Massiver Hack bei Epic Games:
Erpresser sollen 189 GB an Daten haben

Epic Games-Kunden und Fortnite-Spieler haben möglicherweise Grund zur Sorge, beim Gaming-Unternehmen selbst kann man davon aus­gehen, dass es dort Kopfschmerzen geben wird. Denn eine Ransom­ware-Gruppe behauptet, 189 GB an sensiblen Daten erbeutet zu haben.
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Update 17:30 - Epic Games hat dazu inzwischen ein Statement veröffentlicht: "Epic Games hat umgehend eine Untersuchung eingeleitet, aber es gibt derzeit keinerlei Beweise dafür, dass diese Behauptungen gerechtfertigt sind. Mogilievich hat Epic Games nicht kontaktiert und auch keine Beweise für den Wahrheitsgehalt seiner Behauptungen vorgelegt. Als wir auf Meldungen zu einem angeblichen Hack aufmerksam wurden, bei denen es sich um einen Screenshot einer Darkweb-Webseite in einem Tweet einer Drittpartei handelte, haben wir innerhalb von Minuten mit einer Untersuchung reagiert und Mogilevich zusätzlich um Beweise gebeten. Mogilevich hat darauf nicht geantwortet. Das, was einer Antwort am nächsten kommt, ist dieser Tweet, in dem sie angeblich 15.000 Dollar und einen " Zahlungsnachweis " für die Übergabe der angeblichen Daten verlangen."

Hack durch neue Gruppe "Mogilevich"

E-Mails, Passwörter, vollständige Namen, Zahlungsinformationen und Quellcode: Das sind die internen Daten, die eine Cybercrime-Gang namens Mogilevich gestohlen haben will. Laut einem Bericht des Portals Cyber Daily (via VGC) hat die Gruppe auf ihrer Seite im Darknet Behauptungen über den Datendiebstahl veröffentlicht.

"Wir haben im Stillen einen Angriff auf die Server von Epic Games durchgeführt", heißt es in einer dort veröffentlichten Nachricht. Die gestohlenen Daten stehen aktuell zum Verkauf, schreibt Mogilevich weiter, man liefert dort auch einen Link - für "einen Mitarbeiter des Unternehmens oder jemanden, der die Daten kaufen möchte".


Die Erpresser haben dem Unternehmen bzw. sonstigen Interessenten eine Frist gesetzt, und zwar bis 4. März. Wie viel man für die Daten verlangt, ist nicht bekannt, es ist ebenso unklar, was geschehen wird, wenn dieser Stichtag verpasst wird.

Bei Mogilevich handelt es sich um eine noch neue Gruppe, der Hack auf Epic Games ist laut Cyber Daily der erst vierte Angriff der Gruppe. Vergangene Woche konnte man demnach den ersten erfolgreichen Angriff feiern, genauer gesagt mit einem Hack auf die Nissan-Tochter Infiniti USA.

Derzeit gibt es allerdings keinen echten Beweis, dass die Angaben von Mogilevich in Bezug auf Epic Games stimmen. Solches "Proof of Hack"-Material ist zwar üblich, man sollte allerdings auch nicht davon ausgehen, dass es nicht dennoch eine erfolgreiche Epic-Attacke samt Datendiebstahl gegeben hat.

Der Name ist übrigens eine Anspielung auf den russisch-ukrainischen Mafia-Boss Semjon Mogilewitsch, dieser gehört zu den zehn meistgesuchten Verbrechern des US-amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI).

Zusammenfassung
  • Epic Games von Ransomware-Gruppe angegriffen
  • 189 GB sensible Daten sollen gestohlen sein
  • Mogilevich bietet Daten im Darknet zum Verkauf
  • Erpresser setzen Frist bis 4. März
  • Keine Beweise für Echtheit des Hacks
  • Gruppe führte erst vier Angriffe durch
  • Name bezieht sich auf Mafia-Boss Semjon Mogilewitsch

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