung, 12.000 weitere Systeme zu starten. Planungen sehen sogar vor, dass bis zu 42.000 Satelliten in den Orbit transportiert werden, um weltweit Internetverbindungen bereitstellen zu können. Hinzu kommen verschiedene andere Anbieter, die ähnliche Vorhaben verfolgen.
Kein linearer Anstieg
Verschärfend kommt hier hinzu, dass der Schaden für die Ozonschicht nicht linear zu der Menge an irgendwann verglühenden Satelliten zunimmt. Denn das Aluminiumoxid reagiert nicht mit dem Ozon, sondern dient als Katalysator für Reaktionen von Ozon mit Chlor. Jeder Partikel kann so vermutlich über Jahrzehnte sein zerstörerisches Werk tun, wodurch der Schaden mit den tausenden Satelliten exponentiell zunimmt.
Zusammenfassung
- Satelliten-Starts gefährden Erfolge des Montrealer Protokolls von 1987
- Montrealer Protokoll schützte Ozonschicht durch FCKW-Verbot
- Satelliten hinterlassen Aluminiumoxid-Partikel beim Verglühen
- Aluminiumoxid-Partikel schädigen die Ozonschicht erneut
- Anzahl der Satelliten-Starts steigt seit einigen Jahren massiv an
- Studie zeigt achtfache Zunahme ozonschädlicher Metalloxide von 2016 bis 2022
- SpaceX's Starlink-Programm trägt erheblich zur Zunahme bei
- Genehmigung für 12.000 weitere Starlink-Satelliten liegt bereits vor
- Aluminiumoxid wirkt als Katalysator und schädigt Ozon exponentiell
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Christian Kahle
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