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Amazon kämpft gegen millionenschweren Betrug mit Rückerstattungen
In einem ersten größeren Prozess geht Amazon jetzt gegen eine Bande vor, die sich als "Betrugsdienstleister" versteht und für ihre "Kunden" gegen eine Gebühr bei Amazon zu Unrecht Rückerstattungen einfordert. Nun stehen fast 30 Personen vor Gericht.
REKK bezeichnet sich dabei selbst als Betrugsdienstleister, der in Online-Foren und sozialen Medien agiert und dort Privatpersonen illegale Rückerstattungen gegen eine Gebühr anbietet. Über solche Fälle hatten wir schon berichtet.
Das funktioniert so: Die Personen kaufen sich einen Artikel (etwa ein teures iPad oder ein MacBook) und zahlen dann an REKK einen Prozentsatz des Produktpreises, um eine betrügerische Rückerstattung zu erhalten.
REKK beantragt eine Rückerstattung und manipuliert die Kundendienstmitarbeiter von Amazon unter anderem durch Social-Engineering-Taktiken, aber auch über unerlaubten Zugang zu Amazon-Systemen und Bestechung von Insidern, um eine Rückerstattung ohne Rückgabe des gekauften Produkts zu erreichen.
Die Mitglieder von REKK zielen auf die Online-Marktplätze von Amazon in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa ab und verwenden verschiedene Telegram-Konten, um für ihre Dienste zu werben und mit Personen in Kontakt zu treten, die unrechtmäßige Rückerstattungen von Amazon verlangen wollen.
Ebenso werben sie auf Plattformen wie Nulled, Reddit und Discord für ihre Dienste.
Amazon ist solchen Betrügern schon länger auf der Spur, doch das Ausmaß nimmt immer weiter zu. "Allein im November unterstützte Amazon die Strafverfolgungsbehörden auf drei Kontinenten, um gegen mehrere Rückerstattungsgruppen vorzugehen, was zu Verhaftungen und der Zerschlagung von Organisationen führte, die für Betrügereien in Millionenhöhe verantwortlich sind", erklärte Jamie Wendell, Anwalt für Cyberkriminalität, bei Amazon.
"Nutzer von illegalen Rückerstattungsdiensten sollten wissen, dass es sich hierbei nicht um ein Verbrechen ohne Opfer handelt und dass diese Aktivitäten reale Konsequenzen haben. Amazon bleibt standhaft im Engagement, die Bösewichte zu verfolgen, um diese Machenschaften zu stoppen", so Wendell.
Allein im letzten Jahr hat Amazon nach eigenen Angaben rund 1,2 Milliarden Dollar für die Beschäftigung von Ermittlern ausgegeben, die Aktivitäten manuell überprüfen, um betrügerische Praktiken zu verhindern, sowie für die Beschäftigung von mehr als 15.000 Mitarbeitern, um Diebstahl, Betrug und Missbrauch zu stoppen.
Nach der Entdeckung von betrügerischen Aktivitäten ergreift das Unternehmen nach eigenen Angaben verschiedene Maßnahmen, um diese zu unterbinden. Darunter die Benachrichtigung von Kunden, die Kündigung von Konten und die Sperrung von Personen, die in Rückerstattungsbetrug verwickelt sind, für die Erstellung neuer Konten.
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Siehe auch:
Ausgeklügeltes, illegales Rückerstattungssystem
Amazon hat rechtliche Schritte gegen ein ausgeklügeltes Rückerstattungssystem eingeleitet, das zum Diebstahl von Produkten im Wert von Millionen von Dollar geführt hat. Die Klage richtet sich gegen 20 Mitglieder einer internationalen betrügerischen Organisation, die als REKK bekannt ist, sowie gegen sieben ehemalige Amazon-Mitarbeiter, die als Insider agierten, heißt es in der Klageschrift.REKK bezeichnet sich dabei selbst als Betrugsdienstleister, der in Online-Foren und sozialen Medien agiert und dort Privatpersonen illegale Rückerstattungen gegen eine Gebühr anbietet. Über solche Fälle hatten wir schon berichtet.
Das funktioniert so: Die Personen kaufen sich einen Artikel (etwa ein teures iPad oder ein MacBook) und zahlen dann an REKK einen Prozentsatz des Produktpreises, um eine betrügerische Rückerstattung zu erhalten.
REKK beantragt eine Rückerstattung und manipuliert die Kundendienstmitarbeiter von Amazon unter anderem durch Social-Engineering-Taktiken, aber auch über unerlaubten Zugang zu Amazon-Systemen und Bestechung von Insidern, um eine Rückerstattung ohne Rückgabe des gekauften Produkts zu erreichen.
So groß ist das Ganze
Im November 2019 behauptete REKK, über 100.000 Bestellungen bei verschiedenen Einzelhändlern an mehr als 30.000 Kunden weltweit erstattet zu haben. Infografik Umfrage: Die beliebtesten Onlineshops der Deutschen
Die Mitglieder von REKK zielen auf die Online-Marktplätze von Amazon in den Vereinigten Staaten, Kanada und Europa ab und verwenden verschiedene Telegram-Konten, um für ihre Dienste zu werben und mit Personen in Kontakt zu treten, die unrechtmäßige Rückerstattungen von Amazon verlangen wollen.
Ebenso werben sie auf Plattformen wie Nulled, Reddit und Discord für ihre Dienste.
Amazon ist solchen Betrügern schon länger auf der Spur, doch das Ausmaß nimmt immer weiter zu. "Allein im November unterstützte Amazon die Strafverfolgungsbehörden auf drei Kontinenten, um gegen mehrere Rückerstattungsgruppen vorzugehen, was zu Verhaftungen und der Zerschlagung von Organisationen führte, die für Betrügereien in Millionenhöhe verantwortlich sind", erklärte Jamie Wendell, Anwalt für Cyberkriminalität, bei Amazon.
"Nutzer von illegalen Rückerstattungsdiensten sollten wissen, dass es sich hierbei nicht um ein Verbrechen ohne Opfer handelt und dass diese Aktivitäten reale Konsequenzen haben. Amazon bleibt standhaft im Engagement, die Bösewichte zu verfolgen, um diese Machenschaften zu stoppen", so Wendell.
Allein im letzten Jahr hat Amazon nach eigenen Angaben rund 1,2 Milliarden Dollar für die Beschäftigung von Ermittlern ausgegeben, die Aktivitäten manuell überprüfen, um betrügerische Praktiken zu verhindern, sowie für die Beschäftigung von mehr als 15.000 Mitarbeitern, um Diebstahl, Betrug und Missbrauch zu stoppen.
Nach der Entdeckung von betrügerischen Aktivitäten ergreift das Unternehmen nach eigenen Angaben verschiedene Maßnahmen, um diese zu unterbinden. Darunter die Benachrichtigung von Kunden, die Kündigung von Konten und die Sperrung von Personen, die in Rückerstattungsbetrug verwickelt sind, für die Erstellung neuer Konten.
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Zusammenfassung
- Amazon klagt gegen Betrugsdienstleister REKK
- Fast 30 Personen wegen Rückerstattungsbetrug vor Gericht
- REKK bot illegale Rückerstattungen gegen Gebühr an
- Ehemalige Amazon-Mitarbeiter als Insider beteiligt
- REKK manipulierte Kundendienst über Social Engineering
- Amazon investierte 1,2 Milliarden Dollar gegen Betrug
- Unternehmen sperrt Konten bei Betrugsverdacht
Siehe auch:
Thema:
Amazons Aktienkurs in Euro
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