Folgen von Benzindämpfen:
US-Bürger weitgehend intelligenzgemindert
Neue Forschungsdaten aus den USA zeigen, dass Umweltverschmutzung nicht nur Krankheiten bei Risikogruppen vorantreiben kann. Es gibt sogar intelligenzmindernde Effekte über einen großen Teil der gesamten Bevölkerung hinweg.
Insgesamt, so die Forscher der Florida State University und der Duke University, kostete die Bleiexposition in der Kindheit in der Gesamtbevölkerung schätzungsweise 824 Millionen Punkte beim Intelligenzquotienten - das wären durchschnittlich 2,6 Punkte pro Person. Dieses Ergebnis publizierten die Wissenschaftler in einem Paper im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences.
Bestimmte Kohorten waren dabei stärker betroffen als andere. Bei Menschen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren geboren wurden, als der Verbrauch bleihaltigen Benzins in die Höhe schoss, stieg der IQ-Verlust auf bis zu 6 Punkte pro Person, bei einigen sogar auf mehr als 7 Punkte. Die Exposition gegenüber Blei erfolgte hauptsächlich durch das Einatmen von Autoabgasen, andere Quellen wie bestimmte Farben konnte man über die Gesamtbevölkerung hinweg vernachlässigen.
Projektleiter Michael McFarland bezeichnete die Zahl der von Bleibelastung betroffenen Menschen als "atemberaubend". "Dies ist wichtig, weil wir oft denken, dass Blei ein Problem für Kinder ist, und das ist es natürlich auch", sagte er. "Aber was wir wirklich wissen wollten, ist, was mit den Kindern später passiert, die Blei ausgesetzt waren."
In vielen Fällen, so McFarland, ist ein IQ-Unterschied von 2 bis 3 Punkten nominal, es sei denn, eine Person befindet sich ohnehin bereits auf der unteren Seite der IQ-Verteilung. "Wenn man eher zu kognitiven Beeinträchtigungen neigt, können ein paar Punkte eine Menge bedeuten", sagte er.
Siehe auch:
Belastetes Erbe
Konkret untersucht wurde in dem Projekt die Auswirkung der Schwermetallbelastung durch Blei. Dieses wurde durch den Einsatz verbleiten Benzins über Jahrzehnte hinweg in großen Mengen in die Luft geblasen, bis die Verbreitung durch bleifreie Alternativen in den 1980ern anfing zu sinken. 1996 folgte dann ein endgültiges Verkaufsverbot.Insgesamt, so die Forscher der Florida State University und der Duke University, kostete die Bleiexposition in der Kindheit in der Gesamtbevölkerung schätzungsweise 824 Millionen Punkte beim Intelligenzquotienten - das wären durchschnittlich 2,6 Punkte pro Person. Dieses Ergebnis publizierten die Wissenschaftler in einem Paper im Journal Proceedings of the National Academy of Sciences.
Bestimmte Kohorten waren dabei stärker betroffen als andere. Bei Menschen, die in den 1960er- und 1970er-Jahren geboren wurden, als der Verbrauch bleihaltigen Benzins in die Höhe schoss, stieg der IQ-Verlust auf bis zu 6 Punkte pro Person, bei einigen sogar auf mehr als 7 Punkte. Die Exposition gegenüber Blei erfolgte hauptsächlich durch das Einatmen von Autoabgasen, andere Quellen wie bestimmte Farben konnte man über die Gesamtbevölkerung hinweg vernachlässigen.
Hoher Spiegel im Blut
Das Forscherteam nutzte für seine Studie Daten zum Benzinverbrauch, Bevölkerungsschätzungen und andere Informationen, um zu berechnen, dass im Jahr 2015 mehr als 170 Millionen Amerikaner - etwas mehr als die Hälfte - in ihren frühen Kindheitsjahren einen Bleispiegel von über 5 Mikrogramm pro Deziliter im Blut hatten. Blei ist ein Nervengift und es gibt im Grunde keine Minimalkonzentration, unter der es nicht schädlich wäre. Derzeit gelten 3,5 Mikrogramm pro Deziliter als Referenzwert für einen hohen Bleigehalt im Blut; früher lag der zulässige Wert höher.Projektleiter Michael McFarland bezeichnete die Zahl der von Bleibelastung betroffenen Menschen als "atemberaubend". "Dies ist wichtig, weil wir oft denken, dass Blei ein Problem für Kinder ist, und das ist es natürlich auch", sagte er. "Aber was wir wirklich wissen wollten, ist, was mit den Kindern später passiert, die Blei ausgesetzt waren."
In vielen Fällen, so McFarland, ist ein IQ-Unterschied von 2 bis 3 Punkten nominal, es sei denn, eine Person befindet sich ohnehin bereits auf der unteren Seite der IQ-Verteilung. "Wenn man eher zu kognitiven Beeinträchtigungen neigt, können ein paar Punkte eine Menge bedeuten", sagte er.
Zusammenfassung
- US-Studie: Umweltverschmutzung mindert Intelligenz
- Blei aus Benzin beeinträchtigt IQ-Werte
- 824 Mio. IQ-Punkte durch Bleiexposition verloren
- 60er/70er-Geborene leiden unter höherem IQ-Verlust
- Autoabgase als Hauptquelle für Bleibelastung
- Über 170 Mio. US-Amerikaner mit hohem Bleispiegel
- Bleischäden betreffen Lebensverlauf der Betroffenen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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