Saturn: Die typischen Ringe sind in zwei Jahren nicht mehr zu sehen
Der Saturn ist aufgrund seiner spektakulären Ringe bei Hobby-Astronomen eines der beliebtesten Beobachtungsziele. Wer diese aber noch einmal in voller Pracht sehen will, muss sich beeilen - denn schon bald unterscheidet sich Saturn kaum noch von anderen Planeten.
Dies liegt daran, dass man dann von der Erde aus direkt seitlich auf den Äquator des Saturn schaut. Die Ringe sind dann bestenfalls noch als schmaler Strich zu erkennen, mit handelsüblichen Instrumenten aber eher gar nicht mehr. Denn das Ringsystem erstreckt sich zwar bei der Draufsicht über einen großen Bereich von hunderttausenden Kilometern Durchmesser, die Ringe sind aber gerade einmal 90 bis 400 Meter dick.
Sichtachse auf die Saturn-Ringe (Bild: NASA)
Angesichts dessen, dass sich der Planet weit über eine Milliarde Kilometer von der Erde entfernt befindet, wäre eine Beobachtung der Ringe bei einer Sichtachse auf den Äquator in etwa so, als würde man ein Blatt Papier von der Seite wahrnehmen wollen, das jemand auf einer anderen Seite eines Fußballplatzes vorzeigt.
Generell gibt es aber einen Trend, nach dem das Ringsystem sich nach und nach auflöst. Das liegt unter anderem daran, dass die Monde des Saturns, die sich teils innerhalb der Ringe bewegen, die Materie nach und nach aufsaugen. Irgendwann wird sich das typische Bild des Saturn ganz aufgelöst haben. Das ist aus menschlicher Perspektive aber erst in ferner Zukunft der Fall - in kosmischen Maßstäben aber durchaus in Kürze: nämlich in etwa 300 Millionen Jahren.
Siehe auch:
Schmale Streifen
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat darauf hingewiesen, dass sich der Sichtbarkeits-Zyklus des Ringsystems demnächst einem Zustand nähert, an dem die Ringe von der Erde aus bestenfalls noch mit hervorragenden Teleskopen zu sehen sind. In gut 18 Monaten werden sie nahezu komplett verschwunden sein.Dies liegt daran, dass man dann von der Erde aus direkt seitlich auf den Äquator des Saturn schaut. Die Ringe sind dann bestenfalls noch als schmaler Strich zu erkennen, mit handelsüblichen Instrumenten aber eher gar nicht mehr. Denn das Ringsystem erstreckt sich zwar bei der Draufsicht über einen großen Bereich von hunderttausenden Kilometern Durchmesser, die Ringe sind aber gerade einmal 90 bis 400 Meter dick.
Sichtachse auf die Saturn-Ringe (Bild: NASA)
Angesichts dessen, dass sich der Planet weit über eine Milliarde Kilometer von der Erde entfernt befindet, wäre eine Beobachtung der Ringe bei einer Sichtachse auf den Äquator in etwa so, als würde man ein Blatt Papier von der Seite wahrnehmen wollen, das jemand auf einer anderen Seite eines Fußballplatzes vorzeigt.
2032 wieder in voller Pracht
Aktuell beträgt die Neigung des Ringsystems zur Sichtachse Erde-Saturn noch knapp 9 Grad. Im nächsten Jahr schmilzt sie auf 3,7 Grad, um dann 2025 sogar 0 Grad zu erreichen. Dann aber geht es wieder aufwärts mit der Sichtbarkeit der charakteristischen Ringe. Im Jahr 2032 erreicht die Sichtachse wieder eine maximale Neigung von 27 Grad und das Ringsystem ist mit voller Pracht zu sehen.Generell gibt es aber einen Trend, nach dem das Ringsystem sich nach und nach auflöst. Das liegt unter anderem daran, dass die Monde des Saturns, die sich teils innerhalb der Ringe bewegen, die Materie nach und nach aufsaugen. Irgendwann wird sich das typische Bild des Saturn ganz aufgelöst haben. Das ist aus menschlicher Perspektive aber erst in ferner Zukunft der Fall - in kosmischen Maßstäben aber durchaus in Kürze: nämlich in etwa 300 Millionen Jahren.
Zusammenfassung
- Saturns Ringe werden in 18 Monaten von der Erde aus nahezu unsichtbar
- Ursache: Sicht von der Erde aus direkt seitlich auf Saturns Äquator
- Ringe dann bestenfalls als schmaler Strich erkennbar
- Sichtbarkeit der Ringe verbessert sich ab 2025, max. Neigung 27 Grad 2032
- Saturn-Ringe lösen sich auf, verschwinden in ca. 300 Mio. Jahren.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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