Microsoft: Größere DDoS-Angriffe auf Microsoft 365 und Azure

Microsoft wurde in der letzten Zeit das Opfer größerer DDoS-Angriffe. Diese sorgten teils für spürbare Störungen bei verschiedenen Diensten über die Anfangszeit des aktuellen Monats hinweg. Die Täter brüsten sich auch öffentlich mit ihrer Aktion.
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Aufgrund der Angriffe kam es zu Problemen bei den Office-Diensten, die im Rahmen von Microsoft 365 bereitgestellt werden. Aber auch die Cloud-Services des Unternehmens hatten mit Schwierigkeiten zu kämpfen, sodass auch Kunden, die ihre eigenen Angebote auf der Azure-Plattform betreiben, betroffen waren. Das geht aus einem Bericht von Hacker News hervor.

Nachdem Microsoft sich zunächst zurückgehalten hatte, die Ursache zu benennen, hat das Unternehmen inzwischen bekannt gegeben, dass tatsächlich DDoS-Angriffe einer Gruppe mit der Bezeichnung Storm-1359 dafür verantwortlich waren. Dies ist allerdings kein selbst gewählter Name der Täter, sondern eine Zuschreibung der Security-Abteilung Microsofts. Storm-hash ist eine temporäre Bezeichnung, die der Software-Konzern unbekannten, aufstrebenden oder sich entwickelnden Gruppen zuweist, deren Identität oder Zugehörigkeit noch nicht endgültig geklärt ist.


Zurückhaltung hat Gründe

Microsoft hat jedoch nur wenige Details bekannt gegeben - und sich nicht genauer dazu geäußert, wie viele Kunden betroffen und ob die Auswirkungen global waren. Eine Sprecherin bestätigte allerdings, dass eine Gruppe, die sich selbst Anonymous Sudan nennt, hinter den Angriffen steckt. Diese bekannte sich auf ihrem Telegram-Kanal zu dem Angriff. Einige Sicherheitsforscher halten die Gruppe trotz ihres Namens für Russisch.

Microsoft begründete seine Zurückhaltung hinsichtlich der Angelegenheit damit, dass es der Gruppe in erster Linie um Störung und Publicity gegangen sei. Eine größere öffentliche Debatte spielt also eher den Tätern in die Karten - andererseits besteht aber auch ein Interesse seitens der Kunden, über die Hintergründe informiert zu werden.

Zusammenfassung
  • Microsoft wurde Opfer größerer DDoS-Angriffe.
  • Sicherheitsforscher vermuten russische Akteure.
  • Details zu den Auswirkungen wurden nicht bekannt gegeben.
  • Microsoft hält sich zurück, um öffentliche Debatte zu vermeiden.
  • Kunden interessieren sich für Hintergründe der Attacken.

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