GCHQ: Russland lenkt Hacker regelrecht gegen den Westen
Die Sicherheit der IT-Infrastrukturen in den westlichen Staaten ist nicht nur durch russische Hacker-Gruppen, die mit staatlicher Unterstützung agieren, Risiken ausgesetzt. Die Moskauer Regierung ermutige zunehmend auch andere Angreifer, diese ins Visier zu nehmen.
Ihr Dienst sei "zunehmend besorgt über die wachsenden Verbindungen" zwischen den russischen Geheimdiensten und verschiedensten Hacker-Gruppen, die in Russland recht freizügig agieren können. Die stärkste Bedrohung gehe dabei weiterhin von Ransomware aus. Die dahinterstehenden Erpressergruppen können in Russland bereits lange ungestört agieren, solange sie keine inländischen Ziele oder Bürger ins Visier nehmen.
Während diese Kriminellen über Jahre hinweg eher einfach in Ruhe gelassen wurden und russische Behörden eventuelle Amtshilfeersuchen ihrer westlichen Kollegen einfach ignorierten, scheint es nun eben eine neue Qualität zu geben. Der GCHQ sieht Indizien dafür, dass die Geheimdienste die Täter regelrecht ermutigen, bestimmte westliche Unternehmen oder Behörden anzugreifen.
Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC), der für die öffentliche Sicherheit im Internet zuständige Bereich des GCHQ, veröffentlichte in Zusammenarbeit mit drei Versicherungsgesellschaften außerdem einen Leitfaden, um Unternehmen davon zu überzeugen, keine Lösegelder zu zahlen, wenn es doch zu einem erfolgreichen Ransomware-Angriff kam. Dadurch soll versucht werden, wenigstens die Gewinne der Tätergruppen zu schmälern und vor allem aufwendigere Angriffe weniger interessant zu machen.
Siehe auch:
Briten sind alarmiert
"Früher schuf Russland einfach das richtige Umfeld für diese Gruppen, um zu operieren, aber jetzt nährt und inspiriert es diese nicht-staatlichen Cyber-Akteure", erklärte Anne Keast-Butler, Direktorin des britischen Geheimdienstes GCHQ, in ihrer ersten Grundsatzrede in diesem Amt. Das berichtete die britische Tageszeitung The Guardian.Ihr Dienst sei "zunehmend besorgt über die wachsenden Verbindungen" zwischen den russischen Geheimdiensten und verschiedensten Hacker-Gruppen, die in Russland recht freizügig agieren können. Die stärkste Bedrohung gehe dabei weiterhin von Ransomware aus. Die dahinterstehenden Erpressergruppen können in Russland bereits lange ungestört agieren, solange sie keine inländischen Ziele oder Bürger ins Visier nehmen.
Während diese Kriminellen über Jahre hinweg eher einfach in Ruhe gelassen wurden und russische Behörden eventuelle Amtshilfeersuchen ihrer westlichen Kollegen einfach ignorierten, scheint es nun eben eine neue Qualität zu geben. Der GCHQ sieht Indizien dafür, dass die Geheimdienste die Täter regelrecht ermutigen, bestimmte westliche Unternehmen oder Behörden anzugreifen.
Man kann nicht viel tun
In den Staaten Europas und Nordamerikas gibt es für die Strafverfolgungsbehörden nur wenige Möglichkeiten, dem etwas entgegenzusetzen. Daher versucht man zumindest mit Präventionskampagnen so gut es geht zu verhindern, dass die Täter erfolgreich sind.Das Nationale Zentrum für Cybersicherheit (NCSC), der für die öffentliche Sicherheit im Internet zuständige Bereich des GCHQ, veröffentlichte in Zusammenarbeit mit drei Versicherungsgesellschaften außerdem einen Leitfaden, um Unternehmen davon zu überzeugen, keine Lösegelder zu zahlen, wenn es doch zu einem erfolgreichen Ransomware-Angriff kam. Dadurch soll versucht werden, wenigstens die Gewinne der Tätergruppen zu schmälern und vor allem aufwendigere Angriffe weniger interessant zu machen.
Zusammenfassung
- Russische Hacker-Gruppen agieren mit staatlicher Unterstützung
- Moskau ermutigt zunehmend auch andere Angreifer zu Cyber-Attacken
- Anne Keast-Butler, Direktorin des GCHQ, äußert sich besorgt
- Wachsende Verbindungen zwischen russischen Geheimdiensten und Hackern
- Stärkste Bedrohung durch Ransomware und Erpressergruppen
- Russische Behörden ignorieren oft Amtshilfeersuchen westlicher Kollegen
- GCHQ sieht Indizien für Ermutigung von Angriffen auf westliche Ziele
- Europäische und nordamerikanische Strafverfolgung hat wenige Möglichkeiten
- Präventionskampagnen sollen erfolgreiche Angriffe verhindern
- NCSC und Versicherungen raten Unternehmen, keine Lösegelder zu zahlen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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