Northvolt: Schwedisches Akku-Startup baut Fabrik in Norddeutschland
Im Norden Deutschlands wird das nächste große Batterie-Werk entstehen. Der schwedische Hersteller Northvolt wird eine große Produktionsanlage in Schleswig-Holstein aufbauen, wie aus einem Bericht des Handelsblatts hervorgeht.
Die Kapazität der Fabrik soll bei einer Jahresproduktion von 60 Gigawattstunden Akkuspeicher liegen. Die Zellen sollen in erster Linie in Batteriesystemen für Elektroautos verbaut werden. Mit der Größe der Anlage kann Northvolt zwar nicht in einer Liga mit Tesla spielen, doch ist die Planung für das schwedische Startup, das noch längst nicht über so umfangreiche Mittel verfügt wie der US-Konzern, trotzdem beachtlich. Zumal es sich erst um die zweite Niederlassung des Unternehmens im Ausland handelt.
Die Entscheidung für die Ansiedlung eines Werkes in Deutschland war laut Northvolt-Chef Peter Carlsson folgerichtig. Denn hier finde man "sehr viele Kunden, eine hohe Nachfrage und Ingenieurstalent". Am nun gefundenen Standort in Heide habe man außerdem Anbindungen an die Offshore-Windparks in Norddeutschland und Dänemark, von denen man mit Energie versorgt werden kann.
Angeschlossen an das neue Werk wird auch eine eigene Recycling-Anlage sein. Das kann sich als wichtiger Vorteil entpuppen. Denn die Rohstoff-Preise sind in der letzten Zeit deutlich gestiegen und der Ukraine-Krieg wird hier zusätzliche Belastungen bringen. Northvolt wird allerdings recht zügig an den Punkt kommen, an dem man verschiedene Materialien gleich wiederverwerten kann.
Siehe auch: Northvolt: Erste komplett europäische Akkuzelle vom Band gelaufen
Die Entscheidung für die Ansiedlung eines Werkes in Deutschland war laut Northvolt-Chef Peter Carlsson folgerichtig. Denn hier finde man "sehr viele Kunden, eine hohe Nachfrage und Ingenieurstalent". Am nun gefundenen Standort in Heide habe man außerdem Anbindungen an die Offshore-Windparks in Norddeutschland und Dänemark, von denen man mit Energie versorgt werden kann.
Recycling inklusive
Die potenziellen Kunden sind natürlich die großen Automobilkonzerne. Die meisten Werke von diesen befinden sich zwar in Süddeutschland, aber auch im Norden sind einige wichtige Abnehmer zu finden - wie beispielsweise Volkswagen und Volvo. Aber auch mit BMW soll es bereits Abnahmeverträge geben. Angepeilt ist außerdem eine Zusammenarbeit mit Mercedes, die in Hamburg ein Werk betreiben.Angeschlossen an das neue Werk wird auch eine eigene Recycling-Anlage sein. Das kann sich als wichtiger Vorteil entpuppen. Denn die Rohstoff-Preise sind in der letzten Zeit deutlich gestiegen und der Ukraine-Krieg wird hier zusätzliche Belastungen bringen. Northvolt wird allerdings recht zügig an den Punkt kommen, an dem man verschiedene Materialien gleich wiederverwerten kann.
Siehe auch: Northvolt: Erste komplett europäische Akkuzelle vom Band gelaufen
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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