Satellitenkommunikation per Android:
Qualcomm gibt große Pläne auf
Qualcomms Plan, satellitenbasierte Kommunikation im großen Stil auch auf Android-Geräten mit seinen Chips verfügbar zu machen, ist zunächst gescheitert. Die großen Smartphone-Hersteller wie Samsung haben kein Interesse an der aktuellen Art der Umsetzung.
Wie Qualcomm gestern mitteilte, habe man zwar gemeinsam mit Iridium die für die Satellitenkommunikation mit "normalen" Smartphones nötige Technologie erfolgreich entwickelt und demonstriert, doch hätten die Gerätehersteller das bisherige Konzept nicht für ihre fertigen Produkte übernommen. Qualcomm habe sich deshalb entschieden, die Kooperation mit Iridium zu beenden.
Einfach in den Himmel zeigen: So sollte Snapdragon Connect funktionieren
Qualcomm zufolge liegt der Grund für das Desinteresse aufseiten der Smartphone-Hersteller an dem gemeinsam mit Iridium entwickelten Satelliten-Kommunikationssystem darin, dass sich die Hardware-Partner eine standardbasierte Lösung wünschen. Die proprietäre Lösung, welche man Anfang 2023 vorgestellt hatte, werde deshalb aufgegeben. Iridium sei aber weiterhin Partner, wenn es um der Arbeit an einer offenen Lösung geht, beteuerte Qualcomm.
Langfristig sollten, die Verfügbarkeit entsprechender Angebote der Netzbetreiber immer vorausgesetzt, auch Telefonie und Internet über Satellit auf den mit Snapdragon Satellite ausgerüsteten Smartphones möglich werden. Der Konkurrent MediaTek bietet die Satellitenkommunikation in Form von Nachrichten, SOS-Notrufen und Standortübertragung im kleinen Maßstab bereits an.
Allerdings sind mit dem CAT S75 und Motorola Defy 2 in westlichen Märkten bisher nur zwei (Rugged)-Smartphone auf MediaTek-Basis mit Unterstützung für die in diesem Fall über den Iridium-Konkurrenten Skylo realisierte Satellitenkommunikation erhältlich. Huawei bietet in China eine eigene proprietäre Lösung an. Es bleibt abzuwarten, ob und wann Qualcomm sein Projekt für die Integration von satellitenbasierter Unterstützung auf Android-Smartphones wiederbeleben kann und eventuell eine offene Lösung vorstellt.
Siehe auch:
Snapdragon Satellite: Aus fürs Projekt
Im Januar hatte Qualcomm zusammen mit dem Satelliten-Betreiber Iridium große Pläne für die Adaption von satellitenbasierter Kommunikation in vielen Android-Smartphones angekündigt. Das sogenannte Snapdragon Satellite Connect sollte rasch und breit verfügbar gemacht werden. Daraus wird nun aber nichts, denn Qualcomm hat jetzt die Trennung von Iridium als Satellitenpartner bekannt gegeben.Wie Qualcomm gestern mitteilte, habe man zwar gemeinsam mit Iridium die für die Satellitenkommunikation mit "normalen" Smartphones nötige Technologie erfolgreich entwickelt und demonstriert, doch hätten die Gerätehersteller das bisherige Konzept nicht für ihre fertigen Produkte übernommen. Qualcomm habe sich deshalb entschieden, die Kooperation mit Iridium zu beenden.
Einfach in den Himmel zeigen: So sollte Snapdragon Connect funktionieren
Qualcomm zufolge liegt der Grund für das Desinteresse aufseiten der Smartphone-Hersteller an dem gemeinsam mit Iridium entwickelten Satelliten-Kommunikationssystem darin, dass sich die Hardware-Partner eine standardbasierte Lösung wünschen. Die proprietäre Lösung, welche man Anfang 2023 vorgestellt hatte, werde deshalb aufgegeben. Iridium sei aber weiterhin Partner, wenn es um der Arbeit an einer offenen Lösung geht, beteuerte Qualcomm.
Apple bietet nur im Notfall Satelliten-Messaging
Bisher bietet nur Apple auf seinen aktuellen und letztjährigen iPhone-Modellen in größerem Maßstab die Option, zumindest im Notfall satellitengestütztes Messaging zu nutzen. Qualcomm wollte diese Möglichkeit ebenfalls bieten und plante darüber hinaus, auch die Unterstützung für reguläres Messaging abseits von Notsituationen über Satellit zu ermöglichen.Langfristig sollten, die Verfügbarkeit entsprechender Angebote der Netzbetreiber immer vorausgesetzt, auch Telefonie und Internet über Satellit auf den mit Snapdragon Satellite ausgerüsteten Smartphones möglich werden. Der Konkurrent MediaTek bietet die Satellitenkommunikation in Form von Nachrichten, SOS-Notrufen und Standortübertragung im kleinen Maßstab bereits an.
Allerdings sind mit dem CAT S75 und Motorola Defy 2 in westlichen Märkten bisher nur zwei (Rugged)-Smartphone auf MediaTek-Basis mit Unterstützung für die in diesem Fall über den Iridium-Konkurrenten Skylo realisierte Satellitenkommunikation erhältlich. Huawei bietet in China eine eigene proprietäre Lösung an. Es bleibt abzuwarten, ob und wann Qualcomm sein Projekt für die Integration von satellitenbasierter Unterstützung auf Android-Smartphones wiederbeleben kann und eventuell eine offene Lösung vorstellt.
Zusammenfassung
- Qualcomm bricht satellitenbasierte Kommunikation mit Iridium ab
- Smartphone-Hersteller lehnen Umsetzung ab
- Qualcomm/Iridium-Technologie entwickelt, aber nicht angenommen
- Hersteller bevorzugen standardbasierte Lösung
- Apple bietet bereits Messaging über Satellit auf iPhones
- Qualcomm plante erweiterte Kommunikation
- MediaTek bietet satellitenbasierte Kommunikation im kleinen Maßstab
Siehe auch:
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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