Operation PowerOFF: Anbieter von DDoS-Services wurde zerschlagen
In einer gemeinsamen Aktion internationaler Polizei-Kräfte ist eine Online-Plattform stillgelegt worden, über die DDoS-Attacken als Dienstleistung eingekauft werden konnten. Auf deutscher Seite war das Landeskriminalamt Sachsen beteiligt.
Die Webseite der sächsischen Polizei war am 28. September 2023 selbst das Ziel einer über die Plattform erworbenen DDoS-Attacke. Während des halbstündigen Angriffes war das Angebot unter www.polizei.sachsen.de inklusive der integrierten Online-Wache zeitweise nicht erreichbar. Sensible Daten von Personen oder Firmen sind nicht abgeflossen, es fand lediglich eine Überlastung durch zahlreiche koordinierte Anfragen statt.
Auf der Plattform der Anbieter des Dienstes konnten die Angriffe für einen beliebigen Zeitpunkt und in unterschiedlichen Stärkegraden gebucht werden. Bezahlt wurde in Kryptowährung. Die Käufer nutzten dies in der Regel als Teil eigener Kampagnen, bei denen etwa die Betreiber von Online-Shops zu Geldzahlungen erpresst wurden - verbunden mit der Drohung, ihr Angebot bei Nichtzahlung aus dem Netz zu schießen.
Bei "PowerOFF" handelt es sich um eine seit 2022 laufende Operation von US-Strafverfolgern, Europol, Bundeskriminalamt, dem niederländischen Nationalpolizeikorps, dem britischen NCA und der polnischen Cybercrime-Polizei zur Schließung von Internetdiensten, die DDoS-Angriffe anbieten.
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Infrastruktur übernommen
Im Zuge der "Operation PowerOFF" konnten Beamte des Cybercrime Competence Center des Landeskriminalamtes Sachsen in Zusammenarbeit mit einer US-amerikanischen Ermittlungsbehörde die von den Plattform-Betreibern genutzte Infrastruktur abschalten. Zentrales Element war eine Webseite, auf der DDoS-Attacken gegen beliebige Ziele gebucht werden konnten.Die Webseite der sächsischen Polizei war am 28. September 2023 selbst das Ziel einer über die Plattform erworbenen DDoS-Attacke. Während des halbstündigen Angriffes war das Angebot unter www.polizei.sachsen.de inklusive der integrierten Online-Wache zeitweise nicht erreichbar. Sensible Daten von Personen oder Firmen sind nicht abgeflossen, es fand lediglich eine Überlastung durch zahlreiche koordinierte Anfragen statt.
Auf der Plattform der Anbieter des Dienstes konnten die Angriffe für einen beliebigen Zeitpunkt und in unterschiedlichen Stärkegraden gebucht werden. Bezahlt wurde in Kryptowährung. Die Käufer nutzten dies in der Regel als Teil eigener Kampagnen, bei denen etwa die Betreiber von Online-Shops zu Geldzahlungen erpresst wurden - verbunden mit der Drohung, ihr Angebot bei Nichtzahlung aus dem Netz zu schießen.
Fahndung nach Kunden
Die Ermittlungen zu den Betreibern der Plattform werden fortgeführt, hieß es. Ebenso haben sich die beteiligten Fahnder Zugang zu den Datenbanken der Plattform verschaffen können, in denen unter anderem Kontakte und Zahlungsinformationen von Kunden enthalten sind. Auch nach diesen werde jetzt gesucht.Bei "PowerOFF" handelt es sich um eine seit 2022 laufende Operation von US-Strafverfolgern, Europol, Bundeskriminalamt, dem niederländischen Nationalpolizeikorps, dem britischen NCA und der polnischen Cybercrime-Polizei zur Schließung von Internetdiensten, die DDoS-Angriffe anbieten.
Zusammenfassung
- Internationale Polizeikräfte legten DDoS-Dienstleister-Plattform still
- Landeskriminalamt Sachsen war an der "Operation PowerOFF" beteiligt
- Webseite der sächsischen Polizei durch Plattform-Nutzer angegriffen
- DDoS-Attacken konnten auf der Plattform in Kryptowährung bezahlt werden
- Ermittlungen zu Plattformbetreibern und Kunden laufen weiter
- "Operation PowerOFF" ist eine internationale Zusammenarbeit seit 2022
- Beteiligt sind US-Strafverfolger, Europol, BKA und weitere
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