Keine eigene App: Netflix verweigert sich Apples Vision Pro-Headset

In zwei Wochen wird Apples Mixed-Reality-Brille Vision Pro verfügbar sein und dazu gab es diese Woche auch erste - durchaus zwiespältige - Erfahrungsberichte. Nun werden auch weitere Details bekannt, darunter jenes, dass Vision Pro keine Netflix-App bekommen wird.
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Keine Netflix-App - weil man an Erfolg zweifelt?

Spannendes Erlebnis, aber nicht gerade bequem, weil zu schwer. Das ist das Fazit vieler Medienmedienvertreter, die Vision Pro im Vorfeld des Verkaufsstarts ausprobieren durften. Denn auf die Vorstellung im vergangenen Juni auf der Apple-Entwicklerkonferenz Worldwide Developers Conference (WWDC) folgten Monate Funkstille, dieser Tage ist es aber endlich so weit.

Das Headset liegt also in finaler Form vor und auch die Software wurde weiterentwickelt. Das gilt auch für so manchen Apple-Partner, doch offenbar ist die Begeisterung dort nicht so groß, wie man es von anderen Produkten des Konzerns aus dem kalifornischen Cupertino gewohnt ist. Denn an sich kann es sich keine Größe des Mediengeschäfts erlauben, Apple-Produkte links liegenzulassen - vor allem in den USA, wo iPhone und iPad wesentlich mehr Marktmacht haben als bei uns.


Deshalb ist es durchaus erstaunlich, dass Netflix Vision Pro nicht direkt unterstützen wird, wie Bloomberg berichtet. Der Streamingdienst wird weder eine eigene App für das Headset bzw. dessen VisionOS genanntes Betriebssystem anbieten noch die Unterstützung der iPadOS-Version ermöglichen. Letzteres ist deshalb von Relevanz, weil Apple es Entwicklern besonders einfach machen will, ihre iPad-Apps auf VisionOS zu portieren.

Stattdessen werden Netflix-Nutzer auf den integrierten Safari-Browser zugreifen müssen, wenn sie Videos auf Vision Pro ansehen wollen. Das macht zwar vom Inhalt her keinen großen Unterschied, allerdings dürfte das grundsätzliche Nutzungserlebnis auf diese Weises doch spürbar schlechter sein.

Über die Gründe kann man derzeit nur spekulieren, da Netflix nicht genau erläutert hat, warum man sich dazu entschieden hat. Es ist möglich, dass Netflix Apple als Konkurrenten im Streaminggeschäft sieht, allerdings scheint das eher unwahrscheinlich, weil man sich dadurch auch selbst schadet. Vermutlich ist Netflix schlichtweg skeptisch, ob sich der Aufwand lohnt, denn es ist derzeit keinesfalls sicher, dass Vision Pro mit einem Preis von rund 3500 Dollar ein Erfolg wird.

Zusammenfassung
  • Apples Vision Pro Mixed-Reality-Brille bald verfügbar
  • Erste Erfahrungsberichte über Vision Pro gemischt
  • Vision Pro als schwer und unbequem beschrieben
  • Netflix bietet keine App für Vision Pro an
  • Nutzer müssen Safari-Browser für Netflix verwenden
  • Gründe für Netflix-Entscheidung unklar
  • Zweifel an Erfolg der teuren Vision Pro Brille

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