Amazon steigt jetzt in Wettbewerbsschlacht gegen Microsoft ein
Microsoft steht inzwischen nicht mehr nur durch Google unter juristischem Beschuss. Auch Amazon schließt sich einem Verfahren gegen den Softwarekonzern an, in dem es um die Geschäftspraktiken mit den derzeit am schnellsten wachsenden Umsätzen geht.
Es geht dabei unter anderem um die Verbindung bestimmter Softwarelizenzen mit Cloud-Services. Laut den Beschwerden habe Microsoft sowohl 2019 als auch 2022 Anpassungen an seinem Lizenzsystem vorgenommen, die es Bestandskunden vor allem erschweren sollten, möglicherweise zu einem anderen Anbieter von Cloud-Diensten zu wechseln.
Dies sehe so aus, dass Microsoft-Kunden eine bestimmte Anwendung, für die sie die Nutzungsrechte erworben haben, laut den Vertragsbestimmungen nur in Verbindung mit Microsofts hauseigenen Azure-Services verwenden dürfen. Prinzipiell könnten sie zwar in die Cloud Googles oder Amazons wechseln, könnten ihre vorhandenen Lizenzen dann aber nicht mehr weiterverwenden, sondern müssten neue kaufen. Der eventuelle finanzielle Vorteil einer Umstellung auf das Konkurrenzangebot wäre dann in der Regel dahin.
Amazon steht parallel selbst auch im Fokus der CMA. Auch gegen den Handelskonzern laufen Untersuchungen, nachdem die Regulierungsbehörde Ofcom Vorwürfe erhoben hatte, dass auch dieser Maßnahmen ergreift, um Kunden vom Wechsel zur Konkurrenz abzuhalten.
Siehe auch:
Wechsel erschwert
Amazon bekräftigte in einer Stellungnahme gegenüber der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA), dass Microsoft im Cloud-Geschäft so agiert, dass Kunden nur schwerlich zu einem eventuell besseren Konkurrenten wechseln können. Zuvor hatte Google mit gleichwertigen Vorwürfen den Stein ins Rollen gebracht.Es geht dabei unter anderem um die Verbindung bestimmter Softwarelizenzen mit Cloud-Services. Laut den Beschwerden habe Microsoft sowohl 2019 als auch 2022 Anpassungen an seinem Lizenzsystem vorgenommen, die es Bestandskunden vor allem erschweren sollten, möglicherweise zu einem anderen Anbieter von Cloud-Diensten zu wechseln.
Dies sehe so aus, dass Microsoft-Kunden eine bestimmte Anwendung, für die sie die Nutzungsrechte erworben haben, laut den Vertragsbestimmungen nur in Verbindung mit Microsofts hauseigenen Azure-Services verwenden dürfen. Prinzipiell könnten sie zwar in die Cloud Googles oder Amazons wechseln, könnten ihre vorhandenen Lizenzen dann aber nicht mehr weiterverwenden, sondern müssten neue kaufen. Der eventuelle finanzielle Vorteil einer Umstellung auf das Konkurrenzangebot wäre dann in der Regel dahin.
Auch Amazon im Visier
Die Anwälte Amazons zitierten in ihrer Stellungnahme eine Analyse des Pariser Wirtschaftsprofessors Frédéric Jenny, der sich mit genau dieser Frage beschäftigte. Er stellte fest, dass "Kunden bei der Auswahl von Microsofts Flaggschiff-Produktivitätssoftware Microsoft 365 gezwungen sind, eine zusätzliche Lizenzgebühr zu zahlen, wenn sie sich für einen Drittanbieter von Cloud-Infrastruktur anstelle von Microsofts hauseigenem Angebot, Azure, entscheiden". Dies wiederum erhöht die Kosten für die Wahl eines Konkurrenten und "kann die Freiheit der Kunden beim Mischen von Cloud-Lösungen auf der Grundlage von Preis- und Qualitätserwägungen einschränken."Amazon steht parallel selbst auch im Fokus der CMA. Auch gegen den Handelskonzern laufen Untersuchungen, nachdem die Regulierungsbehörde Ofcom Vorwürfe erhoben hatte, dass auch dieser Maßnahmen ergreift, um Kunden vom Wechsel zur Konkurrenz abzuhalten.
Zusammenfassung
- Microsoft wird auch von Amazon juristisch angegriffen
- Vorwurf: Kundenbindung an eigene Cloud-Services erschwert Wechsel
- Lizenzsystem-Änderungen bei Microsoft behindern Anbieterwechsel
- Nutzung erworbener Softwarelizenzen nur mit Azure-Services erlaubt
- Wechsel zu Google oder Amazon erfordert Neukauf von Lizenzen
- Analyse: Microsoft 365 Nutzer zahlen mehr bei Drittanbieter-Clouds
- Amazon ebenfalls wegen Kundenbindung unter Beobachtung der CMA
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