Toyota will massiv umsteuern und BEV-Verschnarchen korrigieren
Der weltgrößte Autohersteller Toyota hat sich hinsichtlich der Veränderungen am Markt ordentlich verkalkuliert. Jetzt hat der Konzern einen neuen Plan aufgestellt, mit dem man das Ruder wieder herumreißen will - von der Materialbeschaffung bis zum fertigen Modell.
Die Folge: Während sich die Konkurrenten Verträge über wichtige Mineralien sicherten und Joint Ventures mit Batterieherstellern oder gleich eigene Akkuwerke gründeten, geriet Toyota ins Hintertreffen. Jetzt hat das Management einen Fahrplan veröffentlicht, mit dem man die Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangen und bis 2030 rund 3,5 Millionen Elektrofahrzeuge verkaufen will, berichtete Ars Technica.
Mit dem bZ4x hat Toyota inzwischen zwar ein reines Elektromodell am Start - allerdings dürfte bereits der Name dafür sorgen, dass dieser kaum einen bleibenden Eindruck bei den Verbrauchern hinterlassen wird. Eine Rückruf-Aktion wegen abfallender Räder sorgt ebenfalls nicht gerade für rasante Absatzzahlen. Hinzu kommt, dass es verschiedene Versionen des Autos gibt, die allein schon wegen unterschiedlicher Batteriepakete von Panasonic und CATL auf alles andere als einen effizienten Fertigungsprozess hindeuten.
Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einer eigenen Batterie-Strategie, die verschiedene Schwerpunkte setzen soll. So will man günstige E-Autos mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen realisieren, aber auch teurere Stromspeicher für besonders reichweitenstarke Modelle nutzen. Auch eine eigene Akku-Technologie, mit der sich Reichweiten von bis zu tausend Kilometer realisieren lassen, ist in Arbeit - diese Eigenentwicklung wird aber frühestens 2028 eine Rolle spielen.
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Schwierige Wende
Toyota war lange Vorreiter der Branche - sei es bei den Produktionsprozessen oder auch bei der Einführung von Hybrid-Fahrzeugen. Als der Markt und diverse Konkurrenten aber auf batterieelektrische Fahrzeuge umschwenkten, erwischte es Toyota ziemlich kalt - auch weil die eigenen Entwickler lange an PKW mit Wasserstoff-Brennstoffzellen arbeiteten.Die Folge: Während sich die Konkurrenten Verträge über wichtige Mineralien sicherten und Joint Ventures mit Batterieherstellern oder gleich eigene Akkuwerke gründeten, geriet Toyota ins Hintertreffen. Jetzt hat das Management einen Fahrplan veröffentlicht, mit dem man die Wettbewerbsfähigkeit wiedererlangen und bis 2030 rund 3,5 Millionen Elektrofahrzeuge verkaufen will, berichtete Ars Technica.
Mit dem bZ4x hat Toyota inzwischen zwar ein reines Elektromodell am Start - allerdings dürfte bereits der Name dafür sorgen, dass dieser kaum einen bleibenden Eindruck bei den Verbrauchern hinterlassen wird. Eine Rückruf-Aktion wegen abfallender Räder sorgt ebenfalls nicht gerade für rasante Absatzzahlen. Hinzu kommt, dass es verschiedene Versionen des Autos gibt, die allein schon wegen unterschiedlicher Batteriepakete von Panasonic und CATL auf alles andere als einen effizienten Fertigungsprozess hindeuten.
Man lässt sich Zeit
Die verfahrene Situation kostete bereits Konzernchef Akio Toyoda den Job. Der ehemalige Lexus-Chef Koji Sato soll es nun richten - und der versucht lieber nachhaltige Strategien als eine kurzfristige Lösung zu finden. Innerhalb des Unternehmens gründete er die BEV Factory, die nun bis 2026 eine völlig neue Elektro-Generation entwickeln soll.Ein Schwerpunkt liegt dabei auf einer eigenen Batterie-Strategie, die verschiedene Schwerpunkte setzen soll. So will man günstige E-Autos mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen realisieren, aber auch teurere Stromspeicher für besonders reichweitenstarke Modelle nutzen. Auch eine eigene Akku-Technologie, mit der sich Reichweiten von bis zu tausend Kilometer realisieren lassen, ist in Arbeit - diese Eigenentwicklung wird aber frühestens 2028 eine Rolle spielen.
Zusammenfassung
- Toyota hat sich bei Veränderungen am Automarkt verkalkuliert
- Konzern plant, bis 2030 3,5 Millionen Elektrofahrzeuge zu verkaufen
- Toyota geriet ins Hintertreffen, da Konkurrenten sich Mineralien und Batteriehersteller sicherten
- Erstes reines Elektromodell bZ4x sorgt für wenig Begeisterung bei Verbrauchern
- Ex-Lexus-Chef Koji Sato übernimmt und gründet BEV Factory für Elektroauto-Entwicklung
- Eigene Batterie-Strategie geplant, inklusive günstiger und reichweitenstarker Modelle
- Eigene Akku-Technologie für Reichweiten bis zu 1000 km in Arbeit, ab 2028 einsatzbereit
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