Tesla: Autopilot wird nach Unfällen auch in Deutschland modifiziert
Tesla baut auch in Europa das Verhalten der Funktionen für den Autopiloten bei seinen E-Autos um. Der Assistent wird künftig rigoros abgeschaltet, wenn der Fahrer nicht genügend reagiert. Hintergrund sind Untersuchungen in den USA zu Unfällen bei aktiviertem Autopiloten.
Das Update, mit dem der Umgang mit dem Autopiloten stark modifiziert wird, wird jetzt aber nicht mehr nur in den USA verteilt. Wie Sepp Reitberger, Chefredakteur beim deutschen Computermagazin Chip und selbst Fahrer eines Teslas, über X/Twitter verlauten ließ, wird das Update mit der Versionsnummer 2023.44.30.1 auch bei seinem Fahrzeug in Deutschland angeboten.
Im Gegenzug erkennt die Sicherheitsfunktion jetzt selbst kleinere Bewegungen des Lenkrads durch den Fahrer besser, sodass weniger Warnungen ausgegeben werden, solange man die Hände, wie verlangt, am Lenkrad behält. Außerdem wird die Aufforderung, das Lenkrad leicht zu drehen, um die Anwesenheit und Aufmerksamkeit des Fahrers nachzuweisen, jetzt besser sichtbar im Display des Teslas angezeigt.
Tatsächlich hatte Tesla im Kontext des Updates verlauten lassen, dass derartige Fahrzeuge erst zu einem nicht bekannten späteren Zeitpunkt mit dem Update versorgt werden sollen. Das Update sorgt unter anderem dafür, dass der Autopilot nach fünf Warnungen wegen mangelnder Aufmerksamkeit des Fahrers und darauffolgender automatischer Abschaltung auch bis zum Ende der Fahrt und darüber hinaus nicht mehr genutzt werden kann.
Tesla spricht dabei von einer "unsachgemäßen Nutzung", die dann bestehe, wenn der Fahrer fünf "erzwungene Deaktivierungen des Autopiloten" erhalten hat. Wurde der Autopilot aufgrund unsachgemäßer Nutzung deaktiviert, steht er dann laut Tesla für etwa eine Woche nicht mehr zur Verfügung.
Tesla ist also offenbar gezwungen, die Fahrer aufgrund des Drucks der US-Behörden zu mehr Verantwortungsbewusstsein und Aufmerksamkeit zu erziehen. Da Tesla versucht, die Software für seine Elektroautos in allen Regionen möglichst auf dem gleichen Stand zu halten, betrifft dies nun eben auch Kunden in Europa.
Siehe auch:
Sicherheitsfunktionen zu leicht zu umgehen
Seit letzter Woche läuft in den USA ein sogenannter "Recall", also ein "Rückruf", bei dem die Funktionen des Autopiloten bei gut zwei Millionen Elektroautos von Tesla in den Vereinigten Staaten per Software-Update umgebaut werden. Zuvor hatte die National Highway Transport Safety Authority (NHTSA) entschieden, dass Teslas Autopilot zu viele Schwachstellen aufweist, die Fahrern eine Umgehung der gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsfunktionen ermöglichen.Das Update, mit dem der Umgang mit dem Autopiloten stark modifiziert wird, wird jetzt aber nicht mehr nur in den USA verteilt. Wie Sepp Reitberger, Chefredakteur beim deutschen Computermagazin Chip und selbst Fahrer eines Teslas, über X/Twitter verlauten ließ, wird das Update mit der Versionsnummer 2023.44.30.1 auch bei seinem Fahrzeug in Deutschland angeboten.
Stärkere Überwachung des Fahrers per Kamera
Reitberger hat das Update nach eigener Aussage bereits installiert und ausprobiert, welche Änderungen bei der Nutzung des Autopiloten zu bemerken sind. Seinen Angaben zufolge erfolgt nun eine stärkere Überwachung der Aufmerksamkeit des Fahrers über die Kamera im Innenraum des Wagens, wobei häufiger eine Warnung ausgegeben wird, sobald der Fahrer "fünf Sekunden im Infotainment" aktiv ist.Im Gegenzug erkennt die Sicherheitsfunktion jetzt selbst kleinere Bewegungen des Lenkrads durch den Fahrer besser, sodass weniger Warnungen ausgegeben werden, solange man die Hände, wie verlangt, am Lenkrad behält. Außerdem wird die Aufforderung, das Lenkrad leicht zu drehen, um die Anwesenheit und Aufmerksamkeit des Fahrers nachzuweisen, jetzt besser sichtbar im Display des Teslas angezeigt.
Update in Deutschland nicht zwingend
Laut Reitberger muss das Autopilot-Update nicht zwingend bei in Deutschland genutzten Fahrzeugen von Tesla installiert werden. Bei Modellen ohne Ultraschallsensoren, also bei der Mehrzahl aller seit 2021 vertriebenen Teslas, sei dies aber sehr zu empfehlen, so der passionierte Elektroautofahrer. Abzuwarten bleibe, wie Tesla die Änderungen am Verhalten der Sicherheitsfunktionen für die Autopilot-Nutzung bei älteren Fahrzeugen ohne Kamera im Innenraum umsetzen will.Tatsächlich hatte Tesla im Kontext des Updates verlauten lassen, dass derartige Fahrzeuge erst zu einem nicht bekannten späteren Zeitpunkt mit dem Update versorgt werden sollen. Das Update sorgt unter anderem dafür, dass der Autopilot nach fünf Warnungen wegen mangelnder Aufmerksamkeit des Fahrers und darauffolgender automatischer Abschaltung auch bis zum Ende der Fahrt und darüber hinaus nicht mehr genutzt werden kann.
Tesla spricht dabei von einer "unsachgemäßen Nutzung", die dann bestehe, wenn der Fahrer fünf "erzwungene Deaktivierungen des Autopiloten" erhalten hat. Wurde der Autopilot aufgrund unsachgemäßer Nutzung deaktiviert, steht er dann laut Tesla für etwa eine Woche nicht mehr zur Verfügung.
Tesla ist also offenbar gezwungen, die Fahrer aufgrund des Drucks der US-Behörden zu mehr Verantwortungsbewusstsein und Aufmerksamkeit zu erziehen. Da Tesla versucht, die Software für seine Elektroautos in allen Regionen möglichst auf dem gleichen Stand zu halten, betrifft dies nun eben auch Kunden in Europa.
Zusammenfassung
- Tesla verschärft Autopilot-Sicherheitsfunktionen in Europa
- Autopilot schaltet bei Missachtung der Warnungen strikt ab
- USA: Rückrufaktion für mehr als zwei Millionen Teslas
- Update 2023.44.30.1 nun auch in Deutschland verfügbar
- Strenge Fahreraufmerksamkeitskontrolle durch Kamera
- Lenkradbewegungen werden besser erkannt
- Installation des Updates in Deutschland nicht obligatorisch
Siehe auch:
- Tesla stinkt: In Schweden bestreikt jetzt auch Müllabfuhr den Autobauer
- Unfälle mit Autopilot: Tesla startet 'Rückruf' für 2 Mio. Elektroautos
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Thema:
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