Kohle-Konzern baut riesigen Redox-Flow-Akku mit 500 MWh Kapazität

Der Lausitzer Braunkohle-Konzern LEAG will gemeinsam mit einem Partner aus den USA einen Durchbruch für eine neue Großbatterie-Technik schaffen: Gemeinsam will man an einem Kraftwerksstandort eine große Eisen-Redox-Flow-Batterie installieren.
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Die Umsetzung des Projekts mit dem Stromspeicher-Spezialisten ESS ist in Boxberg (Oberlausitz) geplant. Dort betreibt die LEAG seit langer Zeit ein Braunkohlekraftwerk. Längst ist aber klar, dass die Kohleverstromung auf ihr Ende zuläuft und neue Konzepte hermüssen. Die LEAG will gern weiter der dominante Energieerzeuger der Region bleiben und hat daher die Transformation hin zur Nutzung erneuerbarer Energieträger begonnen.

Neben Windkraft- und Photovoltaikanlagen sind auch Batteriespeicher ein zentraler Bestandteil dessen. In Boxberg will das Unternehmen allerdings nicht auf klassische Lithium-Ionen-Batterien setzen, sondern auf die Redox-Flow-Technologie. Der Aufbau solcher Systeme ist komplizierter, dafür lässt sich die Speicherkapazität vergleichsweise einfach durch die Größe der Elektrolyt-Tanks skalieren und insbesondere bei Großprojekten ist der Preis auch geringer.


Nur der Startschuss

Die Batterie in Boxberg wird allerdings durchaus einen Meilenstein in der Arbeit mit dieser Technologie darstellen. Denn die LEAG plant hier ein System mit einer Speicherkapazität von 500 Megawattstunden. Bei Bedarf soll der Speicher bis zu 50 Megawatt auf einmal ins Stromnetz einspeisen können. Der Akku, dessen Bau man jetzt beschlossen hat, soll im Jahr 2027 in den Regelbetrieb gehen.

Die Eisen-Redox-Flow-Batterie in Boxberg stellt dann allerdings nur das Pilotprojekt dar. Das Unternehmen will an seinen Kraftwerkstandorten eine Batterie-Speicherkapazität von zwei bis drei Gigawattstunden aufbauen. Diese sollen aber nur einen Teil der Überschuss-Produktion von Wind- und Solarkraftwerken, die es auf eine Leistung von 7 bis 14 Gigawatt bringen sollen, aufnehmen. Einen weiteren Teil will wie LEAG in eine Wasserstoffproduktions-Anlage leiten, die bis zu 2 Gigawatt aufnehmen kann.

Zusammenfassung
  • LEAG will in Boxberg/O.L. eine Eisen-Redox-Flow-Batterie installieren
  • 500 Megawattstunden Speicherkapazität.
  • 50 Megawatt pro Stunde Einspeisung in das Stromnetz.
  • Pilotprojekt für 2-3 Gigawattstunden Speicher an LEAG-Standorten.
  • LEAG will 7-14 Gigawatt Wind- und Solarleistung erzeugen.
  • 2 Gigawatt sollen in Wasserstoffproduktions-Anlage geleitet werden.

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