Nach langem Ringen: Northvolt startet Bau seines Mega-Batteriewerkes
Es hat etwas gedauert, bis alle Entscheidungen und Vorbereitungen getroffen waren - doch jetzt wurde der Bau der Batteriefabrik Northvolts in Schleswig-Holstein gestartet. Ein Grund für die Standortwahl ist die Verfügbarkeit günstigen Wind-Stroms.
In der Umgebung hat das bei aller Freude über die wirtschaftliche Stärkung der Region auch zu Bedenken geführt. Denn der eher ländlich geprägte Raum muss zukünftig eben ein industrielles Schwergewicht verkraften. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sicherte daher laut eines Berichts des NDR Unterstützung zu.
So will das land beispielsweise dafür sorgen, dass günstige Kredite für den Wohnungsbau bereitgestellt werden, damit die Preise nicht durch die Decke gehen, wenn viele gut verdienende Northvolt-Beschäftigte in die Umgebung des Werkes ziehen wollen. Und auch bei der Infrastruktur, Kitas und Schulen will das Land unterstützend tätig werden. Die Ansiedlung wird von Bund und Land immerhin mit rund 900 Millionen Euro begleitet.
Northvolt selbst hat den Baubeginn nicht mit dem üblichen ersten Spatenstich gefeiert, sondern sich aufgrund der lokalen Tradition für einen Boßelwurf entschieden. Von heute an soll das nun schnell gehen. Bereits 2026 will man die ersten Batteriezellen vom Band laufen lassen.
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Ein Koloss im ländlichen Raum
Der Batteriehersteller will 4,5 Milliarden Euro in den Standort investieren. Direkt in dem Werk sollen rund 3000 Arbeitsplätze entstehen. Bei der Landesregierung Schleswig-Holsteins geht man davon aus, dass die Zahl inklusive der Nebeneffekte auf Zulieferer und Dienstleister aller Art insgesamt bei um die 10.000 liegen wird. Der Ausstoß der Fabrik wird nach dem kompletten Ausbau bei etwa einer Million Batteriezellen pro Jahr liegen.In der Umgebung hat das bei aller Freude über die wirtschaftliche Stärkung der Region auch zu Bedenken geführt. Denn der eher ländlich geprägte Raum muss zukünftig eben ein industrielles Schwergewicht verkraften. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sicherte daher laut eines Berichts des NDR Unterstützung zu.
So will das land beispielsweise dafür sorgen, dass günstige Kredite für den Wohnungsbau bereitgestellt werden, damit die Preise nicht durch die Decke gehen, wenn viele gut verdienende Northvolt-Beschäftigte in die Umgebung des Werkes ziehen wollen. Und auch bei der Infrastruktur, Kitas und Schulen will das Land unterstützend tätig werden. Die Ansiedlung wird von Bund und Land immerhin mit rund 900 Millionen Euro begleitet.
Anziehung durch Windkraft
Der Batterie-Produzent hatte sich für die Suche nach einem Standort in ganz Europa viel Zeit gelassen. Das hatte laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck einen klaren Grund: "Heide hat sich durchgesetzt. Der Hauptgrund war die Dichte an grünem Strom. Die Windkraft wird zu einem Magneten für Firmenansiedlungen", sagte er. Es dürfte zukünftig immer häufiger zu beobachten sein, dass sich vor allem stromhungrige Industrien da ansiedeln, wo viele Erneuerbare genutzt werden - auch bei Intels Entscheidung für Magdeburg spielte dies eine Rolle.Northvolt selbst hat den Baubeginn nicht mit dem üblichen ersten Spatenstich gefeiert, sondern sich aufgrund der lokalen Tradition für einen Boßelwurf entschieden. Von heute an soll das nun schnell gehen. Bereits 2026 will man die ersten Batteriezellen vom Band laufen lassen.
Zusammenfassung
- Bau der Northvolt-Batteriefabrik in Schleswig-Holstein begonnen
- Standortwahl durch Verfügbarkeit von Windenergie beeinflusst
- Investition von 4,5 Milliarden Euro und 3000 direkte Arbeitsplätze
- Gesamteffekt könnte 10.000 Arbeitsplätze inklusive Zulieferer umfassen
- Jährliche Produktion soll eine Million Batteriezellen erreichen
- Landesregierung unterstützt bei Wohnungsbau und Infrastruktur
- 900 Millionen Euro Förderung von Bund und Land für Ansiedlung
- Grüner Strom als entscheidender Faktor für Standortwahl
- Erste Batteriezellen sollen ab 2026 produziert werden
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