TSMC findet nicht genug Fachpersonal für Eröffnung seines US-Werkes
In den USA hatte man die Ansiedlung des taiwanischen Halbleiterkonzerns TSMC im Bundesstaat Arizona gefeiert. Jetzt stellt sich allerdings heraus, dass der geplante Eröffnungstermin nicht eingehalten werden kann, da man nicht genug Personal findet.
"Wir sehen uns gewissen Herausforderungen gegenüber, da es nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt, die über das spezielle Fachwissen verfügen, das für die Installation von Anlagen in einem Halbleiterwerk erforderlich ist", sagte TSMC-Chef Mark Liu gegenüber der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei.
Die Arbeiten werden sich demnach wohl noch bis deutlich ins nächste Jahr hinziehen. Mit einem Start der Massenproduktion mit der N4-Prozesstechnologie, also für Chips mit Strukturweiten von 4 Nanometern, sei daher vor dem Jahr 2025 nicht zu rechnen.
Unterdessen vermeldete der Chiphersteller bei der jüngsten Bilanzpräsentation sinkende Umsätze. Das liegt im Wesentlichen an einem Ende der massiven Knappheit von Halbleiter-Produkten auf dem Weltmarkt, durch die es zu enormen Preissteigerungen kam, aber auch verschiedene andere makroökonomische Faktoren hätten sich hier negativ ausgewirkt, hieß es.
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Start verzögert sich
Der Auftragshersteller begann im Jahr 2021 mit dem Bau der neuen Produktionsanlage und hatte seitdem mit verschiedenen Schwierigkeiten zu kämpfen. Kürzlich kündigte das Unternehmen an, mehr taiwanesische Arbeiter in die USA zu schicken, um die letzten Phasen der Inbetriebnahme des Werks zu bewältigen. Laut Nikkei Asia hat sich dieser Schritt nun als unzureichend erwiesen."Wir sehen uns gewissen Herausforderungen gegenüber, da es nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt, die über das spezielle Fachwissen verfügen, das für die Installation von Anlagen in einem Halbleiterwerk erforderlich ist", sagte TSMC-Chef Mark Liu gegenüber der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei.
Die Arbeiten werden sich demnach wohl noch bis deutlich ins nächste Jahr hinziehen. Mit einem Start der Massenproduktion mit der N4-Prozesstechnologie, also für Chips mit Strukturweiten von 4 Nanometern, sei daher vor dem Jahr 2025 nicht zu rechnen.
Kein High End
Damit ist insbesondere auch klar, dass die Träume von einer absoluten High Tech-Produktion in den USA abwegig sind. So mancher rechnete beispielsweise bereits damit, dass die Chips für Apples iPhones aus dem Werk kommen könnten, was auch wirtschaftspolitisch ein enormer Erfolg gewesen wäre. Apple wird aber bereits im iPhone 15, das in diesem Jahr auf den Markt kommt, 3-Nanometer-SoCs einsetzen, die nur in den am besten ausgestatteten TSMC-Werken in Taiwan hergestellt werden können.Unterdessen vermeldete der Chiphersteller bei der jüngsten Bilanzpräsentation sinkende Umsätze. Das liegt im Wesentlichen an einem Ende der massiven Knappheit von Halbleiter-Produkten auf dem Weltmarkt, durch die es zu enormen Preissteigerungen kam, aber auch verschiedene andere makroökonomische Faktoren hätten sich hier negativ ausgewirkt, hieß es.
Zusammenfassung
- TSMC verschiebt Eröffnung des Werks in Arizona
- Grund: Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.
- Massenproduktion mit N4-Prozesstechnologie nicht vor 2025.
- High Tech-Produktion in den USA abwegig; Apple setzt 3-Nanometer-SoCs ein.
- TSMC schickt mehr Arbeiter in die USA, um Inbetriebnahme zu bewältigen.
- TSMC begann 2021 mit Bau der neuen Produktionsanlage.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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