Der Weltraumwetterbericht:
Nächster Sonnensturm ist im Anmarsch

Es ist noch nicht vorbei: Nachdem er den stärksten geomagnetischen Sturm seit mehr als 20 Jahren ausgelöst hat, ist der Sonnen­flecken­haufen AR3664 wieder sichtbar und spuckt weiterhin große Mengen an Strahlung ins All.

AR3664 lebt

Das Space Weather Prediction Center der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) registrierte am Montag eine Sonneneruption, die vom südöstlichen Rand der Sonne ausging. Der Sonnenfleck AR3664 ist wahrscheinlich für die Eruption verantwortlich. Der Massenauswurf wurde nach Analysen als starke X2,8 eingestuft. Damit bewegte er sich auf ähnlichem Niveau wie jener, der kürzlich für einen heftigen geomagnetischen Sturm sorgte.

Dieser war zwischen dem 10. und 12. Mai besonders zu spüren. Während zahlreiche Menschen begeistert ihre Aufnahmen von Nordlichtern auch in südlicher gelegenen Regionen teilten, hatten die Betreiber von Satelliten und ihre Nutzer mit allerlei Problemen zu kämpfen. Sonnenfleck AR3664Aufnahmen des jüngsten Auswurfs Als AR3664 das letzte Mal zu sehen war, war er auf fast 200.000 Kilometer angewachsen und entwickelte sich zu einer der aktivsten Regionen auf der Sonne während des aktuellen Sonnenzyklus. Da sich die Sonne um ihre Achse dreht, war der Sonnenfleck etwa zwei Wochen lang nicht zu sehen, aber jetzt ist er wieder da.

Anfang Juni geht es los

Es deutet sich bereits an, dass es auch wieder zu Auswürfen kommen wird, die die Bahn der Erde kreuzen werden. Grund für diese Annahme ist die Tatsache, dass die Intensität des Sonnenflecks bisher nicht nachgelassen hat. Sogar als er über die uns abgewandte Seite der Sonne zog, konnten die Astronomen heftige Auswürfe registrieren.

Es kann also dazu kommen, dass Anfang Juni der nächste schwere Sonnensturm über die Erde hereinbricht. Über die zu erwartenden Intensität lässt sich allerdings erst etwas sagen, wenn wirklich Massenauswürfe registriert werden, die zahlreiche Partikel in Richtung Erde abstrahlen.

Zusammenfassung
  • AR3664 löste stärksten geomagnetischen Sturm seit 20 Jahren aus
  • Space Weather Prediction Center registrierte am Montag eine Sonneneruption
  • Der geomagnetische Sturm war zwischen dem 10. und 12. Mai besonders spürbar
  • Satelliten hatten Probleme, während Nordlichter bewundert wurden
  • AR3664 war zwei Wochen lang nicht sichtbar, ist aber jetzt wieder da
  • Anfang Juni könnte ein weiterer schwerer Sonnensturm die Erde treffen

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