PowerOFF: Behörden legen 13 Anbieter von DDoS-Diensten still
Die US-Behörden haben jetzt das Geschäft mehrerer DDoS-for-hire-Dienste ausgebremst. Im Zuge einer Initiative zur Bekämpfung von Risiken aus dem Netz ging man gleich gegen 13 entsprechende Angebote vor, teilte das Justizministerium mit.
Die Anbieter bezeichnen ihre Services als "Booter"- oder "Stressor"-Dienste, die es den Betreibern von Websites angeblich ermöglichen sollen, die Robustheit und Stabilität ihrer Infrastruktur zu testen. Allerdings werden sie überwiegend eingesetzt, um Webseiten von Dritten mit DDoS-Angriffen zu attackieren. Dabei gibt es vielfältige Motivationen - sie reichen von Rache bis Erpressung.
Angesichts dessen richtet sich aktuell eine internationale Strafverfolgungsinitiative unter dem Namen "Operation PowerOFF" gegen solche Angebote. In deren Rahmen wurden jetzt 13 Domains durch die Behörden beschlagnahmt, die zur Vermarktung entsprechender Dienste eingesetzt wurden. "10 der 13 heute beschlagnahmten Domains sind Reinkarnationen von Diensten, die bei einer früheren Aktion im Dezember beschlagnahmt wurden, die 48 Booter-Dienste zum Ziel hatte", so das Justizministerium. Dass es sich um bereits früher aktive Dienste unter neuem Namen handelte, ließ sich teilweise daran erkennen, dass sich Ermittler mit ihren früheren Login-Daten in Kunden-Accounts einloggen konnten.
Die Beschlagnahmung von Domains hat letztlich nur einen begrenzten Nutzen, da es für die Betreiber der Dienste natürlich relativ leicht ist, einfach eine andere Adresse zu verwenden. Trotzdem stört dies erst einmal das Geschäft mit den Diensten. Zudem provozieren die Sperrungen oft auch Aktivitäten, durch die sich den Ermittlern neue Chancen eröffnen, an die Betreiber der DDoS-Services heranzukommen.
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Angesichts dessen richtet sich aktuell eine internationale Strafverfolgungsinitiative unter dem Namen "Operation PowerOFF" gegen solche Angebote. In deren Rahmen wurden jetzt 13 Domains durch die Behörden beschlagnahmt, die zur Vermarktung entsprechender Dienste eingesetzt wurden. "10 der 13 heute beschlagnahmten Domains sind Reinkarnationen von Diensten, die bei einer früheren Aktion im Dezember beschlagnahmt wurden, die 48 Booter-Dienste zum Ziel hatte", so das Justizministerium. Dass es sich um bereits früher aktive Dienste unter neuem Namen handelte, ließ sich teilweise daran erkennen, dass sich Ermittler mit ihren früheren Login-Daten in Kunden-Accounts einloggen konnten.
Mehrere Anklagen erhoben
Wie das Justizministerium weiter mitteilte, wurden inzwischen auch Anklagen gegen vier Personen eingereicht, die bei der Dezember-Aktion identifiziert wurden. Diese müssen sich nun wegen Computerbetrugs und teils auch anderen Vergehen vor Gericht verantworten, hieß es.Die Beschlagnahmung von Domains hat letztlich nur einen begrenzten Nutzen, da es für die Betreiber der Dienste natürlich relativ leicht ist, einfach eine andere Adresse zu verwenden. Trotzdem stört dies erst einmal das Geschäft mit den Diensten. Zudem provozieren die Sperrungen oft auch Aktivitäten, durch die sich den Ermittlern neue Chancen eröffnen, an die Betreiber der DDoS-Services heranzukommen.
Zusammenfassung
- DDoS-for-hire-Dienste werden durch US-Behörden ausgebremst
- 13 Domains im Rahmen der Initiative "Operation PowerOFF" beschlagnahmt
- Dienste werden meist für DDoS-Angriffe auf fremde Websites eingesetzt
- 4 Personen wurden wegen Computerbetrugs angeklagt
- Beschlagnahmungen stören Geschäft und bieten Ermittlern neue Chancen
- Initiative soll Risiken aus dem Netz bekämpfen
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