Microsoft klärt auf: deshalb keine Android-Apps mehr unter Windows 11

Microsoft hat in dieser Woche das Ende des Windows Subsystem for Android und damit auch der Verfügbarkeit von Android-Apps aus dem Amazon App Store unter Windows 11 bekannt gegeben. Einer der Entwickler erklärt jetzt die Gründe für die enttäuschende Entscheidung.
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Am Ende geht es immer ums Geld

Dass Microsoft die Option für die Verwendung von Android-Apps unter Windows 11 in dieser Woche überraschend beendet hat, hat vor allem finanzielle Gründe. Laut Andrew Clinick, der als einer der Entwickler unter dem Projekt als Partner Group Program Manager für das Windows Subsystem for Android (WSA) mitverantwortlich war, war das Ende absehbar.

Clinick zufolge war es dem WSA nie wirklich möglich, die Kosten für die zur Umsetzung nötigen Investitionen wieder einzuspielen, auch weil das Angebot zur Möglichkeit der Verwendung Android-Apps unter Windows 11 aus verschiedenen Gründen nicht wirklich attraktiv war. So fehlte es stets an Unterstützung für die Google Play Services, die für den Betrieb vieler populärer Apps von dringender Notwendigkeit sind. Windows Subsystem for AndroidSchließt seine Pforten: Der Amazon Appstore für Android-Apps unter Windows 11 Dass Google sich nicht an dem Projekt beteiligte, sei "der Sargnagel" für das Windows Subsystem for Android gewesen, so Clinick in einem seiner Posts bei X/Twitter. Amazon sei zwar lange ein guter Partner gewesen, doch letztlich habe auch diese Kooperation ohne absehbare Einnahmen nicht dauerhaft funktionieren können.

Ohne attraktive Apps, lohnt der Store-Betrieb nicht

Clinick sagte außerdem, dass das WSA anders als das Windows Subsystem for Linux (WSL) ohne die durch attraktive Apps erzielten Einnahmen aus einem App Store schlicht keine wirtschaftliche Basis habe. Das WSL erzeuge letztlich Einnahmen durch Nutzer der Azure Cloud und von Visual Studio, bringe also Geld ein. Das Windows Subsystem for Android sei ohne Store war ein hervorragendes und nützliches Produkt, bringe aber der Windows-Sparte kein Geld ein, hieß es weiter.

Letztlich war es also wohl nur eine Frage der Zeit, bis Microsoft beim Windows Subsystem für Android "den Stecker zieht". Tatsächlich ist es durchaus beeindruckend, dass es Microsoft gelang, dafür zu sorgen, dass Android-Apps fast wie native Programme unter Windows laufen können. Für manche Nutzer war das WSA attraktiv, weil sie nativ für ein bestimmtes Betriebssystem angepasste Apps nutzen konnten, die sie von ihren mobilen Geräten können.

Nicht wenige Nutzer verwendeten das WSA zum Beispiel dafür, eine "gute" Version von Outlook auf ihrem Desktop zu verwenden. Andere wiederum verwendeten das WSA, um damit die Audible-App für Smartphones auf dem PC zu verwenden, da Amazon nach wie vor keine ordentliche App für seinen Hörbuch-Dienst anbietet.

Zusammenfassung
  • Windows Subsystem für Android in Windows 11 beendet
  • Gründe für das Aus sind finanzieller Natur
  • WSA konnte Investitionskosten nicht wieder einspielen
  • Fehlende Google Play Services minderten Attraktivität
  • Amazon-Kooperation brachte keine Einnahmen
  • WSL generiert Einnahmen, WSA ohne wirtschaftliche Basis
  • WSA war für einige Nutzer durch native App-Nutzung attraktiv

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