Polizei stoppt frisiertes E-Bike:
Mann war ohne zu treten 60km/h schnell
Nach offiziellen Angaben kommt es zu immer mehr Vorfällen, bei denen Besitzer ihr E-Bike illegal aufgerüstet haben. Die Gefährte erreichen dabei zum Teil enorme Geschwindigkeiten. So auch im Fall eines 56-Jährigen in Pfullendorf, der der Polizei aufgefallen war.
Gewöhnliche Elektro-Fahrräder schalten beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde die Tretunterstützung ab. Einige sogenannte S-Pedelecs tun das erst ab 45 Kilometern pro Stunde. Die gelten allerdings schon nicht mehr als Fahrräder, sondern als Kleinkrafträder. Fahrer benötigen einen entsprechenden Führerschein und eine geeignete Haftpflichtversicherung.
Der von der Polizei gestoppte 56-Jährige hatte wohl mit im Internet erhältlichen Teilen die werksseitige Geschwindigkeitssperre seines E-Bikes umgangen. Er besaß allerdings weder die nötige Fahrerlaubnis für sein Kleinkraftrad Marke Eigenbau noch die nötige Versicherung. Entsprechend erhielt er eine Anzeige.
Abgesehen von drohenden Strafen kann das Tuning von elektrischen Fahrrädern außerdem extrem gefährlich sein, warnt Unfallanalytiker David Freibott. Die Anzahl der von ihm begutachteten Fälle, an denen illegal frisierte E-Bikes beteiligt waren, habe sich seit 2018 verfünffacht.
Siehe auch:
Mann mit hoher Geschwindigkeit unterwegs
Die baden-württembergische Polizei in Pfullendorf im Landkreis Sigmaringen hat einen Mann auf einem E-Bike angehalten. Der 56-Jährige sei auf seinem Zweirad nach Aussage der Beamten "auffällig rasant" unterwegs gewesen. Er hatte innerorts eine Geschwindigkeit von satten 60 Kilometern pro Stunde erreicht.Fahrrad zum Kleinkraftrad umgebaut
Wie sich bei der anschließenden Kontrolle herausstellte, war das E-Bike des Mannes mit mehreren zusätzlich eingebauten Teilen frisiert worden. "Da war der komplette Motor ausgetauscht worden", berichtet Christian Sugg, der Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Ravensburg. "Außerdem war ein zusätzlicher Akku angebracht worden." Den Beamten vor Ort zufolge erreichte der Mann auf diesem Weg die hohe gemessene Geschwindigkeit, ohne dafür überhaupt in die Pedale treten zu müssen. Daher hätte es sich bei seinem Gefährt eigentlich eher um einen Elektroroller gehandelt, als um ein E-Bike.Gewöhnliche Elektro-Fahrräder schalten beim Erreichen einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde die Tretunterstützung ab. Einige sogenannte S-Pedelecs tun das erst ab 45 Kilometern pro Stunde. Die gelten allerdings schon nicht mehr als Fahrräder, sondern als Kleinkrafträder. Fahrer benötigen einen entsprechenden Führerschein und eine geeignete Haftpflichtversicherung.
Der von der Polizei gestoppte 56-Jährige hatte wohl mit im Internet erhältlichen Teilen die werksseitige Geschwindigkeitssperre seines E-Bikes umgangen. Er besaß allerdings weder die nötige Fahrerlaubnis für sein Kleinkraftrad Marke Eigenbau noch die nötige Versicherung. Entsprechend erhielt er eine Anzeige.
Immer mehr frisierte E-Bikes
Vergehen solcher Art werden immer häufiger. In den letzten drei Jahren hat sich die Anzahl der registrierten Fälle, bei denen die Polizei in Baden-Württemberg auf illegal aufgemöbelte E-Bikes stieß, um mehr als verdreifacht. 2023 gab es 145 entsprechende Vorkommnisse, wobei die Dunkelziffer deutlich höher sein dürfte, berichtet Schwäbische.de. Man lege in Zukunft aber "ein besonderes Augenmerk auf technisch manipulierte Pedelecs", erklärte eine Ministeriumssprecherin.Abgesehen von drohenden Strafen kann das Tuning von elektrischen Fahrrädern außerdem extrem gefährlich sein, warnt Unfallanalytiker David Freibott. Die Anzahl der von ihm begutachteten Fälle, an denen illegal frisierte E-Bikes beteiligt waren, habe sich seit 2018 verfünffacht.
Zusammenfassung
- 56-Jähriger in Pfullendorf mit frisiertem E-Bike gestoppt
- E-Bike erreichte innerorts 60 km/h ohne Pedaleinsatz
- Gefährt technisch zu Elektroroller umgebaut
- Fahrer ohne erforderliche Führerschein und Versicherung
- Polizei registriert steigende Fälle illegaler E-Bike-Modifikationen
- Ministerium will verstärkt manipulierte Pedelecs kontrollieren
- Gefahren durch technisches Tuning von E-Bikes zunehmend problematisch
Siehe auch:
- Fiido C11 im Test: Günstiges E-Bike für die Stadt - viel Rad für 899 Euro
- DJI: Drohnenspezialist soll eigenes High-End E-Bike entwickeln
- Weil E-Bikes reglementiert werden: Chinesen greifen zu E-Rollstühlen
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