Keiner kauft teure EVs: Ford tritt bei E-Auto-Ausbau voll auf die Bremse
Kunden müssen für E-Autos in der Anschaffung mehr bezahlen, höhere Zinssätze erschweren es den Verbrauchern zusätzlich, teurere Elektrofahrzeuge zu kaufen. In dieser Wirtschaftslage hat Ford eine Vollbremsung beim ambitionierten Umbau zum EV-Konzern hingelegt.
Es ist eine Entwicklung, die aktuell vor allem den nordamerikanischen Markt betrifft, für die Branche ist es aber auf jeden Fall auch ein deutliches Signal, dass für die große Verkehrswende hin zu E-Autos noch einige Hürden zu überwinden sind. Wie The Verge berichtet, hat Ford Investitionen in Höhe von 12 Milliarden US-Dollar vorerst auf Eis gelegt, die für den Aufbau von EV-Fabriken vorgesehen waren - unter anderem für das Prestigeprojekt "Mega Campus" in Kentucky.
Für Ford hängt die Entscheidung direkt mit der Entwicklung seiner Elektro-Sparte zusammen. Wie der Konzern nach eigener Aussage feststellen muss, sind Kunden aktuell nicht bereit, einen höheren Kaufpreis für Elektroautos in Kauf zu nehmen. Dazu kommen erschwerend noch die deutlich gestiegenen Zinssätze, die Finanzierungen und Leasing deutlich unattraktiver machen.
Zu guter Letzt ist es Ford bisher nicht gelungen, seine EV-Sparte in die Gewinnzone zu bringen. Im letzten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von 1,3 Milliarden US-Dollar. Über das gesamte Geschäftsjahr schätzt das Unternehmen, dass man wohl rund 4 Milliarden Dollar beim Geschäft mit E-Autos verlieren wird.
Siehe auch:
Für Ford hängt die Entscheidung direkt mit der Entwicklung seiner Elektro-Sparte zusammen. Wie der Konzern nach eigener Aussage feststellen muss, sind Kunden aktuell nicht bereit, einen höheren Kaufpreis für Elektroautos in Kauf zu nehmen. Dazu kommen erschwerend noch die deutlich gestiegenen Zinssätze, die Finanzierungen und Leasing deutlich unattraktiver machen.
Zu guter Letzt ist es Ford bisher nicht gelungen, seine EV-Sparte in die Gewinnzone zu bringen. Im letzten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von 1,3 Milliarden US-Dollar. Über das gesamte Geschäftsjahr schätzt das Unternehmen, dass man wohl rund 4 Milliarden Dollar beim Geschäft mit E-Autos verlieren wird.
Wo bleiben günstige Modelle?
Die Entwicklung und Situation in den USA lässt sich so auch in Deutschland nachvollziehen. Zwar steigt die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos deutlich, regelmäßig zeigen Umfragen, dass der hohe Anschaffungspreis für sehr viele potenzielle Kunden aber immer noch als größte Hürden angesehen wird.
Zusammenfassung
- Ford legt große EV-Projekte aufgrund von Wirtschaftslage auf Eis
- Investitionen von 12 Milliarden US-Dollar für EV-Fabriken gestoppt
- Kunden "nicht bereit", höheren Kaufpreis für E-Autos zu zahlen
- Gestiegene Zinssätze machen Finanzierungen und Leasing unattraktiver
- Fords EV-Sparte erzielte Verlust von 1,3 Milliarden US-Dollar im letzten Quartal
- Geschätzter Verlust bei Geschäft mit E-Autos: 4 Milliarden Dollar jährlich
- Hoher Anschaffungspreis auch in Deutschland größte Hürde für E-Autos
Siehe auch:
- E-Autos: Reparaturen sind deutlich teurer, dafür gibt es weniger Unfälle
- 10 Sekunden für 1 km Reichweite: Japan will E-Autos an Ampeln laden
- Für Förderung von 2 Mio. E-Autos hat der Bund fast 9,5 Mrd. ausgegeben
- Flut chinesischer E-Autos: EU meint, dass die Elektroautos zu billig sind
- Erstmals übernehmen E-Autos in Deutschland die Spitzenposition
Thema:
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