YouTube-Irrsinn: Waschmaschinen-Jingle führt zu Urheberrechtsstreit
Eigentlich spielte er nur Fallout. Doch dann wurde das entsprechende Video des Streamers Albino de-monetarisiert. Pech für ihn: Seine Waschmaschine war im Hintergrund gerade mit einer Ladung Wäsche fertig und teilte das lautstark mit.
Allerdings geht das System dabei häufig nicht sehr differenziert vor und kommt oft zu Fehleinschätzungen. Ein Streamer hat nun eine entsprechende Erfahrung gemacht ... dank seiner Waschmaschine.
Nach einer kurzen Suche stellte Albino fest, dass es sich bei dem "Song" erstaunlicherweise um den Jingle handelte, den seine Samsung-Waschmaschine spielt, wenn sie einen Waschvorgang beendet hat. Diese 30-sekündige Melodie hatte Audego einfach aufgenommen, bei YouTube hochgeladen und darauf das Urheberrecht über YouTubes Content ID-System beansprucht.
Unglücklicherweise hatte Albino während seines Streams eine Wäsche laufen. Als die fertig war, spielte die Waschmaschine den Jingle und sorgte somit dafür, dass alle Werbeeinnahmen an Audego gingen.
"Ein Typ hat seine verdammte Waschmaschine aufgenommen und mit Content ID auf YouTube hochgeladen", sagte Albino in einem Video auf X. "Und jetzt bekomme ich Urheberrechtsansprüche", während "mein Geld flöten geht und diesem verdammten Abschaum gegeben wird". Infografik YouTube, Facebook & X: Die größten Seiten mit User Generated Content
Nach mehrmaligen Hin und Her zeigte sich YouTube jedoch einsichtig und regelte die Situation im Sinne von Albino, wie Ars Technica berichtet. Es handelt sich aber nicht um einen Einzelfall. Der Missbrauch des Content-ID-Systems ist weitverbreitet.
Albino hatte wahrscheinlich nur Glück, dass er einen Kanal besitzt, der groß genug ist, damit sich YouTube mit seiner Beschwerde beschäftigte. Kleinere Creator haben in solchen Fällen von unrechtmäßigen Urheberrechtsansprüchen so gut wie keine Chance, etwas zu erreichen.
Siehe auch:
YouTube verwendet automatisiertes Copyright-Tool
YouTube ist dafür bekannt, Videos recht schnell zu de-monetarisieren. Das bedeutet, dass die Ersteller kein Geld mehr ausgezahlt bekommen, wenn Werbung eingespielt wird. So etwas geschieht vor allem dann, wenn das automatisierte Copyright-System der Plattform glaubt, dass Personen in ihren Videos Material verwenden, zu denen andere die Urheberrechte besitzen.Allerdings geht das System dabei häufig nicht sehr differenziert vor und kommt oft zu Fehleinschätzungen. Ein Streamer hat nun eine entsprechende Erfahrung gemacht ... dank seiner Waschmaschine.
Jingle im Hintergrund sorgt für Ärger
Albino, ein beliebter Twitch-Streamer und YouTuber, hatte ein Video auf Googles Plattform hochgeladen, in dem er das Spiel Fallout spielte. Dann erhielt er eine Benachrichtigung, dass er die Urheberrechte eines anderen YouTubers namens Audego verletzt hätte. Dessen Song "Done" sei in Albinos Video zu hören.Nach einer kurzen Suche stellte Albino fest, dass es sich bei dem "Song" erstaunlicherweise um den Jingle handelte, den seine Samsung-Waschmaschine spielt, wenn sie einen Waschvorgang beendet hat. Diese 30-sekündige Melodie hatte Audego einfach aufgenommen, bei YouTube hochgeladen und darauf das Urheberrecht über YouTubes Content ID-System beansprucht.
Unglücklicherweise hatte Albino während seines Streams eine Wäsche laufen. Als die fertig war, spielte die Waschmaschine den Jingle und sorgte somit dafür, dass alle Werbeeinnahmen an Audego gingen.
Fehleranfälliges System
Bei der Melodie, die viele Samsung-Waschmaschinen verwenden, handelt es sich übrigens um ein Stück des österreichischen Komponisten Franz Schubert von 1817. Zusätzlich zu der Tatsache, dass es nicht Audegos Song war, kommt also auch noch hinzu, dass sich die Melodie schon seit Ewigkeiten in der Public Domain befindet. YouTubes System griff also doppelt ins Klo."Ein Typ hat seine verdammte Waschmaschine aufgenommen und mit Content ID auf YouTube hochgeladen", sagte Albino in einem Video auf X. "Und jetzt bekomme ich Urheberrechtsansprüche", während "mein Geld flöten geht und diesem verdammten Abschaum gegeben wird". Infografik YouTube, Facebook & X: Die größten Seiten mit User Generated Content
Nach mehrmaligen Hin und Her zeigte sich YouTube jedoch einsichtig und regelte die Situation im Sinne von Albino, wie Ars Technica berichtet. Es handelt sich aber nicht um einen Einzelfall. Der Missbrauch des Content-ID-Systems ist weitverbreitet.
Unzählige Fälle jedes Jahr
Jedes Jahr löscht die Videoplattform zehntausende Konten, die nur existieren, um Geld über das automatisierte Copyright-System zu ergaunern. "Kein System ist perfekt", lässt YouTube dazu allerdings nur wissen.Albino hatte wahrscheinlich nur Glück, dass er einen Kanal besitzt, der groß genug ist, damit sich YouTube mit seiner Beschwerde beschäftigte. Kleinere Creator haben in solchen Fällen von unrechtmäßigen Urheberrechtsansprüchen so gut wie keine Chance, etwas zu erreichen.
Zusammenfassung
- YouTube de-monetarisiert Videos schnell bei vermuteten Urheberrechtsverletzungen
- Das automatisierte Copyright-System führt oft zu Fehleinschätzungen
- Streamer Albino wurde fälschlicherweise wegen eines Waschmaschinen-Jingles belangt
- Der Jingle stammt ursprünglich von Franz Schubert und ist in der Public Domain
- YouTube regelte die Situation nach Beschwerden zugunsten von Albino
- Missbrauch des Content-ID-Systems ist weitverbreitet auf der Plattform
- Kleinere Creator haben oft keine Chance bei unrechtmäßig gestellten Ansprüchen
Siehe auch:
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- YouTube-Tester prüfen Reiniger-Tools für Windows - das ist das Resultat
- Nächster Streich gegen Adblocker: YouTube springt ans Ende von Videos
- YouTuber: "Warner will mich wegen Mortal Kombat 1-Videos zerstören"
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