Tesla freigesprochen: Autopilot ist nicht schuld an tödlichem Unfall
Teslas Autopilot steht immer wieder in der Kritik, denn viele meinen, dass diese Assistenzfunktion zu viel verspricht und dazu verleitet, sich zu sehr darauf zu verlassen. Das war auch der Vorwurf bei einem tödlichen Unfall. Doch Tesla wurde nun freigesprochen.
Micah Lee, der Fahrer des Autos, starb dabei und laut Angaben der Familie hatte er zum Zeitpunkt des Unfalls den Autopiloten aktiviert. Dieser eigentlich nur zur Unterstützung gedachte Funktionalität gab die Familie die Schuld an dem Unfall und verklagte Tesla. Einer der Vorwürfe war, dass Tesla gewusst haben soll, dass der Autopilot "defekt" gewesen sei, als Familie Lee das Fahrzeug gekauft hat.
Konkret verwies Tesla im Fall von Micah Lee, dass dieser vor dem Unfall Alkohol getrunken habe und meinte zudem, dass nicht bewiesen werden konnte, dass der Autopilot zum Zeitpunkt des Unfalls überhaupt aktiviert war. Familie Lee und deren Anwälte werteten den nicht einstimmigen Freispruch sowie die mehrtägigen Beratungen dennoch als Erfolg: "Die langen Beratungen der Geschworenen lassen vermuten, dass das Urteil noch immer einen Schatten der Unsicherheit wirft", so Jonathan Michaels, Anwalt der Kläger.
Siehe auch:
Tödlicher Unfall von 2019
Die Vorwürfe gegenüber Tesla und der Selbstfahrfunktion sind nicht neu, der Freispruch ist aber der erste seiner Art. Denn das Unternehmen von Elon Musk wurde von einem Geschworenengericht von der Verantwortung für einen tödlichen Crash freigesprochen. Der Fall geht auf einen Unfall von 2019 zurück, damals kam der Fahrer eines Tesla Model 3 von der Straße ab, prallte gegen einen Baum und das Fahrzeug fing Feuer.Micah Lee, der Fahrer des Autos, starb dabei und laut Angaben der Familie hatte er zum Zeitpunkt des Unfalls den Autopiloten aktiviert. Dieser eigentlich nur zur Unterstützung gedachte Funktionalität gab die Familie die Schuld an dem Unfall und verklagte Tesla. Einer der Vorwürfe war, dass Tesla gewusst haben soll, dass der Autopilot "defekt" gewesen sei, als Familie Lee das Fahrzeug gekauft hat.
Menschliches Versagen
Doch das Geschworenengericht stellte sich mehrheitlich auf die Seite des Autobauers, der argumentiert hatte, dass hier menschliches Versagen die Schuld trage. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist das der zweite große Erfolg für Tesla dieses Jahr, der Tesla-Software von einer Verantwortung von bzw. Schuld für Unfälle freisprach.Konkret verwies Tesla im Fall von Micah Lee, dass dieser vor dem Unfall Alkohol getrunken habe und meinte zudem, dass nicht bewiesen werden konnte, dass der Autopilot zum Zeitpunkt des Unfalls überhaupt aktiviert war. Familie Lee und deren Anwälte werteten den nicht einstimmigen Freispruch sowie die mehrtägigen Beratungen dennoch als Erfolg: "Die langen Beratungen der Geschworenen lassen vermuten, dass das Urteil noch immer einen Schatten der Unsicherheit wirft", so Jonathan Michaels, Anwalt der Kläger.
Zusammenfassung
- Teslas Autopilot steht wegen Unfallrisiken in der Kritik
- Tödlicher Unfall mit Tesla Model 3 im Jahr 2019
- Familie des Verstorbenen verklagte Tesla wegen "defektem" Autopilot
- Geschworenengericht spricht Tesla von Verantwortung frei
- Tesla argumentiert mit menschlichem Versagen und Alkoholkonsum
- Zweiter großer Freispruch für Tesla-Software in diesem Jahr
- Familie und Anwälte sehen trotz Freispruch Unsicherheiten bei Tesla
Siehe auch:
- Hertz fährt Elektro-Pläne zurück - weil Teslas zu oft beschädigt werden
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