Sachsen: Chip-Industrie und Co. fürchten möglichen AfD-Erfolg
In Sachsen setzt man darauf, dass insbesondere die geplanten Investitionen in die Hightech-Industrie das Bundesland weiter voranbringen. In der Wirtschaft ist man unterdessen vorsichtig und befürchtet einen rechtsextremen Erfolg bei der kommenden Wahl.
Aktuell befinden sich in Sachsen gleich mehrere große Investitions-Vorhaben in der Pipeline - sei es die Ansiedlung der ersten TSMC-Chipfabrik in Deutschland oder die Erweiterung der Chipfertigung bei Infineon für 5 Milliarden Euro. Auch Jenoptik will in Dresden ein neues Werk bauen, das zwar "nur" 70 Millionen Euro kosten wird, dann aber wichtige Ausrüstung für die in der Region arbeitende Halbleiterindustrie bringt.
Sachsen gehört allerdings zu den Bundesländern, in denen aktuell eine rechtsextreme und zutiefst rassistische Partei die Wahlumfragen anführt. Sollte sich dieses Bild bei den in diesem Jahr anstehenden Abstimmungen auch an der Urne bestätigen, muss die Wirtschaft des Landes einige Probleme befürchten.
In Sachsen arbeiten aktuell 131.000 ausländische Staatsbürger, das sind rund 8 Prozent der Beschäftigten insgesamt. Die Quote liegt damit bereits deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 15,3 Prozent. Laut Pfefferkorn sei hier noch Luft nach oben.
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Firmen denken an Abwanderung
"Einige Unternehmen sagen uns, dass sie überlegen, ihren Sitz woanders hin zu verlegen. Das ist eine Gefahr, die den Wohlstand in Sachsen durchaus gefährdet", erklärte Sylvia Pfefferkorn, stellvertretende Sprecherin des Vereins Wirtschaft für ein weltoffenes Sachsen, gegenüber der Nachrichtenagentur DPA. Der Verein vertritt rund hundert Unternehmen, darunter Infineon, VW und andere Firmen, die im Hightech-Sektor agieren.Aktuell befinden sich in Sachsen gleich mehrere große Investitions-Vorhaben in der Pipeline - sei es die Ansiedlung der ersten TSMC-Chipfabrik in Deutschland oder die Erweiterung der Chipfertigung bei Infineon für 5 Milliarden Euro. Auch Jenoptik will in Dresden ein neues Werk bauen, das zwar "nur" 70 Millionen Euro kosten wird, dann aber wichtige Ausrüstung für die in der Region arbeitende Halbleiterindustrie bringt.
Sachsen gehört allerdings zu den Bundesländern, in denen aktuell eine rechtsextreme und zutiefst rassistische Partei die Wahlumfragen anführt. Sollte sich dieses Bild bei den in diesem Jahr anstehenden Abstimmungen auch an der Urne bestätigen, muss die Wirtschaft des Landes einige Probleme befürchten.
Es wird schwerer
"Wir müssen daran denken, dass wir auf die besten Köpfe weltweit angewiesen sind - sowohl in der Wissenschaft, als auch in der Industrie und im Handwerk", so Pfefferkorn. Sie berichtete, dass es bereits jetzt zunehmend schwerfällt, Menschen zu überzeugen, ihren Lebens- und Arbeitsort nach Sachsen zu verlegen. Insbesondere die Chipindustrie ist aber darauf angewiesen, dass Fachleute aus aller Welt zusammenarbeiten, um die fortgeschrittensten Halbleitertechnologien in fertige Produkte umzusetzen.In Sachsen arbeiten aktuell 131.000 ausländische Staatsbürger, das sind rund 8 Prozent der Beschäftigten insgesamt. Die Quote liegt damit bereits deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von 15,3 Prozent. Laut Pfefferkorn sei hier noch Luft nach oben.
Zusammenfassung
- Sachsen hofft auf Fortschritt durch High Tech-Investitionen
- Wirtschaft sorgt sich wegen rechtsextremer Tendenzen
- Verein vertritt Firmen wie Infineon und VW
- Große Investitionen in Chipfabrik und Halbleiter-Industrie
- Rechtsextreme Partei führt in sächsischen Umfragen
- Fachkräftemangel durch Imageprobleme Sachsens
- Ausländeranteil in Sachsens Wirtschaft unter Bundesdurchschnitt
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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