Sonnensturm auf dem Weg zur Erde - Beeinträchtigungen zu erwarten

Als man in den USA am 4. Juli den Unabhängigkeitstag feierte, veranstaltete die Sonne ihr ganz eigenes Feuerwerk - in noch deutlich größerem Ausmaß. Die Folgen dessen werden in Kürze auch auf der Erde zu spüren sein. Das Solar and Heliospheric Observatory (SOHO) der NASA hat zwei massive koronalen Massenauswürfe (CMEs) gemessen, die teils in Richtung Erde unterwegs sind. Verursacht wurde einer der beiden Auswürfe von einem Sonnenfleck, der siebenmal so groß wie die Erde ist. Bei einem solchen Ereignis werden riesige Mengen geladener Teilchen ins All geschleudert - es können bis zu einer Milliarde Tonnen Materie sein.

Wenn solche Ausbrüche in Richtung der Position gehen, durch die die Erde ihre Bahn zieht, kann das Magnetfeld unseres Planeten mit der Ablenkung der vielen geladenen Teilchen überfordert sein. Die bekanntesten Auswirkungen dessen bestehen darin, dass die Partikel entlang der Feldlinien bis in die Erdatmosphäre vorstoßen und Polarlichter erzeugen.

Schwankungen im Stromnetz

Auswürfe wie der jetzige sind aber durchaus in der Lage, auch diverse elektrische Systeme zu stören. So ist nach Einschätzung der NASA auf jeden Fall mit der Beeinträchtigung verschiedener Satellitendienste - darunter auch GPS - zu rechnen. Die Betreiber schalten die Systeme bei einem bevorstehenden Sonnensturm normalerweise in einen Schutzmodus, sodass die Elektronik nicht unter Strom steht, wenn die Sonnenpartikel ihre Energie in sie induzieren.

Die Teilchen werden voraussichtlich morgen am späten Nachmittag bis in den Abend hinein auf der Erde eintreffen. Die stärksten Auswirkungen sind dabei in den westlichen Gebieten Nordamerikas und verschiedenen Pazifikregionen zu erwarten. Dort können auch auf der Erde Störungen im Stromnetz und bei Funkübertragungen vorkommen. Hierzulande dürfte hingegen wenig zu spüren sein.

Zusammenfassung
  • Sonne löst großes Feuerwerk aus
  • Beeinträchtigung von Satellitendiensten und Funkübertragungen
  • Polarlichter & Störungen im Stromnetz in westlichen Nordamerika & Pazifikregionen
  • Betreiber schalten Systeme in Schutzmodus
  • Teilchen erreichen Erde morgen ab Nachmittag
  • Wenig Auswirkungen in Europa erwartet

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Bresser National Geographic
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