RARBG-Aus hat bereits weitreichende Folgen für die Piraterieszene
Ende Mai wurde bekannt, dass die legendäre Torrent-Seite RARBG überraschend schließt. Das hat nicht nur unmittelbare Folgen für Millionen Nutzer, die den Tracker täglich besuchten, sondern hat auch Auswirkungen für die Filesharing-Szene - und diese sind bereits zu spüren.
Lange Zeit war The Pirate Bay die mächtigste Seite ihrer Art, allerdings ist diese schon lange nur noch ein Schatten ihrer selbst. Auch diverse andere Torrent-Portale haben in den vergangenen Jahren aufgegeben bzw. haben aufgrund von rechtlichem Grund aufgeben müssen. Die letzte "große" Seite dieser Art war RARBG, allerdings liegt die Betonung hier auf "war".
Denn Ende Mai haben die Macher aufgegeben und teilten mit, dass man nach 15 Jahren die Pforten schließen muss. Als Gründe wurden tragische Corona-Erkrankungen sowie Ukraine-Fronteinsätze einiger Mitglieder angegeben, außerdem beklagte man zu hohe inflationsbedingte Kosten, die einen Weiterbetrieb unmöglich gemacht haben.
Das bedeutet, dass die Film- und TV-Szene nun mit Nachschubproblemen zu kämpfen hat. Denn obwohl Streaming mittlerweile deutlich größer ist als Torrent-Piraterie, so fungiert letztere nach wie vor vielfach als Quelle für erstere. Mit dem RARBG-Aus wurde derartiges Filesharing zwar nicht trockengelegt, aber gestört.
Ob diese Nachschubprobleme von langer Dauer oder gar nachhaltig sein werden, ist derzeit nicht abzusehen, denn in der Regel werden solche Lücken schnell von Nachahmern oder auch sonstigen alternativen Angeboten gefüllt. Entsprechend resümiert TorrentFreak: "Zwar könnten andere an seine Stelle treten, wenn sie bereit sind, das Risiko einzugehen, doch ist der Verlust von RARBG zweifellos ein erheblicher Rückschlag."
Siehe auch:
Denn Ende Mai haben die Macher aufgegeben und teilten mit, dass man nach 15 Jahren die Pforten schließen muss. Als Gründe wurden tragische Corona-Erkrankungen sowie Ukraine-Fronteinsätze einiger Mitglieder angegeben, außerdem beklagte man zu hohe inflationsbedingte Kosten, die einen Weiterbetrieb unmöglich gemacht haben.
Inhalte-Nachschub gestört
Welche Bedeutung RARBG und dessen Aus hatte, zeigt sich nun aber bereits direkt. Wie das Filesharing-Blog TorrentFreak berichtet, hatte RARBG nämlich einen konstanten Nachschub an hochwertigen und besonders aktuellen Torrents zu bieten. Der Tracker fungierte dabei als ein Verteilerstation, die Inhalte wurden von RARBG-Bots erfasst und später auf der Seite gepostet.Das bedeutet, dass die Film- und TV-Szene nun mit Nachschubproblemen zu kämpfen hat. Denn obwohl Streaming mittlerweile deutlich größer ist als Torrent-Piraterie, so fungiert letztere nach wie vor vielfach als Quelle für erstere. Mit dem RARBG-Aus wurde derartiges Filesharing zwar nicht trockengelegt, aber gestört.
Ob diese Nachschubprobleme von langer Dauer oder gar nachhaltig sein werden, ist derzeit nicht abzusehen, denn in der Regel werden solche Lücken schnell von Nachahmern oder auch sonstigen alternativen Angeboten gefüllt. Entsprechend resümiert TorrentFreak: "Zwar könnten andere an seine Stelle treten, wenn sie bereit sind, das Risiko einzugehen, doch ist der Verlust von RARBG zweifellos ein erheblicher Rückschlag."
Zusammenfassung
- RARBG schließt nach 15 Jahren
- Auswirkungen für Filesharing-Szene bereits spürbar
- Funktionierte als Verteilerstation für hochwertige, aktuelle Inhalte
- Nachschubprobleme für Film- und TV-Szene
- Lücke könnte von Nachahmern oder alternativen Angeboten gefüllt werden
- Verlust von RARBG ein erheblicher Rückschlag
- Risiko für Nachahmer, den Verlust aufzufangen
Siehe auch:
- RARBG Opfer von Corona & Krieg: Legendäres Torrent-Portal schließt
- Gegen illegales Streaming: Dazn tritt globaler Anti-Piraterie-Gruppe bei
- "Piraterie"-Fall wegen ungenauen Infos gegen Cloudflare abgewiesen
- Piraterie: Betrüger missbrauchen offizielle Seiten der EU-Kommission
- Haft & Vermögen weg: Eines der krassesten Piraterie-Geschäfte endet
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