Forscher rechnen vor: Schneller Kohleausstieg bringt hohe Gewinne
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschieben sich immer weiter dahin, dass sich die Energiewende massiv beschleunigen wird. Inzwischen ist es billiger, bestehende Kohlekraftwerke abzuschalten und durch erneuerbare Energien und Batterien zu ersetzen.
Für Deutschland rechnen die an der Arbeit beteiligten Wissenschaftler mit einem Investitionsbedarf von rund 120 Milliarden Euro, um alle Kohlekraftwerke bis 2030 abzuschalten und durch ausreichende Mengen an regenerativen Erzeugern und großen Speicheranlagen zu ersetzen. Das ist durchaus eine nicht gerade kleine Summe.
Allerdings verweisen die Forscher darauf, dass man eben nicht nur die Kosten anschauen darf. Jede Investition führt direkt dazu, dass man deutlich billiger Strom produzieren kann - immerhin liegen die Erzeugungskosten bei Wind- und Solarstrom gerade einmal bei einem Drittel dessen, was bei der Kohleverbrennung anfällt. Selbst wenn man den Bau der benötigten Speicher mitberechnet, wird es billiger - auch deshalb, weil die immer weiter ausgebaute Massenproduktion und die technische Entwicklung die Preise schnell sinken lassen.
Fast identische Effekte rechnen die Forscher auch für viele andere Länder und Regionen vor. Sie verweisen beispielsweise darauf, dass die Produktion von Kohlestrom in China und Indien zwar billiger ist als hierzulande, dafür können diese Staaten aber auch auf mehr Sonnenstunden und eine höhere Intensität der Einstrahlung setzen, was eben auch den Solarstrom noch billiger macht.
Um beim Klima nicht völlig über die 1,5 Grad-Marke hinauszuschießen, müssten 22 Gigatonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Der vorgeschlagene Austausch der Kohlekraftwerke würde schon 10 Gigatonnen bringen und wäre damit ein gewaltiger Schritt vorwärts. Weltweit rechnen die Forscher damit, dass die Umstellung über die kommenden 30 Jahre hinweg einen Gewinn von sechs Billionen Euro bringt.
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Investitionen nötig - aber ...
Weltweit spielen die rund 2500 aktiven Kohlekraftwerke noch immer eine große Rolle in der Stromerzeugung und sind gleichzeitig mit die größten Quellen von Treibhausgasen. Eine neue Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass man bis 2030 um die 90 Prozent dieser Anlagen stilllegen und damit den CO2-Ausstoß des Energiesektors um 25 Prozent reduzieren könnte - und am Ende würde man mit einem Gewinn aus der Sache herausgehen, berichtet die Tagesschau.Für Deutschland rechnen die an der Arbeit beteiligten Wissenschaftler mit einem Investitionsbedarf von rund 120 Milliarden Euro, um alle Kohlekraftwerke bis 2030 abzuschalten und durch ausreichende Mengen an regenerativen Erzeugern und großen Speicheranlagen zu ersetzen. Das ist durchaus eine nicht gerade kleine Summe.
Allerdings verweisen die Forscher darauf, dass man eben nicht nur die Kosten anschauen darf. Jede Investition führt direkt dazu, dass man deutlich billiger Strom produzieren kann - immerhin liegen die Erzeugungskosten bei Wind- und Solarstrom gerade einmal bei einem Drittel dessen, was bei der Kohleverbrennung anfällt. Selbst wenn man den Bau der benötigten Speicher mitberechnet, wird es billiger - auch deshalb, weil die immer weiter ausgebaute Massenproduktion und die technische Entwicklung die Preise schnell sinken lassen.
10 Gigatonnen CO₂
Den 120 Milliarden Euro stehen dann über die kommenden 30 Jahre gesehen ein wirtschaftlicher Überschuss von mindestens 550 Milliarden Euro gegenüber. Die hohen Ausgaben in den kommenden Jahren wären also allein schon ökonomisch eine lohnende Investition in die Zukunft - dazu kommen natürlich noch die Effekte im Klimaschutz. Und auch hinsichtlich der Arbeitsplätze sehen die Autoren der Studie keine Probleme. Da beim Umbau der Infrastruktur viele Fachkräfte benötigt werden, könnte man die heutigen Beschäftigten der Kohle-Branche mit etwas anderen Aufgaben weiter in Lohn und Brot halten.Fast identische Effekte rechnen die Forscher auch für viele andere Länder und Regionen vor. Sie verweisen beispielsweise darauf, dass die Produktion von Kohlestrom in China und Indien zwar billiger ist als hierzulande, dafür können diese Staaten aber auch auf mehr Sonnenstunden und eine höhere Intensität der Einstrahlung setzen, was eben auch den Solarstrom noch billiger macht.
Um beim Klima nicht völlig über die 1,5 Grad-Marke hinauszuschießen, müssten 22 Gigatonnen CO₂-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Der vorgeschlagene Austausch der Kohlekraftwerke würde schon 10 Gigatonnen bringen und wäre damit ein gewaltiger Schritt vorwärts. Weltweit rechnen die Forscher damit, dass die Umstellung über die kommenden 30 Jahre hinweg einen Gewinn von sechs Billionen Euro bringt.
Zusammenfassung
- Energiewende beschleunigt durch günstigere erneuerbare Energien
- Abschaltung von Kohlekraftwerken bis 2030 senkt CO₂ um 25%
- In Deutschland 120 Milliarden Euro für Ersatz von Kohle nötig
- Investition in Erneuerbare und Speicher ökonomisch sinnvoll
- Wirtschaftlicher Überschuss von 550 Milliarden Euro erwartet
- Globaler Gewinn durch Energiewende bei sechs Billionen Euro
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