Toshiba: Traditionskonzern verschwindet jetzt auch noch von der Börse
Toshiba gehörte lange zu den großen Marken, mit denen die japanische Technologie-Industrie internationale Erfolge feierte. Jetzt erreichte der Niedergang des Konzerns allerdings einen neuen Höhepunkt: Nach 74 Jahren verschwand Toshiba aus dem Handel an der Börse.
Diese haben sich nun nicht nur sämtliche Anteile an Toshiba gesichert, sondern zogen die Aktie des Konzerns auch gleich komplett von der Börse zurück. Was sich darüber hinaus ändern wird, ist noch unklar. Bisher ist Taro Shimada, wie auch schon vor der Übernahme durch die neuen Investoren, Chef des Unternehmens und es wird davon ausgegangen, dass dies auch so bleibt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die neuen Eigner werden allerdings eigene Vertreter in den Vorstand entsenden. Diese sollen helfen, wieder mehr Stabilität in die verbleibenden Geschäftstätigkeiten zu bringen. Das ist unter anderem auch nötig, weil die Entwicklung unter genauer Beobachtung durch die japanische Regierung steht. Immerhin beschäftigt der Konzern nicht nur noch immer über 100.000 Menschen, sondern ist auch in diverse Projekte eingebunden, die als kritisch für die nationale Sicherheit angesehen werden.
Der langjährige Niedergang von Toshiba hatte verschiedene Gründe. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung gab es auch klare Fehlspekulationen. So übernahm man für Milliardensummen das US-Unternehmen Westinghouse und wurde so zum weltweit größten Anbieter von Kernkraftwerken. Es kam dann allerdings zum GAU in Fukushima und die Aufträge in dem Geschäftsbereich brachen nahezu komplett ein. Zum Kollaps kam es dann aber, als einer der bisher größten Bilanzskandale der Wirtschaftsgeschichte Toshiba erschütterte.
Siehe auch:
Neue Eigner
Toshiba hat seit vielen Jahren massive Probleme, die bereits dazu führten, dass das einst so stolze Unternehmen in mehrere Bestandteile zerfiel. Der verbliebene Rumpf wurde inzwischen von einer Investorengruppe übernommen, zu der verschiedene Investmentfirmen, aber auch ein Energieversorger und ein Halbleiterunternehmen gehören.Diese haben sich nun nicht nur sämtliche Anteile an Toshiba gesichert, sondern zogen die Aktie des Konzerns auch gleich komplett von der Börse zurück. Was sich darüber hinaus ändern wird, ist noch unklar. Bisher ist Taro Shimada, wie auch schon vor der Übernahme durch die neuen Investoren, Chef des Unternehmens und es wird davon ausgegangen, dass dies auch so bleibt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die neuen Eigner werden allerdings eigene Vertreter in den Vorstand entsenden. Diese sollen helfen, wieder mehr Stabilität in die verbleibenden Geschäftstätigkeiten zu bringen. Das ist unter anderem auch nötig, weil die Entwicklung unter genauer Beobachtung durch die japanische Regierung steht. Immerhin beschäftigt der Konzern nicht nur noch immer über 100.000 Menschen, sondern ist auch in diverse Projekte eingebunden, die als kritisch für die nationale Sicherheit angesehen werden.
Investitionen geplant
Den neuen Investoren geht es allerdings nicht nur darum, Toshiba wieder stabil zu bekommen. Es gibt auch schon wieder Pläne für Investitionen. So will das Halbleiterunternehmen Rohm, das zu den neuen Eignern gehört, gemeinsam mit Toshiba selbst eine 2,7-Milliarden-Dollar-Investition stemmen, um in einem Joint Venture leistungsfähige Chips zu produzieren.Der langjährige Niedergang von Toshiba hatte verschiedene Gründe. Neben der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung gab es auch klare Fehlspekulationen. So übernahm man für Milliardensummen das US-Unternehmen Westinghouse und wurde so zum weltweit größten Anbieter von Kernkraftwerken. Es kam dann allerdings zum GAU in Fukushima und die Aufträge in dem Geschäftsbereich brachen nahezu komplett ein. Zum Kollaps kam es dann aber, als einer der bisher größten Bilanzskandale der Wirtschaftsgeschichte Toshiba erschütterte.
Zusammenfassung
- Toshiba nach 74 Jahren nicht mehr börsennotiert
- Konzernteile wurden bereits abgespalten
- Investorengruppe hat Toshiba übernommen
- Aktien wurden von der Börse genommen
- CEO Taro Shimada bleibt vorerst im Amt
- Neue Eigner entsenden Vorstandsmitglieder
- Regierung beobachtet Entwicklung genau
- Rohm und Toshiba planen Chip-Joint-Venture
- Übernahme von Westinghouse führte zu Problemen
- Bilanzskandal erschütterte Toshiba schwer
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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