EA: Publisher will zukünftig Werbung in seine AAA-Spiele einbauen

Microsoft macht es mit Windows vor, EA zieht nach. Denn der Spiele-Publisher beschäftigt sich damit, Werbung in seine AAA-Titel einzubauen. Das bestätigte jetzt CEO Andrew Wilson. Damit soll noch mehr "Wachstum" erzeugt werden.
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Immer mehr Werbung in bezahlten Produkten

Seit Kurzem zeigt Microsoft seinen Windows-Nutzer im Startmenü die sogenannten "Empfehlungen". Dabei handelt es sich um Programme, die die Anwender aus dem Microsoft Store herunterladen können. Die sollen den Kunden laut dem Unternehmen einen echten Mehrwert bieten. Im Grunde handelt es sich dabei aber um Werbung.

EA plant Werbung in AAA-Spielen

Spiele-Publisher EA hat in einer Telefonkonferenz (PDF-Transkript) am Dienstag ganz ähnliche Pläne besprochen. Bei denen geht es um die Platzierung von Werbung in Spielen. Das Unternehmen ist für die meisten Sportspiele, Battlefield, Mass Effect und auch für das kürzlich in den Xbox Game Pass aufgenommene Star Wars Jedi: Survior verantwortlich.


Wie die Integration von Werbeanzeigen in Spielen genau aussehen soll, steht bislang aber nicht fest. Auf die Frage, wie "dynamische Werbeeinblendung" in AAA-Videospielen aussehen könnten und ob das etwas sei, das in Zukunft eine mögliche Einnahmequelle für das Unternehmen darstellt, antwortete EA CEO Andrew Wilson aber: "Die Werbung hat die Chance, ein wichtiger Wachstumsmotor für uns zu sein. [...] Wir haben interne Teams im Unternehmen, die sich mit der Frage beschäftigen, wie wir sie durchdacht in unsere Spielerlebnisse einbinden können."

Schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit

EA scheint zumindest vorsichtig vorgehen zu wollen. Es wäre aber nicht das erste Mal, dass der Publisher mit Werbung in seinen Spielen experimentiert. So hatte das Unternehmen schon vor vier Jahren Vollbildwerbung für die Amazon-Serie The Boys in sein Kampfspiel UFC 4 eingebaut. Das sorgte aber für einen solchen Shitstorm, dass EA sich gezwungen sah, die Werbung wieder zu entfernen.

Auch zeigte der Publisher im Jahr 2008 Wahlkampfwerbung für den damals für das Amt des US-Präsidenten kandidierenden Barack Obama in seinem Rennspiel Burnout Paradise.

EA geht es gut

Das Geschäft von EA boomt aber auch schon ohne Werbung. Das Unternehmen hat gerade einen Jahresgewinn von knapp 1,3 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 7,5 Milliarden US-Dollar gemeldet. Trotzdem hat EA in diesem Jahr mehr als 600 Mitarbeiter entlassen und mehrere Spiele-Projekte eingestellt.

Zusammenfassung
  • EA diskutierte Werbeplatzierungen in Spielen während einer Telefonkonferenz
  • Unternehmen bekannt für Sportspiele und Titel wie Battlefield und Mass Effect
  • Details zur Integration von Werbung in Spielen sind noch unklar
  • EA CEO sieht Werbung als potenziellen Wachstumsmotor
  • Interne Teams erforschen die sinnvolle Einbindung von Werbung
  • Frühere Werbeexperimente führten zu negativen Reaktionen der Nutzer
  • EA meldete einen Jahresgewinn von 1,3 Milliarden US-Dollar bei 7,5 Milliarden Umsatz

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