Grünes Licht für Northvolt-Übernahme durch US-Batteriehersteller Lyten
Der US-amerikanische Batteriehersteller Lyten darf den insolventen schwedischen Zellproduzenten Northvolt übernehmen. Die letzte noch ausstehende Genehmigung der schwedischen Behörde für strategische Produkte (ISP) liegt nun vor.
Mit der Übernahme fällt auch das im Bau befindliche Werk in Heide (Schleswig-Holstein) an Lyten. Dort waren eine jährliche Produktionskapazität von 15 Gigawattstunden sowie rund 3000 direkte Arbeitsplätze vorgesehen. Hinzu sollten bis zu 7000 Stellen bei Zulieferern kommen.
Allerdings wird das Werk formal von einer Tochtergesellschaft gebaut, die nicht Gegenstand der jetzt erfolgten Übernahmegenehmigung ist. Lyten hatte aber bereits seinen Willen bekundet, die Produktionsanlage weiterhin errichten zu wollen. Die Details werden aktuell in gesonderten Verhandlungen besprochen.
Dabei dürfte es vor allem auch darum gehen, wie die staatlichen Subventionen sich in den Entstehungsprozess des Werkes einbetten. Bund und Land Schleswig-Holstein hatten Northvolt Fördergelder in Höhe von 700 Millionen Euro zugesagt. Ob diese Unterstützung auch auf den neuen Eigentümer übertragen werden kann, ist bisher nicht entschieden. Bereits ausgezahlte 600 Millionen Euro sind Teil des laufenden Insolvenzverfahrens.
Während die Übernahme in Europa an Fahrt gewinnt, erlitt Lyten in Kanada einen Rückschlag. Dort sollte ebenfalls ein von Northvolt geplantes Werk entstehen. Doch die Provinz Quebec hat angekündigt, keine weiteren Fördermittel bereitzustellen und sich aus dem Projekt zurückzuziehen.
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Gespräche über deutsches Werk laufen
Damit steht dem Abschluss des Deals bis Ende Oktober nichts mehr im Wege, wie Northvolts Insolvenzverwalter Mikael Kubu gegenüber dem NDR bestätigte. Die Ankündigung hatte im August für Aufsehen gesorgt: Lyten, ein 2015 in Kalifornien gegründetes Unternehmen mit Schwerpunkt auf Lithium-Schwefel-Batterien, galt bislang als deutlich kleinerer Akteur im Vergleich zu Northvolt, das auf NMC-Zellchemie setzt und in den vergangenen Jahren stark expandierte. Dass der Branchenneuling nun den einstigen Vorzeigehersteller der europäischen Energiewende übernimmt, kommt für viele Beobachter unerwartet.Mit der Übernahme fällt auch das im Bau befindliche Werk in Heide (Schleswig-Holstein) an Lyten. Dort waren eine jährliche Produktionskapazität von 15 Gigawattstunden sowie rund 3000 direkte Arbeitsplätze vorgesehen. Hinzu sollten bis zu 7000 Stellen bei Zulieferern kommen.
Allerdings wird das Werk formal von einer Tochtergesellschaft gebaut, die nicht Gegenstand der jetzt erfolgten Übernahmegenehmigung ist. Lyten hatte aber bereits seinen Willen bekundet, die Produktionsanlage weiterhin errichten zu wollen. Die Details werden aktuell in gesonderten Verhandlungen besprochen.
Dabei dürfte es vor allem auch darum gehen, wie die staatlichen Subventionen sich in den Entstehungsprozess des Werkes einbetten. Bund und Land Schleswig-Holstein hatten Northvolt Fördergelder in Höhe von 700 Millionen Euro zugesagt. Ob diese Unterstützung auch auf den neuen Eigentümer übertragen werden kann, ist bisher nicht entschieden. Bereits ausgezahlte 600 Millionen Euro sind Teil des laufenden Insolvenzverfahrens.
Misserfolg in Kanada
Um den Neustart in Europa zu beschleunigen, präsentierte Lyten Anfang September ein eigenes Führungsteam für den Kontinent. Viele der Manager stammen aus den Reihen von Northvolt. Auch der ehemalige Hauptkunde Scania zeigt sich interessiert: Der Lkw-Bauer, der nach der Northvolt-Pleite auf Batterien des chinesischen Marktführers CATL ausgewichen war, hat laut eigenen Angaben erste Gespräche mit Lyten aufgenommen.Während die Übernahme in Europa an Fahrt gewinnt, erlitt Lyten in Kanada einen Rückschlag. Dort sollte ebenfalls ein von Northvolt geplantes Werk entstehen. Doch die Provinz Quebec hat angekündigt, keine weiteren Fördermittel bereitzustellen und sich aus dem Projekt zurückzuziehen.
Zusammenfassung
- US-Batteriehersteller Lyten erhält Genehmigung zur Übernahme von Northvolt
- Überraschende Akquisition des kleineren US-Unternehmens wird bis Ende Oktober abgeschlossen
- Geplantes Werk in Heide mit 3000 direkten Arbeitsplätzen geht an Lyten über
- Lyten bekennt sich zum Bau des Werkes, Details zu Fördergeldern noch in Verhandlung
- Neues europäisches Führungsteam mit ehemaligen Northvolt-Managern wurde vorgestellt
- Ehemaliger Hauptkunde Scania zeigt bereits Interesse an Zusammenarbeit mit Lyten
- Für das kanadische Northvolt-Projekt zog die Provinz Quebec die Förderzusagen zurück
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