Northvolt geht in die Insolvenz - Rückschlag soll auch Neuanfang sein

Der schwedische Batteriehersteller Northvolt hat Insolvenzschutz nach dem Chapter 11 der US-Gesetzgebung beantragt. Dieser Schritt stellt klar einen Rückschlag für Europas Bestrebungen dar, eine führende Rolle in der Elektrifizierung einzunehmen.
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Deutsches Werk wird gebaut

Northvolt, einst eines der wertvollsten privaten Technologieunternehmen Europas, erklärte am Donnerstag, dass die freiwillige Insolvenz dem Unternehmen ermöglichen soll, seine Schulden umzustrukturieren, die Geschäftstätigkeit zu verkleinern und eine nachhaltige Basis für die Fortführung seiner Aktivitäten zu schaffen.

Während des Restrukturierungsprozesses, der voraussichtlich im ersten Quartal 2025 abgeschlossen wird, soll der Betrieb normal weiterlaufen. Auch der Bau des neuen Werkes in Deutschland wird durch den Insolvenzprozess nicht beeinträchtigt, teilte das Management mit.


"Dieser entscheidende Schritt erlaubt es Northvolt, seine Mission fortzusetzen, eine europäische Industrie für die Batteriefertigung aufzubauen", sagte Tom Johnstone, Interimsvorsitzender des Northvolt-Vorstands. Trotz der aktuellen Herausforderungen sehe man weiterhin eine starke Nachfrage nach Lösungen für die Elektrifizierung von Fahrzeugen, die Northvolt bedienen wolle.

Europa braucht Produktion

Durch die Restrukturierung plant das Unternehmen, rund 245 Millionen Dollar an neuen Finanzmitteln zu sichern, darunter 145 Millionen Dollar in bar und 100 Millionen Dollar durch sogenannte Debtor-in-Possession-Finanzierungen. Diese Finanzierungsart wird speziell Unternehmen in finanzieller Notlage gewährt.

Northvolt betonte, dass seine Batteriefabrik Northvolt Ett in Skellefteå, Nordschweden, weiterhin in Betrieb bleiben wird. Langfristig soll die Restrukturierung dazu beitragen, das Ziel zu verwirklichen, eine westliche industrielle Basis für die Batteriefertigung zu schaffen. Dies wäre unbedingt nötig, wenn vor allem die Automobilindustrie nicht weiterhin von China abhängig sein will.

Zusammenfassung
  • Northvolt beantragt Insolvenzschutz nach Chapter 11 in den USA
  • Restrukturierung soll Schulden umstrukturieren und Geschäft verkleinern
  • Betrieb und Bau des deutschen Werkes sollen normal weiterlaufen
  • Northvolt plant 245 Millionen Dollar an neuen Finanzmitteln zu sichern
  • Batteriefabrik in Skellefteå, Schweden, bleibt weiterhin in Betrieb
  • Ziel ist der Aufbau einer westlichen industriellen Basis für Batteriefertigung
  • Restrukturierung soll voraussichtlich im ersten Quartal 2025 enden

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