Achtung bei OneDrive: Fotos in Alben belegen künftig doppelt Speicher

Wer Microsofts Cloud-Speicher OneDrive zur Ablage von Fotos verwendet und dabei logischerweise auf Alben setzt, muss sich auf eine von Microsoft angekündigte Änderung einstellen: Fotos, die in Alben einsortiert sind, belegen künftig den doppelten Speicherplatz.
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Mal wieder eine neue Upsell-Taktik?

Manche Änderungen beim Umgang mit dem Speicherplatz bei OneDrive scheinen auf den ersten Blick total unsinnig und könnten für manche Nutzer drastische Folgen haben. Eine solche hat Microsoft jetzt im Umfang mit Fotos bei OneDrive angekündigt. Die Infrastruktur von OneDrive wird geändert, sodass Fotos, die sowohl in der Galerie als auch in den Alben eines Nutzers abgelegt sind, dann jeweils separat gegen den gebuchten Speicherplatz angerechnet werden.

Microsoft zufolge kann dies Auswirkungen darauf haben, wie viel Speicherplatz einem einzelnen Nutzer zur Verfügung steht. Die Redmonder weisen deshalb die OneDrive-User an, selbst zu prüfen, dass ihnen genügend Speicherplatz zur Verfügung steht. Um die Umstellung zu erleichtern und Probleme zu vermeiden, gewährt man zudem einen "Speicher-Bonus", der genügend Raum schaffen soll, damit sich die Nutzer um ihre Bild- oder Video-Sammlungen kümmern können. OneDrive: Album-Fotos belegen doppelt SpeicherDiese Mail erhalten derzeit viele OneDrive-User Allerdings ist der Speicher-Bonus einmalig und auf ein Jahr nach Inkrafttreten der neuen Regelungen für den Umgang mit Inhalten von Galerie und Alben für den jeweiligen Nutzer-Account begrenzt. Wie lange der Bonus noch besteht, erfährt man als OneDrive-User jeweils in den Einstellungen für das Speichermanagement. Zu den Gründen für die geplante Umstellung machte Microsoft bisher keine Angaben.

Verknüpfungen verschwinden offenbar

Bisher nutzte OneDrive stets Verknüpfungen. Bilder wurden standardisiert in die Galerie geladen, konnten aber bei Bedarf auch in Alben abgelegt werden. Die dort hinterlegten Dateien sind jedoch keine tatsächlichen Kopien, sondern lediglich Verknüpfungen. Microsoft will nun offenbar dieses Prinzip abschaffen und dafür sorgen, dass immer eine Kopie der jeweiligen angelegt wird, wenn diese in einem Album ebenfalls erscheinen soll.

Wer bisher viel mit Alben gearbeitet hat, dürfte nun unter Umständen ein großes Problem haben, da der Speicher schnell volllaufen könnte. Microsoft warnt ausdrücklich davor, dies geschehen zu lassen, da dann keine neuen Dateien mehr hochgeladen oder synchronisiert werden können. Auch Outlook.com kann bei Privatnutzern betroffen sein, da Mails bei vollem OneDrive-Speicher weder empfangen noch verschickt werden können.

Kollege Martin "Dr.Windows" Geuß spekuliert nun ebenfalls über die Gründe für die Umstellung. Angesichts der letzten Maßnahmen, wie der Abschaffung der Option auf unbegrenzten Speicher auch für Geschäftskunden, wäre es seiner und unserer Meinung nach kein Wunder, wenn Microsoft mit der angeblichen Änderung an der Infrastruktur von OneDrive lediglich eine weitere "kreative" Methode gefunden hat, mehr Kunden zum Kauf teurerer Abonnements zu bewegen.

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Zusammenfassung
  • Microsoft ändert Speicherplatz-Regelung für OneDrive
  • Änderung kann Auswirkungen auf verfügbaren Speicherplatz haben
  • Microsoft gewährt einmaligen "Speicher-Bonus" für ein Jahr
  • Bisherige Verknüpfungen werden abgeschafft, ersetzt durch Kopien
  • Bei vollem Speicher keine neuen Dateien, keine Outlook-Mails
  • Änderungen könnten Strategie zur Förderung teurerer Abonnements sein

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