ESA veröffentlicht Bilder, die das Verglühen eines Satelliten zeigen
Es ist Standard, dass man Satelliten, die nicht länger gebraucht werden, in der Atmosphäre verglühen lässt. Das ist von der Erdoberfläche auch immer wieder zu beobachten, mit freiem Auge oder einem kleinen Teleskop sieht man in der Regel aber nicht viel. Die ESA zeigt nun mehr.
Den Vorgang beschreibt die ESA auf ihrer Webseite folgendermaßen: "Aeolus wurde zu Weltraumschrott, nachdem das letzte Kommando am 28. Juli 2023 um 17:43 Uhr MESZ ausgeführt wurde. Danach konnte das Flugkontrollteam nicht mehr mit dem Satelliten kommunizieren, von ihm hören oder ihn beeinflussen. Nach monatelangen Vorbereitungen und einer Woche intensiver und kritischer Operationen hatte das Team alles getan, was es konnte. Der Satellit wurde passiviert - abgeschaltet - und an das ESA Space Debris Office 'übergeben', das seinen endgültigen Abstieg verfolgte."
Denn Aeolus wurde so positioniert, dass alle Teile, die nicht in der Atmosphäre verglüht sind, in die geplanten Atlantik-Bodenspuren des Satelliten fallen. Letzteres betraf laut Schätzungen etwa 20 Prozent von Aeolus.
Einen besonders guten Blick auf das Ende von Aeolus bekam das Fraunhofer-Institut mit seiner 34-m-TIRA-Radarantenne, dort konnte man den Satelliten etwa vier Minuten lang auf seinen letzten Kilometern erfassen. Die letzten Bilder zeigte die ESA nun in einer Animation mehrerer Standbilder. Anzumerken ist hier, dass die Farbe in den endgültigen Bildern die Intensität des Radarechos und nicht die Temperatur darstellt.
Siehe auch:
Aeolus ist Ende Juli (großteils) verglüht
Denn die Europäische Weltraumagentur hat Ende Juli nach knapp fünf Jahren an den Wettersatelliten Aeolus die letzten Kommandos übertragen und die Vernichtung des auf Windaktivitäten spezialisierten Satelliten in die Wege geleitet. Die von Aeolus zuvor gesammelten Daten lieferten wertvolle Hinweise für Klimastudien und die Meteorologie, doch laut internationalen Bestimmungen muss man seinen Weltraumschrott "wegräumen", wenn ein von Menschen gemachter Körper nicht länger benötigt wird, und zwar über ein Verglühen.Den Vorgang beschreibt die ESA auf ihrer Webseite folgendermaßen: "Aeolus wurde zu Weltraumschrott, nachdem das letzte Kommando am 28. Juli 2023 um 17:43 Uhr MESZ ausgeführt wurde. Danach konnte das Flugkontrollteam nicht mehr mit dem Satelliten kommunizieren, von ihm hören oder ihn beeinflussen. Nach monatelangen Vorbereitungen und einer Woche intensiver und kritischer Operationen hatte das Team alles getan, was es konnte. Der Satellit wurde passiviert - abgeschaltet - und an das ESA Space Debris Office 'übergeben', das seinen endgültigen Abstieg verfolgte."
"Unterstützter Wiedereintritt"
Das Verglühen eines Satelliten ist zwar kein ungewöhnlicher Vorgang, bei Aeolus gab es aber tatsächlich eine Neuerung: Denn es handelte sich um den ersten "unterstützten Wiedereintritt".Denn Aeolus wurde so positioniert, dass alle Teile, die nicht in der Atmosphäre verglüht sind, in die geplanten Atlantik-Bodenspuren des Satelliten fallen. Letzteres betraf laut Schätzungen etwa 20 Prozent von Aeolus.
Einen besonders guten Blick auf das Ende von Aeolus bekam das Fraunhofer-Institut mit seiner 34-m-TIRA-Radarantenne, dort konnte man den Satelliten etwa vier Minuten lang auf seinen letzten Kilometern erfassen. Die letzten Bilder zeigte die ESA nun in einer Animation mehrerer Standbilder. Anzumerken ist hier, dass die Farbe in den endgültigen Bildern die Intensität des Radarechos und nicht die Temperatur darstellt.
Zusammenfassung
- Die ESA hat den Wettersatelliten Aeolus vernichtet, nachdem er nicht mehr benötigt wurde.
- Aeolus sammelte während seiner Laufzeit wertvolle Daten für Klimastudien und Meteorologie.
- Der Satellit wurde nach internationalen Bestimmungen durch Verglühen in der Atmosphäre entsorgt.
- Aeolus war der erste Satellit, der einen "unterstützten Wiedereintritt" durchführte.
- Ungefähr 20 Prozent von Aeolus fielen in die geplanten Atlantik-Bodenspuren des Satelliten.
- Das Fraunhofer-Institut konnte den Satelliten auf seinen letzten Kilometern mit einer Radarantenne erfassen.
- Die ESA veröffentlichte eine Animation der letzten Bilder von Aeolus.
Siehe auch:
- Neue ESA-Rakete Ariane 6: Teurer, aber endlich auf Erfolgskurs
- Weltraumschrott-Räumung der ESA von Weltraumschrott zerstört
- ESA startet heute Euclid-Teleskop zur Erforschung von dunkler Materie
- Unglaubliche Details: Neuer ESA-Wettersatellit sendet erste Bilder
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