ARM-Hardware: Microsoft bietet jetzt etwas mehr Halbherzigkeit
Microsoft hat ein neues Programm gestartet, das Entwicklern bei der Portierung ihrer Anwendungen auf ARM-Systeme helfen soll. Allerdings ist das nur ein kleiner Schritt, mit dem die Redmonder ihre bestenfalls halbherzige Arbeit in dem Bereich fortsetzen.
Demnach stellt der Service im Grunde eine Ergänzung zu der Hilfe dar, die Microsoft Entwicklern bei der ARM-Portierung bereits seit drei Jahren anbietet. "Wir haben uns mit Entwicklern zusammengetan, um Tipps und Best Practices auszutauschen, und wir tätigen erhebliche Investitionen und bauen unseren Support für Entwickler aus", so Adams weiter.
Das neue Programm soll Entwicklern in mehreren Bereichen helfen. Dazu gehört ein technischer Workshop, in dem Fragen beantwortet und Anleitungen gegeben werden. Es wird auch Vorschläge für das Hinzufügen von Funktionen der ARM-Plattform enthalten. Das Programm umfasst darüber hinaus die Bereitstellung von Code-Beispielen und Unterstützung, wenn Probleme bei der Erstellung nativer Anwendungen oder der Portierung von Anwendungen auf Arm auftreten. Anwendungs-Programmierer sollen hier auch in direkten Kontakt mit ihren Kollegen bei Microsoft treten können.
Entsprechende Systeme gibt es nun bereits lange, allerdings blieb das Interesse der Kunden eher gering. Hintergrund dessen dürften in erster Linie Bedenken der User sein, dass die von ihnen benötigte Software nicht in hinreichendem Maße auf der ARM-Plattform läuft. Zwar hat sich hier seit den ersten Tagen des Supports der Prozessor-Architektur durch Microsoft einiges getan, doch fehlt es weiterhin an der entscheidenden Klarheit, dass Anwender hier nicht auf Probleme stoßen werden.
Der Konkurrent Apple hatte es hingegen mustergültig vorgemacht, wie eine neue Hardware-Plattform verankert wird. Zum Verkaufsstart der ersten M1-Macs, die ebenfalls auf ARM-Technologie basieren, hatte das Unternehmen dafür gesorgt, dass sämtliche Software direkt auf der neuen Architektur genutzt werden kann - sei es über Portierungs-Programme, Dual-Plattform-Code oder eine dynamische Übersetzung des x64-Codes in ARM-Code.
Siehe auch:
Etwas mehr Hilfe
"ARM Advisory Service" heißt das neue Angebot, das Microsoft jetzt offiziell gestartet hat. Der Dienst sei eine Erweiterung des Versprechens an Entwickler ist, dass ihre Windows-Anwendungen auf ARM-basierten Windows-PCs laufen werden - entweder durch Emulation oder durch eine native Portierung, die "mit minimalem Aufwand" durchgeführt werden kann, erklärte Mike Adams, Corporate Vice President für Customer Experience Engineering.Demnach stellt der Service im Grunde eine Ergänzung zu der Hilfe dar, die Microsoft Entwicklern bei der ARM-Portierung bereits seit drei Jahren anbietet. "Wir haben uns mit Entwicklern zusammengetan, um Tipps und Best Practices auszutauschen, und wir tätigen erhebliche Investitionen und bauen unseren Support für Entwickler aus", so Adams weiter.
Das neue Programm soll Entwicklern in mehreren Bereichen helfen. Dazu gehört ein technischer Workshop, in dem Fragen beantwortet und Anleitungen gegeben werden. Es wird auch Vorschläge für das Hinzufügen von Funktionen der ARM-Plattform enthalten. Das Programm umfasst darüber hinaus die Bereitstellung von Code-Beispielen und Unterstützung, wenn Probleme bei der Erstellung nativer Anwendungen oder der Portierung von Anwendungen auf Arm auftreten. Anwendungs-Programmierer sollen hier auch in direkten Kontakt mit ihren Kollegen bei Microsoft treten können.
Der große Wurf bleibt aus
Dass Microsoft den Start des Programms jetzt vollzieht, dürfte auch mit der Ankündigung der neuen Snapdragon Series X-Prozessoren Qualcomms zusammenhängen. Diese wurden speziell für den Einsatz in PCs entwickelt und sollen den Verkauf von ARM-Hardware im Windows-Bereich endlich ein Stück voranbringen.Entsprechende Systeme gibt es nun bereits lange, allerdings blieb das Interesse der Kunden eher gering. Hintergrund dessen dürften in erster Linie Bedenken der User sein, dass die von ihnen benötigte Software nicht in hinreichendem Maße auf der ARM-Plattform läuft. Zwar hat sich hier seit den ersten Tagen des Supports der Prozessor-Architektur durch Microsoft einiges getan, doch fehlt es weiterhin an der entscheidenden Klarheit, dass Anwender hier nicht auf Probleme stoßen werden.
Der Konkurrent Apple hatte es hingegen mustergültig vorgemacht, wie eine neue Hardware-Plattform verankert wird. Zum Verkaufsstart der ersten M1-Macs, die ebenfalls auf ARM-Technologie basieren, hatte das Unternehmen dafür gesorgt, dass sämtliche Software direkt auf der neuen Architektur genutzt werden kann - sei es über Portierungs-Programme, Dual-Plattform-Code oder eine dynamische Übersetzung des x64-Codes in ARM-Code.
Zusammenfassung
- Microsoft startet "ARM Advisory Service" für Entwickler
- Ziel: Portierung von Anwendungen auf ARM-Systeme erleichtern
- Service enthält technischen Workshop, Code-Beispiele und Support
- Bisher geringes Kundeninteresse an ARM-Systemen
- Apple hat erfolgreiche Umstellung auf ARM-Technologie vorgeführt
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Programmierung & Reporting:
Neue Nachrichten
Beliebte Nachrichten
Videos
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen