Massive DDoS-Attacke auf BaFin:
Rätselraten um Hackerangriff
Unbekannte Angreifer sorgen derzeit mit einer DDoS-Attacke für Probleme bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Aufsichtsbehörde kämpft seit Tagen gegen komplexe Multi-Vektor-Angriffe.
Durch diese DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) wurde die Erreichbarkeit der Behörde stark beeinträchtigt, ist aber derzeit noch - oder wieder - zu erreichen.
Die Behörde teilte nun mit, dass sie Sicherheitsvorkehrungen und Abwehrmaßnahmen getroffen hat, um ihren Betrieb vor den Hackern zu schützen. Ein Teil der Abwehrmaßnahmen besteht darin, die öffentliche Website der BaFin unter "bafin.de" vom Netz zu nehmen; die Organisation versichert jedoch, dass alle anderen Systeme, die für ihren Auftrag entscheidend sind, ohne Einschränkungen funktionieren.
Die öffentlich zugängliche Website der BaFin enthält Verbraucher- und Regulierungsinformationen, Maßnahmen und Warnungen und dient auch als Ort für die Veröffentlichung wichtiger Dokumente durch die Untersuchungsaktivitäten und Ergebnissen der Behörde. Infografik: Viren sind immer noch die größte Cyber-Bedrohung
Die BaFin sagt, dass ihr IT-Team intensiv daran arbeitet, den öffentlichen Zugang zur Website vollständig wiederherzustellen, aber sie kann nicht abschätzen, wann die Seiten wieder vollständig zur Verfügung stehen.
Es ist unklar, wer hinter dem DDoS-Angriff auf die deutsche Finanzbehörde steckt, aber es ist möglich, dass prorussische Hacktivisten für die unterstützende Haltung des Landes gegenüber der Ukraine verantwortlich sind, die finanzielle und militärische Ausrüstungshilfen umfasst.
Ähnliche Angriffe, bei denen sich russische Hacker als Angreifer zu erkennen gaben, fanden nahezu zeitgleich auf tschechische Organisationen aus dem Finanzsektor statt.
Siehe auch:
DDoS-Angriff bestätigt
Die BaFin hat den Angriff mittlerweile selbst bestätigt, nennt aber bislang kaum Details. So weit bekannt wurde, gibt es bereits seit Ende vergangener Woche eine massive Welle an Anfragen an die Website der BaFin.Durch diese DDoS-Attacke (Distributed Denial of Service) wurde die Erreichbarkeit der Behörde stark beeinträchtigt, ist aber derzeit noch - oder wieder - zu erreichen.
BaFin und die Strafverfolgung
Die BaFin ist die deutsche Finanzaufsichtsbehörde, die zum Bundesfinanzministerium gehört und für die Aufsicht über 2700 Banken, 800 Finanz- und 700 Versicherungsdienstleister zuständig ist. Die Aufsichtsbehörde ist für ihre Rolle bei der Strafverfolgung in Deutschland und international bekannt.Die Behörde teilte nun mit, dass sie Sicherheitsvorkehrungen und Abwehrmaßnahmen getroffen hat, um ihren Betrieb vor den Hackern zu schützen. Ein Teil der Abwehrmaßnahmen besteht darin, die öffentliche Website der BaFin unter "bafin.de" vom Netz zu nehmen; die Organisation versichert jedoch, dass alle anderen Systeme, die für ihren Auftrag entscheidend sind, ohne Einschränkungen funktionieren.
Die öffentlich zugängliche Website der BaFin enthält Verbraucher- und Regulierungsinformationen, Maßnahmen und Warnungen und dient auch als Ort für die Veröffentlichung wichtiger Dokumente durch die Untersuchungsaktivitäten und Ergebnissen der Behörde. Infografik: Viren sind immer noch die größte Cyber-Bedrohung
Teile nur eingeschränkt zugänglich
Überdies bietet die Website eine Datenbank mit registrierten Unternehmen und öffentlichen Ausschreibungen, einen Stellenmarkt und eine Plattform für Hinweisgeber, die Verstöße anonym melden können. All dies ist seit Freitag nur stark eingeschränkt zugänglich.Die BaFin sagt, dass ihr IT-Team intensiv daran arbeitet, den öffentlichen Zugang zur Website vollständig wiederherzustellen, aber sie kann nicht abschätzen, wann die Seiten wieder vollständig zur Verfügung stehen.
Es ist unklar, wer hinter dem DDoS-Angriff auf die deutsche Finanzbehörde steckt, aber es ist möglich, dass prorussische Hacktivisten für die unterstützende Haltung des Landes gegenüber der Ukraine verantwortlich sind, die finanzielle und militärische Ausrüstungshilfen umfasst.
Ähnliche Angriffe, bei denen sich russische Hacker als Angreifer zu erkennen gaben, fanden nahezu zeitgleich auf tschechische Organisationen aus dem Finanzsektor statt.
Zusammenfassung
- Unbekannte führen DDoS-Attacke auf BaFin durch
- Massive Anfragenwelle an BaFin-Website seit letzter Woche
- Erreichbarkeit der Behörde stark beeinträchtigt
- BaFin hat Sicherheitsvorkehrungen und Abwehrmaßnahmen getroffen
- Öffentliche Website der BaFin vom Netz genommen
- IT-Team arbeitet an vollständiger Wiederherstellung der Website
- Möglicherweise prorussische Hacktivisten als Angreifer
Siehe auch:
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