ESA meldet Probleme: Radarantenne der Jupiter-Raumsonde klemmt

Bei der Jupiter-Mission der ESA gibt es erste Probleme: Eine Radarantenne der Raumsonde Juice sitzt fest und kann nicht wie geplant ausgefahren werden. Das behindert derzeit das Forscherteam und verzögert weitere Arbeiten.
Weltraum, Nasa, Jupiter, Sonnenfinsternis, Juno
NASA
Wie die Europäische Weltraumorganisation ESA mitteilte, klemmt die Antenne des Jupiter Icy Moons Explorers. Gut zwei Wochen nach dem Start der Mission gibt es jetzt Probleme, die laut ESA aber nicht unüberwindbar erscheinen.

Der Explorer kann zwar aktuell seine Antenne nicht richtig ausfahren, doch dieses Problem soll mit ein wenig "Rütteln und Schütteln" umgangen werden. Die Forscher vermuten, dass eine Halterung verkantet ist. Zehn der elf Instrumente an Bord der Raumsonde funktionieren einwandfrei, nur bei der letzten Antenne gibt es jetzt Probleme. "Eine Sache von Millimetern könnte den Unterschied ausmachen, um den Rest des Radars freizusetzen", schrieben die ESA-Mitarbeiter in einem Update in ihrem Missions-Blog. Die Teams, die an der teilweise entfalteten Antenne arbeiten, "haben viele Ideen in petto", um die Störung zu beheben, fügten sie hinzu.

Ankunft Mitte 2031

Die Juice-Mission startetet dabei erst am 14. April und ist noch ganz am Anfang ihrer Reise. Die Sonde wird voraussichtlich im Juli 2031 im Jupitersystem eintreffen, wo sie dann mehrere Jahre lang die Jupitermonde umkreisen und mehr über deren potenziell lebensfreundliche Umgebung erforschen soll.

Dafür wird dann auch die Radarantenne benötigt. "Es gibt noch verschiedene Möglichkeiten, das wichtige Instrument aus seiner derzeitigen Position zu bringen", heißt es von der ESA. "Die nächsten Schritte zur vollständigen Entfaltung der Antenne umfassen eine Triebwerksverbrennung, um das Raumfahrzeug ein wenig zu schütteln, gefolgt von einer Reihe von Rotationen, die Juice drehen werden, um die Halterung und das Radar aufzuwärmen, die sich derzeit im kalten Schatten befinden."

Zusammenfassung
  • ESA-Mission "Juice" gestartet: Radarantenne klemmt.
  • Probleme nicht unüberwindbar, Teams arbeiten an Lösung.
  • Vermutung: Halterung verkantet, Millimeter entscheiden.
  • Zehn Instrumente funktionieren, Antenne muss entfaltet werden.
  • Triebwerksverbrennung, Rotationen zur Aufwärmung geplant.
  • Ankunft im Jupitersystem 2031, Forschung über lebensfreundliche Umgebung.
  • ESA hofft auf Lösung, Teams haben Ideen parat.

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