Adobe bekommt Ärger wegen überzogener Kündigungsgebühren

Der Softwarehersteller Adobe bekommt offenbar massiven Ärger mit den US-Behörden, weil seine oft als vollkommen überzogen kritisierten Gebühren für die Kündigung von Software-Abos als unrechtmäßig eingestuft werden könnten.
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Gebühren sind Kunden seit Jahren ein Dorn im Auge

Wie Adobe jüngst selbst gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC mitteilte, untersucht die Federal Trade Commission (FTC) als höchste Handelsaufsicht der USA diverse Beschwerden, laut denen der auf Produkte für die Bearbeitung von Fotos, Videos und andere Medien spezialisierte Softwareanbieter gegen Gesetze zum Verbraucherschutz verstoßen könnte. Adobe bittet die Kunden nämlich selbst bei der Kündigung ihrer Verträge für die nur noch als Abonnement erhältliche Software aus seiner Entwicklung noch einmal kräftig zur Kasse.

Wer etwa ein Jahresabonnement für die Adobe Creative Suite abgeschlossen hat, zu der populäre Tools wie Photoshop, Illustrator und Premiere gehören, muss zum Beispiel bei einer Kündigung nach neun Monaten noch 50 Prozent der Kosten für die verbleibende Dauer des Abonnements zahlen. Diese Regelung greift bereits ab 14 Tagen nach dem Abschluss des jeweiligen Abonnements und gilt auch in Europa.


FTC untersucht Beschwerden schon über ein Jahr

Laut Adobe läuft schon seit Mitte 2022 eine Untersuchung der FTC in einem zivilen Verfahren wegen der Kündigungsgebühren für die Software-Abos des Konzerns. Man kooperiere seitdem mit der Behörde, hieß es von Adobe. Dennoch könne es zu empfindlichen finanziellen Auswirkungen oder einer Geldstrafe kommen, so der Konzern weiter.

Wer ein Abonnement für Adobe-Produkte wie Photoshop oder Premiere abschließt, muss innerhalb von zwei Wochen kündigen, um sein Geld vollständig zurückzubekommen. Erfolgt die Kündigung nicht innerhalb von 14 Tagen, wird von Adobe sozusagen eine Strafzahlung auf Raten verlangt. Die meisten anderen Anbieter von Jahresabonnements erheben hingegen keine Kündigungsgebühren.

Bei Adobe sei man der Auffassung, dass die eigenen Angebote sich innerhalb der rechtlichen Vorgaben bewegen, hieß es von dem Konzern. Man führe daher entsprechende Diskussionen mit Mitarbeitern der FTC, so das Unternehmen. Aktuell haben die Behörden Adobe ohnehin auf dem Kieker, versucht die US-Firma doch seit einiger Zeit, den auf Design-Software spezialisierten Anbieter Figma zu übernehmen und erfährt dabei einiges an Gegenwind.

Zusammenfassung
  • Adobe hat Ärger wegen Kündigungsgebühren für Abos
  • FTC prüft Verstöße gegen Verbraucherschutzregeln
  • Kündigung nach 9 Monaten kostet 50% der Restlaufzeit
  • Seit Mitte 2022 läuft eine Untersuchung der FTC
  • Kooperation Adobes mit der Behörde
  • 14-Tage-Frist für volle Rückerstattung bei Adobe-Abos
  • Adobe sieht sich rechtlich im grünen Bereich

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