Toyota-Fabriken standen zwei Tage still - weil die Festplatten voll waren
An Cyberangriffe haben wir uns längst gewöhnt, es kommt immer wieder vor, dass Kriminelle versuchen, ganze Unternehmen und Institutionen zu erpressen. Das war zunächst auch die Vermutung bei Toyota - doch der Grund für das Ruhen der Bänder war banaler.
Denn die Produktion bei Toyota musste angehalten werden, weil "mehrere Server, die Teilebestellungen verarbeiten", nicht mehr verfügbar waren. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, war bereits recht früh klar, dass diese Computerprobleme hausgemacht waren, der japanische Autobauer konnte die genaue Ursache aber dennoch nicht sofort aufspüren.
Als Konsequenz will das Unternehmen sein Wartungsprozedere überarbeiten. Der Grund, warum sich Toyota beeilt hat, darauf zu verweisen, dass es hier zu keiner externen Attacke gekommen ist, war, dass es diese bereits in der Vergangenheit gegeben hatte. Anfang 2022 musste Toyota die Produktion bei denselben Fabriken stoppen, weil ein Zulieferer gehackt wurde. Auch in den Jahren davor gab es mehrere, zum Teil schwerwiegende Sicherheitsvorfälle.
Siehe auch:
Toyota-Server standen still
Anfang vergangener Woche standen bei Toyota 14 Fabriken und damit insgesamt 28 Montagelinien komplett still, rund zwei Tage lang musste die japanische Fertigung des im Hinblick auf Produktionszahlen weltgrößten Autobauers stillstehen. Reflexartig konnte und musste man hier einen Cyberangriff vermuten, doch wie mittlerweile feststeht war der Grund ziemlich banal: volle Festplatten.Denn die Produktion bei Toyota musste angehalten werden, weil "mehrere Server, die Teilebestellungen verarbeiten", nicht mehr verfügbar waren. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, war bereits recht früh klar, dass diese Computerprobleme hausgemacht waren, der japanische Autobauer konnte die genaue Ursache aber dennoch nicht sofort aufspüren.
Wartung war schuld
Nun liegt das Ergebnis vor und man kann feststellen, dass der Ausfall vermutlich vermeidbar gewesen wäre: "Während des Wartungsvorgangs wurden Daten, die sich in der Datenbank angesammelt hatten, gelöscht und organisiert, und es trat ein Fehler aufgrund von unzureichendem Speicherplatz auf, sodass das System angehalten wurde. Da diese Server auf demselben System liefen, trat ein ähnlicher Fehler bei der Backup-Funktion auf, und eine Umschaltung konnte nicht vorgenommen werden", schreibt Toyota dazu.Als Konsequenz will das Unternehmen sein Wartungsprozedere überarbeiten. Der Grund, warum sich Toyota beeilt hat, darauf zu verweisen, dass es hier zu keiner externen Attacke gekommen ist, war, dass es diese bereits in der Vergangenheit gegeben hatte. Anfang 2022 musste Toyota die Produktion bei denselben Fabriken stoppen, weil ein Zulieferer gehackt wurde. Auch in den Jahren davor gab es mehrere, zum Teil schwerwiegende Sicherheitsvorfälle.
Zusammenfassung
- 14 Toyota-Fabriken standen aufgrund von Computerproblemen still
- Ursache waren überfüllte Festplatten auf mehreren Servern
- Serverprobleme waren hausgemacht und verhinderten Teilebestellungen
- Fehler traten auch beim Backup auf, Umschaltung nicht möglich
- Toyota plant, sein Wartungsprozedere zu überarbeiten
- In der Vergangenheit gab es bereits Cyberangriffe auf Toyota
Siehe auch:
- Computerausfall legt gesamte Auto-Produktion bei Toyota in Japan lahm
- Toyota baut Feststoffakku: Durchbruch gelungen, Produktion ab 2027
- 1000 km Reichweite im Elektroauto ab 2026: Toyota macht bei EVs Ernst
- Toyota enthüllt Wasserstoff-Konzept für 24-Stunden-Rennen in Le Mans
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