OpenAI: War ein "Sensationsdurchbruch" bei KIs schuld am Chaos?
OpenAI erlebte zuletzt ein beispielloses Chaos. Denn Ende letzter Woche wurde CEO Sam Altman gefeuert, nach einigen mehr als turbulenten Tagen ist dieser wieder als Chef installiert worden. Nun werden immer mehr Hintergründe bekannt - und die sind mehr als interessant.
Dazu hat die Nachrichtenagentur Reuters nun Neues herausfinden können und das ist spannend und mysteriös zugleich. Denn vor der Entlassung von Altman sollen mehrere Forschungsmitarbeiter einen Brief an den Aufsichtsrat geschrieben haben, in dem sie vor der Entdeckung einer mächtigen künstlichen Intelligenz warnen. Diese könnte ihrer Meinung nach die Menschheit bedrohen.
Gegenüber Reuters sagten zwei Insider, dass das Schreiben eine Rolle bei Altmans Entlassung gespielt habe. Konkret ging es darum, dass die Forscher Bedenken hatten, etwas zu kommerzialisieren, bevor man die Konsequenzen vollends versteht. Details aus dem Brief bzw. das Schreiben selbst konnte die Nachrichtenagentur aber eigenen Angaben nach nicht sehen.
Konkret sei das neue Modell in der Lage, mithilfe enormer Rechenressourcen bestimmte mathematische Probleme zu lösen, und zwar selbstständig. Das klingt zwar vielleicht trivial, ist es aber nicht. Denn aktuell sind generative KIs immer besser in der Lage, Texte zu schreiben. Das ist deshalb möglich, weil KIs gut darin sind, statistisch das nächste Wort vorherzusagen - u. a. deshalb, weil sie vorher mit großen Textmengen gefüttert worden sind.
Mathematische Probleme sind eine andere Sache, denn es gibt im Gegensatz zum Schreiben in der Regel nur eine Antwort. Die Lösung eines Rechenproblems erfordert eine weitaus höhere Denkfähigkeit. Vereinfacht gesagt, so Reuters: "Anders als ein Taschenrechner, der nur eine begrenzte Anzahl von Operationen lösen kann, kann AGI verallgemeinern, lernen und verstehen."
Siehe auch:
- OpenAI-CEO Sam Altman nach Entlassung wieder eingesetzt
- Entlassungsgrund von Altman vermutlich Richtungsstreit über ##a i="296" t="KI"##
- Forscher warnten vor KI-Risiken in Brief an Aufsichtsrat
- Brief könnte bei Altmans Entlassung eine Rolle gespielt haben
- OpenAI-Projekt Q* könnte Durchbruch in AGI bedeuten
- Q* vermag selbstständig mathematische Probleme zu lösen
- AGI unterscheidet sich von anderen KIs durch höhere Denkfähigkeit
Streit um Gefahr von KIs?
Warum wurde Sam Altman eigentlich gefeuert? Diese Frage beschäftigt immer noch die Technikwelt, denn zur völlig überraschenden Entlassung des mittlerweile wieder CEOs von OpenAI sind bisher im Wesentlichen nur Spekulationen bekannt. Vermutlich ging es um einen Richtungsstreit, der mit der Macht und auch Gefahr von KIs zu tun hatte und hat.Dazu hat die Nachrichtenagentur Reuters nun Neues herausfinden können und das ist spannend und mysteriös zugleich. Denn vor der Entlassung von Altman sollen mehrere Forschungsmitarbeiter einen Brief an den Aufsichtsrat geschrieben haben, in dem sie vor der Entdeckung einer mächtigen künstlichen Intelligenz warnen. Diese könnte ihrer Meinung nach die Menschheit bedrohen.
Gegenüber Reuters sagten zwei Insider, dass das Schreiben eine Rolle bei Altmans Entlassung gespielt habe. Konkret ging es darum, dass die Forscher Bedenken hatten, etwas zu kommerzialisieren, bevor man die Konsequenzen vollends versteht. Details aus dem Brief bzw. das Schreiben selbst konnte die Nachrichtenagentur aber eigenen Angaben nach nicht sehen.
Mathe-KI Q*
OpenAI selbst hat eine Anfrage dazu nicht beantwortet, intern gegenüber Mitarbeitern aber ein Projekt mit dem Namen Q* (wird als "Q-Star" ausgesprochen) bestätigt. Offenbar ist das Vorhaben auch innerhalb von OpenAI ein einigermaßen großes Geheimnis, es wird aber spekuliert, dass Q* ein Durchbruch auf dem Gebiet der Artificial General Intelligence (AGI) sein könnte, also der künstlichen allgemeinen Intelligenz.Konkret sei das neue Modell in der Lage, mithilfe enormer Rechenressourcen bestimmte mathematische Probleme zu lösen, und zwar selbstständig. Das klingt zwar vielleicht trivial, ist es aber nicht. Denn aktuell sind generative KIs immer besser in der Lage, Texte zu schreiben. Das ist deshalb möglich, weil KIs gut darin sind, statistisch das nächste Wort vorherzusagen - u. a. deshalb, weil sie vorher mit großen Textmengen gefüttert worden sind.
Mathematische Probleme sind eine andere Sache, denn es gibt im Gegensatz zum Schreiben in der Regel nur eine Antwort. Die Lösung eines Rechenproblems erfordert eine weitaus höhere Denkfähigkeit. Vereinfacht gesagt, so Reuters: "Anders als ein Taschenrechner, der nur eine begrenzte Anzahl von Operationen lösen kann, kann AGI verallgemeinern, lernen und verstehen."
Siehe auch:
- Das Chaos bei OpenAI ist zu Ende, Sam Altman kehrt als CEO zurück
- Chaos bei OpenAI verhilft Microsoft zu einem Höhenflug an der Börse
- Sam Altman könnte zurück zu OpenAI - Microsoft würde dem zustimmen
- OpenAI-Chaos: Hunderte Mitarbeiter drohen mit Wechsel zu Microsoft
- Drama um ChatGPT: OpenAI-CEO Altman geht zu Microsoft
Themen:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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