US-Behörden haben chinesisches Hackernetzwerk angegriffen

US-Behörden wollen ein größer angelegtes Netzwerk stillgelegt haben, mit dem vermutlich chinesische Angreifer digitale Attacken auf kritische Infrastrukturen in den USA und anderen Ländern vorbereiteten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
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Volt Typhoon im Visier

Wie diese von Sicherheitsbeamten und einer weiteren mit der Angelegenheit vertrauten Person erfahren haben will, waren das US-Justizministerium und das FBI gemeinsam mit den Ermittlungen in dem Fall beschäftigt. Nachdem sie ausreichend Informationen gesammelt hatten, erhielten sie von richterlicher Seite die Genehmigung, die beobachtete Infrastruktur aus der Ferne anzugreifen und zu deaktivieren.

Hinter dem gefundenen Netzwerk soll eine Gruppe mit der Bezeichnung Volt Typhoon stecken. Diese stand besonders im Fokus der Beobachtung, weil es Hinweise gab, dass sie kritische Infrastrukturen in westlichen Ländern ins Visier nimmt. Zu den Zielen könnten unter anderem Seehäfen, Versorgungsunternehmen und Internet-Provider gehören.


Bereits im Mai letzten Jahres wurden Ermittler dem Vernehmen nach auf die Aktivitäten der Gruppe aufmerksam. Ende 2023 soll es dann allerdings einen deutlichen Anstieg der Aktivität gegeben haben, außerdem wurden verschiedene bis dahin beobachtete Praktiken abgeändert. Die Experten gingen daher davon aus, dass nun konkretere Angriffe vorbereitet wurden.

Privatwirtschaft mit dabei

Volt Typhoon war im Zuge dessen auch Thema mehrerer Treffen zwischen Vertretern des Weißen Hauses und privater Technologieunternehmen. Die US-Regierung soll sich dabei Unterstützung bei der Beobachtung der Aktivitäten an Bord geholt haben. Jetzt wurde nach den Angaben ein guter Teil der Infrastruktur, die sich die Gruppe in den letzten Monaten zur Unterstützung möglicher Attacken aufgebaut hatte, stillgelegt.

Was genau das Ziel Volt Typhoons war, lässt sich derzeit nicht sagen. Externe Beobachter gehen allerdings aus, dass Einrichtungen das Ziel gewesen sein könnten, über die die USA bei einer möglichen chinesischen Invasion Taiwans Unterstützungsmaßnahmen hätten anlaufen lassen. Hier wäre es insbesondere um Logistikketten gegangen.

Zusammenfassung
  • US-Behörden legen Netzwerk chinesischer Hacker lahm
  • Reuters berichtet über Cyberangriffe auf US-Infrastruktur
  • US-Justizministerium und FBI deaktivieren Hacker-Netzwerk
  • Gruppe "Volt Typhoon" zielte auf kritische Infrastrukturen
  • Ermittler bemerken gesteigerte Aktivität der Hacker Ende 2023
  • Weiße Haus und Tech-Firmen kooperieren gegen "Volt Typhoon"
  • Potenzielle Ziele waren Logistikketten bei Taiwan-Konflikt

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