Adobe und Figma legen 20-Milliarden-Dollar-Deal auf Eis
Die beiden Software-Unternehmen Adobe und Figma legen ihren geplanten 20-Milliarden-Dollar-Deal auf Eis, nachdem sie auf massive regulatorische Hindernisse gestoßen sind. Adobe bläst das Geschäft nun ab.
Beide Unternehmen sind sich laut einer Erklärung nun einig, ihre Fusion abzublasen, da man nicht daran glaubt, die Einwände der Aufsichtsbehörden durch Änderungen ihrer Übernahme-Vereinbarung befriedigen zu können.
Adobe wird jetzt stattdessen eine "Ablösesumme" in Höhe von 1 Milliarde Dollar an das in San Francisco ansässige Unternehmen Figma zahlen.
Erst im November war neue Fahrt in die Streitigkeiten rund um die Übernahme gekommen. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hatte erklärt, dass die Übernahme der Innovation von Software schaden würde, die von der überwiegenden Mehrheit der digitalen Designer im Vereinigten Königreich verwendet wird, und griff damit ähnliche Bedenken der EU hinsichtlich einer möglichen Einschränkung des Wettbewerbs auf.
Adobe hatte daraufhin bereits öffentlich gemacht, dass man der CMA keine Nachbesserungen zu dem Geschäft anbieten werde. Adobe vertritt den Standpunkt, dass man mit Figma in keiner Weise konkurriert.
Es hieß ganz konkret, dass das einzige Produkt, das für die kartellrechtliche Frage relevant sei, das Designwerkzeug Adobe XD sei, das in den letzten drei Jahren als eigenständige Anwendung 25 Millionen Dollar verloren habe und daher nicht als "Konkurrenz" anzusehen sei.
Das geplatzte Geschäft führt jetzt auch zu der Kritik, dass die Behörden Chancen für Start-ups ganz generell zunichtemachen könnten, wenn sie zu hohe regulatorische Hindernisse aufbauten.
Siehe auch:
Keine Einigung zu erzielen
Adobe hat recht überraschend sein 20-Milliarden-Dollar-Geschäft mit der Cloud-basierten Designer-Plattform Figma auf Eis gelegt und darauf verwiesen, dass die kartellrechtlichen Genehmigungen in Europa und Großbritannien für das Vorhaben, das zu den größten Übernahmen eines Software-Startups gehört hätte, "unklar" seien. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters.Beide Unternehmen sind sich laut einer Erklärung nun einig, ihre Fusion abzublasen, da man nicht daran glaubt, die Einwände der Aufsichtsbehörden durch Änderungen ihrer Übernahme-Vereinbarung befriedigen zu können.
Adobe wird jetzt stattdessen eine "Ablösesumme" in Höhe von 1 Milliarde Dollar an das in San Francisco ansässige Unternehmen Figma zahlen.
Erst im November war neue Fahrt in die Streitigkeiten rund um die Übernahme gekommen. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hatte erklärt, dass die Übernahme der Innovation von Software schaden würde, die von der überwiegenden Mehrheit der digitalen Designer im Vereinigten Königreich verwendet wird, und griff damit ähnliche Bedenken der EU hinsichtlich einer möglichen Einschränkung des Wettbewerbs auf.
Adobe hatte daraufhin bereits öffentlich gemacht, dass man der CMA keine Nachbesserungen zu dem Geschäft anbieten werde. Adobe vertritt den Standpunkt, dass man mit Figma in keiner Weise konkurriert.
Es hieß ganz konkret, dass das einzige Produkt, das für die kartellrechtliche Frage relevant sei, das Designwerkzeug Adobe XD sei, das in den letzten drei Jahren als eigenständige Anwendung 25 Millionen Dollar verloren habe und daher nicht als "Konkurrenz" anzusehen sei.
Erklärung vom Adobe-CEO Narayen
Der CEO von Adobe, Shantanu Narayen, erklärte nun, dass die Firmen mit den jüngsten Feststellungen der Regulierungsbehörden nicht einverstanden sind, aber glauben, dass es im jeweiligen Interesse ist, nun unabhängig voranzugehen.Das geplatzte Geschäft führt jetzt auch zu der Kritik, dass die Behörden Chancen für Start-ups ganz generell zunichtemachen könnten, wenn sie zu hohe regulatorische Hindernisse aufbauten.
Zusammenfassung
- Adobe und Figma stoppen 20-Milliarden-Deal
- Regulatorische Hindernisse in EU und UK
- Fusion wird nicht weiter verfolgt
- Adobe zahlt Figma 1 Milliarde Dollar
- Britische CMA gegen Übernahme
- Wettbewerbsbedenken bei Designsoftware
- Adobe sieht sich nicht als Konkurrent
- CEO Narayen: Unabhängigkeit bevorzugt
- Kritik an regulatorischen Barrieren
Siehe auch:
- Adobe stellt Spectrum 2 vor: ganz neues Design für Photoshop & Co.
- Kreativität trifft auf KI: Adobe Firefly im Fokus der Max Konferenz
- Adobe Photoshop im Web jetzt endlich für alle verfügbar
- Adobe Photoshop & Co.: Neue AI-Tools sorgen für Preiserhöhung
- Adobe Acrobat (Pro) im Test: Ein Blick auf den vielseitigen PDF-Editor
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