Probleme bei Batterien: Northvolt verliert Milliardenauftrag von BMW
Für den Batteriehersteller Northvolt, der gerade sein Werk in Norddeutschland baut, gibt es schlechte Nachrichten: Der Autohersteller BMW zieht einen Auftrag mit Milliardenwert zurück, weil der Zulieferer zu langsam ist und die Qualität nicht passt.
Die Rede ist von Problemen beim Aufbau einer industriellen Massenproduktion, die sich länger als erwartet hingezogen hatte. Und als man zumindest die Prozesse auf einem Stand hatte, der die Fertigung größerer Mengen von Zellen erlaubte, war die Ausschussquote noch viel zu hoch, sodass letztlich nicht genug Stromspeicher für die Elektroauto-Produktion beim deutschen Autokonzern geliefert werden konnte.
Die Stornierung des Großauftrags bedeutet allerdings nicht, dass man bei BMW nichts mehr von Northvolt wissen wolle. Auch aufgrund der geopolitischen Erwägungen ist man in Bayern daran interessiert, dass sich in Europa ein leistungsfähiger Hersteller nachhaltiger Batteriezellen etabliert, hieß es in dem Magazin. Konkret: BMW beabsichtigt, sich nicht von den großen chinesischen Herstellern abhängig zu machen, die ihre Zellen dann über immer fragiler werdende Handelsrouten liefern.
Bis dies möglich ist, will man nun erst einmal Batteriezellen von Samsung SDI in Südkorea einsetzen. Northvolt soll später aber wieder mit ins Boot geholt werden - auch weil sich dies im Marketing für die Elektroautos gut einsetzen lässt. Immerhin produziert der schwedische Hersteller komplett mit Energie aus Sonne und Wind, was den ökologischen Fußabdruck der Fahrzeuge in der Fertigung nicht ganz so groß werden lässt.
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Zu langsam, zu schlecht
BMW hatte bei dem schwedischen Unternehmen ursprünglich Batteriezellen für Elektroautos im Wert von zwei Milliarden Euro bestellt. Laut eines Berichts des Manager Magazins wurde der nun stornierte Auftrag bereits vor vier Jahren vergeben. Allerdings konnte Northvolt den Zeitplan nicht einhalten.Die Rede ist von Problemen beim Aufbau einer industriellen Massenproduktion, die sich länger als erwartet hingezogen hatte. Und als man zumindest die Prozesse auf einem Stand hatte, der die Fertigung größerer Mengen von Zellen erlaubte, war die Ausschussquote noch viel zu hoch, sodass letztlich nicht genug Stromspeicher für die Elektroauto-Produktion beim deutschen Autokonzern geliefert werden konnte.
Die Stornierung des Großauftrags bedeutet allerdings nicht, dass man bei BMW nichts mehr von Northvolt wissen wolle. Auch aufgrund der geopolitischen Erwägungen ist man in Bayern daran interessiert, dass sich in Europa ein leistungsfähiger Hersteller nachhaltiger Batteriezellen etabliert, hieß es in dem Magazin. Konkret: BMW beabsichtigt, sich nicht von den großen chinesischen Herstellern abhängig zu machen, die ihre Zellen dann über immer fragiler werdende Handelsrouten liefern.
BMW bleibt dran
Allerdings würde sich eine Fortsetzung des Auftrags auch nicht mehr lohnen. Denn BMW plant bereits die Einführung neuer Modellgenerationen von Elektroautos. Diese sollen dann mit fortschrittlicheren Zellen ausgestattet sein, als sie die bisherige Bestellung umfasste. Der Autohersteller will daher mit dem Zulieferer gemeinsam daran arbeiten, damit die Speicher der neuen Entwicklungsstufe zügig geliefert werden können.Bis dies möglich ist, will man nun erst einmal Batteriezellen von Samsung SDI in Südkorea einsetzen. Northvolt soll später aber wieder mit ins Boot geholt werden - auch weil sich dies im Marketing für die Elektroautos gut einsetzen lässt. Immerhin produziert der schwedische Hersteller komplett mit Energie aus Sonne und Wind, was den ökologischen Fußabdruck der Fahrzeuge in der Fertigung nicht ganz so groß werden lässt.
Zusammenfassung
- BMW zieht Milliarden-Auftrag bei Northvolt wegen Verzögerungen zurück
- Northvolt konnte den Zeitplan und die Qualitätsanforderungen nicht einhalten
- Probleme bei der industriellen Massenproduktion führten zu hoher Ausschussquote
- BMW bleibt an europäischer Batteriezellenproduktion aus geopolitischen Gründen interessiert
- Neue BMW-Modelle sollen mit fortschrittlicheren Batteriezellen ausgestattet werden
- BMW setzt vorerst Batteriezellen von Samsung SDI aus Südkorea ein
- Northvolt soll später wieder Batteriezellen liefern, um ökologischen Fußabdruck zu minimieren
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