Nordkorea will Spionagesatellit ins All schießen, der stürzt ins Meer

Nordkorea sieht sich selbst als Weltmacht, dazu gehören auch Ambitionen in Bezug auf Atomwaffen und die Raumfahrt. Zwischen Wunsch und Realität liegen aber durchaus Welten und das zeigt nun auch der Versuch, einen eigenen Spionagesatelliten zu starten.
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Nordkorea sieht sich selbst auf Augenhöhe der Weltmächte und das ist zumindest in einem Aspekt der Fall. Denn das Land hat eine der zahlenmäßig größten Armeen der Welt, diese zählt rund 1,3 Millionen aktive Soldaten. Technologisch ist man hingegen nicht ganz so gut aufgestellt, was aber nicht bedeutet, dass man es nicht dennoch immer wieder versucht.

Aktuell hat das Land versucht, einen Aufklärungs- bzw. Spionagesatelliten ins All zu schießen, was aber misslang. Wie unter anderem BBC berichtet, kam es laut nordkoreanischen Angaben beim Start zu einem "Unfall", der zur Folge hatte, dass die Rakete mitsamt Ladung ins Meer stürzte. Pjöngjang will aber schon bald den nächsten Versuch angehen, dieser soll laut Angaben der koreanischen Staatsführung "so schnell wie möglich" umgesetzt werden. Nordkorea: SatellitenstartVom südkoreanischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Bilder der geborgenen Raketenteile

Fehlalarm im Süden

Beim demokratischen Nachbarn Südkorea (und auch in Japan) hat der Raketenstart "Chaos und Verwirrung" ausgelöst. Denn in Seoul wurden die Menschen von Sirenen und Aufforderungen zur Evakuierung geweckt. Nach etwa 20 Minuten wurde das aber zum falschen Alarm erklärt.

Der "Chollima-1" genannte Satellit ist nicht der erste seiner Art, Nordkorea hat zum bereits sechsten Mal einen solchen Startversuch unternommen. Der aktuelle war aber der erste seit 2016, allzu weit ist das nordkoreanische Weltraumraketenprogramm also offenbar nicht gekommen.

Teile der abgestürzten Rakete bzw. der Nutzlast konnte die südkoreanische Marine bergen, die Militärs haben auch ein Bild veröffentlicht, das ein großes zylindrisches Objekt zeigt. Gegenüber Reuters sagte der Raketenexperte George William Herbert, dass es sich hierbei höchstwahrscheinlich um eine Rakete mit Flüssigtreibstoff handelt, dazu kommt ein "rundes, braunes Objekt im Inneren", dieses ist wahrscheinlich ein Tank für Treibstoff oder Oxidationsmittel, so Herbert.

Zusammenfassung
  • Nordkoreas Versuch, einen Spionagesatelliten zu starten, misslang.
  • Nachbarländer reagierten mit Chaos und Evakuierungen.
  • Startversuch war der sechste erfolglose Versuch von Nordkorea.
  • Teile der abgestürzten Rakete konnten von Südkorea geborgen werden.
  • Nordkorea will bald einen neuen Versuch starten.

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