Designfehler bei SanDisk-SSDs:
Neue Vorwürfe gegen Western Digital
Seit geraumer Zeit gibt es Hinweise zu massiven Problemen mit SSDs des Herstellers SanDisk, die reihenweise ausfallen und damit Daten zerstören. Der Hersteller hat bereits Updates herausgegeben, mit wenig Erfolg. Doch nun meldet sich ein Datenrettungs-Unternehmen zu Wort.
Sein Unternehmen hat laut eigenen Angaben den eigentlichen Grund für die Probleme mit den SSDs entdeckt - und die lassen sich, anders als das Western Digital behauptet, nicht mit einem Software-Update lösen.
"Es ist auf jeden Fall ein Hardware-Problem", so Häfele. "Es handelt sich um eine Design- und Konstruktionsschwäche. Der komplette Lötprozess der SSD stellt ein Problem dar. Das verwendete Lötmaterial, also das Lötzinn, wirft Blasen und bricht deshalb leichter."
Das ist aber allem Anschein nach nicht alles - Attingo hat das Problem weiter analysiert. "Außerdem sind die verwendeten Komponenten viel zu groß für das Layout, das auf der Platine vorgesehen ist. Dadurch stehen die Bauteile über die Platine und der Kontakt zu den vorgesehenen Pads ist schwächer. Es reicht eine Kleinigkeit aus, damit Lötstellen plötzlich brechen."
Diese Designfehler lassen sich natürlich nicht mit einem Software-Update beheben und vermutlich auch nicht abmildern, falls das die Idee hinter dem von Western Digital herausgegebenen Update sein sollte. "Man kann diese aus der Ferne nicht reparieren oder nachbessern", so der Experte.
Demnach findet man nun auch Epoxidharz dort, wo die Lötstellen häufig brechen. "Es liegt der Verdacht nahe, dass Western Digital das Problem erkannt hat und so die Teile haltbarer machen will. So wollen sie einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor bieten, doch diese Modelle landen ebenfalls bei uns", sagt Häfele.
Western Digital wollte laut FutureZone bisher nicht auf diese Vorwürfe reagieren.
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Siehe auch:
SanDisk hat ein echtes Hardware-Problem
In einem Gespräch mit FutureZone-Autorin Barbara Wimmer äußert sich Markus Häfele, Geschäftsführer der Attingo Datenretter GmbH, jetzt zu dem leidigen Thema.Sein Unternehmen hat laut eigenen Angaben den eigentlichen Grund für die Probleme mit den SSDs entdeckt - und die lassen sich, anders als das Western Digital behauptet, nicht mit einem Software-Update lösen.
"Es ist auf jeden Fall ein Hardware-Problem", so Häfele. "Es handelt sich um eine Design- und Konstruktionsschwäche. Der komplette Lötprozess der SSD stellt ein Problem dar. Das verwendete Lötmaterial, also das Lötzinn, wirft Blasen und bricht deshalb leichter."
Das ist aber allem Anschein nach nicht alles - Attingo hat das Problem weiter analysiert. "Außerdem sind die verwendeten Komponenten viel zu groß für das Layout, das auf der Platine vorgesehen ist. Dadurch stehen die Bauteile über die Platine und der Kontakt zu den vorgesehenen Pads ist schwächer. Es reicht eine Kleinigkeit aus, damit Lötstellen plötzlich brechen."
Diese Designfehler lassen sich natürlich nicht mit einem Software-Update beheben und vermutlich auch nicht abmildern, falls das die Idee hinter dem von Western Digital herausgegebenen Update sein sollte. "Man kann diese aus der Ferne nicht reparieren oder nachbessern", so der Experte.
Neue Vorwürfe gegen Western Digital
Zudem glaubt Häfele, dass Western Digital das Problem selbst bereits erkannt hat. Bei einigen Versionen der SSDs, die seine Experten zur Datenrettung in die Hände bekommen haben, wurde am Design schon etwas nachgebessert.Demnach findet man nun auch Epoxidharz dort, wo die Lötstellen häufig brechen. "Es liegt der Verdacht nahe, dass Western Digital das Problem erkannt hat und so die Teile haltbarer machen will. So wollen sie einen zusätzlichen Sicherheitsfaktor bieten, doch diese Modelle landen ebenfalls bei uns", sagt Häfele.
Western Digital wollte laut FutureZone bisher nicht auf diese Vorwürfe reagieren.
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Zusammenfassung
- SanDisk-SSDs fallen massenhaft aus
- Hersteller-Updates wenig erfolgreich
- Attingo: Ursache ist Hardware-Problem
- Lötprozess und Material fehlerhaft
- Bauteile zu groß für Platine
- Software-Update kann Fehler nicht beheben
- Western Digital versucht Nachbesserung
Siehe auch:
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