Bungie setzt sich vor Gericht durch:
Cheats sind Urheberrechtsverstöße
Destiny-2-Entwickler Bungie kämpft bereits seit Jahren gegen die Anbieter von Cheat-Lösungen und nun konnte das zu Sony gehörende Studio einen wichtigen Erfolg erzielen: Denn ein Gericht stellte fest, dass AimJunkies mit Cheats die Urheberrechte von Bungie verletzt hat.
Dennoch kann man die Folgen nicht genug betonen, denn es ist das erste Mal, dass ein Geschworenengericht einen Anbieter von Schummel-Programmen auf Basis einer Urheberrechtsverletzung verurteilt hat. Gegenüber The Verge teilte Bungie-Anwalt James Barker mit, dass sich das Unternehmen "für unsere Spieler einsetzt und sie weiterhin vor Cheats schützen wird, einschließlich dieses und zukünftiger Fälle, die bis vor Gericht gehen".
Mit der aktuellen Entscheidung ist die Sache wohl weiterhin nicht zu Ende, denn Phoenix Digital hat bereits angekündigt, dass man Berufung einlegen wird. Dennoch ist das Urteil bemerkenswert, da es eben zum vermutlich ersten Mal feststellt, dass Cheats einen Verstoß des Urheberrechts darstellen.
Siehe auch:
Wenig Schadenersatz, viel Signalwirkung
Konkret hat Bungie eine Klage gegen die AimJunkies-Mutter Phoenix Digital gewonnen. Diese Entscheidung hat zwar nur einen recht unbedeutenden Schadenersatz zur Folge, als Präzedenzfall hat sie aber eine Signalwirkung, die wesentlich wichtiger sein dürfte. Der Videospiele-Journalist Stephen Totilo, der den Fall bereits länger beobachtet und dokumentiert, schreibt dazu, dass Bungie hier nur einen fünfstelligen Schadenersatz (konkret sind es rund 63.000 Dollar) erhält, da nur die Einnahmen für die Cheats zur Berechnung herangezogen wurden.Dennoch kann man die Folgen nicht genug betonen, denn es ist das erste Mal, dass ein Geschworenengericht einen Anbieter von Schummel-Programmen auf Basis einer Urheberrechtsverletzung verurteilt hat. Gegenüber The Verge teilte Bungie-Anwalt James Barker mit, dass sich das Unternehmen "für unsere Spieler einsetzt und sie weiterhin vor Cheats schützen wird, einschließlich dieses und zukünftiger Fälle, die bis vor Gericht gehen".
Gegenklage des Cheat-Anbieters
Der Fall ist vor allem deshalb interessant, weil sich Cheat-Anbieter in der Regel bei solchen Klagen sofort zurückziehen und klein beigeben. Phoenix Digital hingegen wollte das ausfechten und reichte sogar eine Gegenklage ein. Konkret behauptete James May (nicht zu verwechseln mit dem britischen Moderator), dass Bungie gegen seine Copyrights verstoßen habe, da das Destiny-2-Studio sich Zugriff auf Mays persönlichen Computer verschafft haben soll. Das wies Bungie entschieden zurück und teilte mit, dass man lediglich ein Schummel-Programm entdeckt habe, das auf Mays Rechner ausgeführt wurde, während Destiny 2 lief.Mit der aktuellen Entscheidung ist die Sache wohl weiterhin nicht zu Ende, denn Phoenix Digital hat bereits angekündigt, dass man Berufung einlegen wird. Dennoch ist das Urteil bemerkenswert, da es eben zum vermutlich ersten Mal feststellt, dass Cheats einen Verstoß des Urheberrechts darstellen.
Zusammenfassung
- Bungie kämpft seit Jahren gegen Anbieter von Cheat-Lösungen
- Ein Gericht stellte fest, dass AimJunkies Bungies Urheberrechte verletzt hat
- Bungie gewann eine Klage gegen die AimJunkies-Mutter Phoenix Digital
- Bungie erhält einen fünfstelligen Schadenersatz von rund 63.000 Dollar
- Es ist das erste Mal, dass ein Gericht Cheats als Urheberrechtsverletzung wertet
- Bungie setzt sich weiterhin für den Schutz seiner Spieler vor Cheats ein
- Phoenix Digital will Berufung gegen das aktuelle Urteil einlegen
Siehe auch:
- Sony unglücklich über Bungie und droht seiner Tochter ziemlich offen
- Bungie warnt Destiny-2-Cheater martialisch: "Eure Zeit ist abgelaufen!"
- Bungie will mithilfe von PayPal gegen Cheat-Anbieter vorgehen
- Bungie findet und verklagt YouTuber, der Massen-Takedowns versandte
- Bungie verklagt Versender von gefälschten DMCA-Takedowns
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